Leader-Projekt

Winterberger Gymnasiasten stellen ein Festival auf die Beine

Voll motiviert: Die rund 20 Mädchen und Jungen der Festival-AG wollen für ihre Mitschüler ein tolles Fest gestalten.

Voll motiviert: Die rund 20 Mädchen und Jungen der Festival-AG wollen für ihre Mitschüler ein tolles Fest gestalten.

Foto: Stefanie Bald

Winterberg.  Zehn Wochen Zeit und 5000 Euro Fördermittel haben die Schüler, um ein großes Fest komplett selbst zu organisieren. Auch die Band steht schon fest.

Wie lange spielt die Band, was gibt es zu Essen, was soll es kosten? Wie sieht der Zeitplan aus, wohin kommen die Sponsorenlogos auf den Plakaten, welche offiziellen Leute wollen eingeladen werden?

Das sind nur einige wenige der Fragen, auf die die Festival-AG des Gymnasiums in diesen Tagen Antworten finden muss. Denn schon am 10. Juli soll das zweite Schulhoffestival in der Ursulinenstraße steigen.

Um effizient voranzukommen, haben die rund 20 Jugendlichen aus der 8. und 9. Klasse Arbeitsgruppen zu je drei bis fünf Personen gebildet. Und die sind gut vorbereitet: Als die betreuende SV-Lehrerin Marcella Kahl beim Pressegespräch den Stand der Dinge abfragt, haben alle Arbeitsgruppensprecher ihre Fakten sofort parat.

Rockband TIL aus Wenden tritt auf

„Wir haben die Zeitpläne für Band, DJ und Rede des Bürgermeisters festgelegt“, berichtet Emely aus der Arbeitsgruppe Bandmanagement. „Die Band wird eine Stunde lang spielen und wir haben festgelegt, welchen Raum sie in der Schule zur Vorbereitung bekommt, dass ihre Verpflegung gesichert ist und auch was zu Trinken an der Bühne steht.“

Bei der Band, die auf der von der Sparkasse gesponserten Bühne auftritt, handelt es sich übrigens um TIL, eine aufstrebende Rockband aus Wenden. Die waren schon beim ersten Festival letztes Jahr dabei. „Aber toll, dass ihr die wieder bekommen habt. Die sind nämlich seitdem erfolgreicher geworden“, lobt Yao Houphouet vom Jugendhilfeverein Ensible, der die Festivals konzeptioniert hat.

Motto des Festivals: Zirkus

Viel Arbeit hatte er mit den Winterbergern nicht. Die haben die Organisation nämlich diesmal komplett selbst übernommen. Genau das sei zwar nach der Starthilfe das langfristige Ziel gewesen, so Houphouet. Dass das aber schon im zweiten Jahr und völlig ohne Hilfe des Vereins klappe, damit seien die Gymnasiasten die ersten und bisher einzigen.

Thema ihres Festivals soll Zirkus sein, haben die Schüler entschieden – „weil es da genau wie in einer Schule sehr unterschiedliche Personen gibt, die manchmal schwer unter einen Hut zu bringen sind“, sagen sie.

Die Arbeitsgruppe Wiesenentertainment sorgt dafür, dass auch außerhalb der Bühne etwas los ist: ein Pavillon soll optisch zum Zirkuszelt werden, dazu soll es unter anderem ein Süßigkeitenbuffet, einen Jonglierworkshop und Tauziehen geben, mit nassem Ausgang für die Verlierer. Ein Zirkuszelt ist auch auf dem selbstentworfenen Logo der Arbeitsgruppe Design zu sehen, im Vordergrund sind Elemente des Schullogos eingefügt.

Manche Entscheidungen, wie die Gestaltung des Logos, betreffen alle AG-Mitglieder, deshalb wurde auch von allen darüber abgestimmt. „Für sowas haben wir Whatsapp-Gruppen“, sagt Samuel.

Leader-Projekt dient anderen als Inspiration

Noch bleiben ein paar Dinge zu klären, auch im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsgruppe Essen und Trinken. „Denkt daran, so zu planen, dass es sich rentiert“, mahnt Lehrerin Marcella Kath. Denn anders als der Rest des Festivals, für den 5000 Euro an Fördermitteln des Landes zur Verfügung stehen, gehen gastronomische Angebote auf die Kappe der Schule. „Super, wenn aus dem ganzen Papierkrieg, den man deshalb führt, etwas entsteht“, freute sich Hannah Kath vom Regionalverein Leader-Region HSK. Das Projekt Schulhoffestivals werde inzwischen weit über das Sauerland hinaus aufmerksam beobachtet und als Inspiration gesehen.

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