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Winterberg: So verändert Corona die Kirmes

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Auch in diesem Jahr wird es wieder viele Fahrgeschäfte geben.

Auch in diesem Jahr wird es wieder viele Fahrgeschäfte geben.

Foto: STEFAN SCHMITT / WP

Winterberg.  Die Winterberger Kirmes findet wieder statt. Vieles ist beim Alten geblieben. Doch beim Thema Sonderbusse gibt es Veränderungen:

Nachdem die Kirmes coronabedingt zwei Jahre pausieren musste, wirft die 191. neuzeitliche Winterberger Kirmes jetzt ihre Schatten voraus: von Freitag 19. bis Montag 22. August tauchen historische Wurzeln und Hightech den Kirmesplatz in Winterberg in ein buntes Farbenmeer. Jetzt brauchen die Menschen nicht mehr lange von der Kirmes träumen, in zwei Wochen können sie gemeinsam vier Tage die Kirmestradition aufleben lassen.

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Traditioneller Fassanstich

„Die Winterberger Kirmes ist ein echtes Volksfest, ein Treffpunkt von jung und alt. Sie schafft es immer wieder, modernes, Brauchtum und Hightech harmonisch zu verbinden und genau das macht sie so anziehend für mich“, freut sich Bürgermeister Michael Beckmann schon auf das bunte Kirmestreiben. Gut sei es aus Sicht der Schausteller gewesen, dass im vergangenen Jahr wenigstens eine Mini-Kirmes in der Stadt stattgefunden habe, teilt die Stadt Winterberg mit.

Das habe die besondere Beziehung der Stadt Winterberg zu den Schaustellerbetrieben gezeigt. Das würden die Schausteller in diesem Jahr zurückgeben, auch wenn die Kirmes zum Neustart nach Corona ein etwas anderes Gesicht zeige. Los geht es am Freitag, 19. August von 16 Uhr bis 17 Uhr mit der „Happy Hour“ auf allen Fahrgeschäften unter dem Motto „1 x zahlen, 2 x fahren“. Der traditionelle Fassanstich und die offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Michael Beckmann finden um 17 Uhr am VFR-Zelt statt.

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Kulinarische Angebote

Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung von Gerd Deimel und Richard Wüllner. Auch in diesem Jahr werde es wieder ein „attraktives Angebot an Fahrgeschäften vom Kinderkarussell über den Klassikern wie Auto-Scooter und Breakdancer bis zum Big Monster für Mutige geben“, versprechen die Veranstalter. An allen vier Kirmestagen gibt es zahlreiche kulinarische Angebote von der Bratwurst, dem Fischbrötchen über den Burger zu Langos, Churros und Spiralkartoffeln. Eis und Süßwaren sowie die klassischen Kirmesgeschäfte wie Schießbude, Entenangeln und Pfeilwerfen werden natürlich nicht fehlen.

Der Krammarkt entlang der Schulstraße und „Am Rad“ an allen vier Kirmestagen zum Bummeln und Einkaufen ein. „Leider hat die Corona-Krise bei den Markthändlern zu einigen Absagen geführt, aber dennoch wird sich entlang der Schulstraße und „Am Rad“ wieder zahlreiche typische Kirmesangebote geben“, so Jan Benjamin Kermas, Marktmeister der Stadt Winterberg.

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Tierschau für alle Generationen

Die Tierschau wird auch in diesem Jahr wieder traditionell der Auftakt in den Kirmesmontag sein. Ab 9.30 Uhr werden auf dem Gelände des Reitvereins Winterberg „Am Postteich“ verschiedenste Tiere zu sehen sein. Die Tierschau wird vom Landwirtschaftlichen Stadtverband in enger Zusammenarbeit mit dem Reitverein und der Stadt Winterberg organisiert. Wichtig dabei sei natürlich die Bereitschaft der Landwirte und Tierhalter, ihre Rinder, Pferde, Esel, Ziegen und weitere Exemplare auch bei der Tierschau zu präsentieren.

Insbesondere im Bereich der Rinder hätten die Landwirte im Stadtgebiet eine breite Auswahl der verschiedenen Rassen auf ihren Feldern stehen. Schwarzbunte Milchkühe, Charolais, Fleckvieh, Limousin sowie Rotes Höhenvieh und schottisches Hochlandrind sind beispielsweise zu nennen. Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden des Stadtverbandes, Franz-Josef Volmer, werden anschließend fachkundige Moderatoren die verschiedenen Tiere vorstellen. Natürlich können die Besucher auch selbstständig bis 12 Uhr über die Tierschau bummeln, die Informationsschilder lesen und mit den Tierhaltern ins Gespräch kommen. Die vielfältige und artenreiche Tierhaltung im Stadtgebiet Winterberg wird gezeigt und ist erlebbar, nicht nur für die Kinder, sondern für alle Generationen.

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Kein Personal für Extra-Fahrten

Mit dem großen Feuerwerk am Montagabend wird das Volksfest seinen Abschluss finden. Bei Einbruch der Dunkelheit um 21.30 Uhr werden die Raketen ein buntes Lichterspektakel am Himmel zeigen. In den vergangenen Jahren wurden am Samstagabend Busse zur Winterberger Kirmes eingesetzt. „In diesem Jahr können leider keine Sonderbusse eingesetzt werden, da die Busbetriebe kein Personal für die extra Fahrten haben“, so Ordnungsamtsleiter Joachim Sögtrop. Natürlich könne die Kirmes aber an allen Tagen mit dem Linienverkehr des ÖPNV erreicht werden.

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