Kunstausstellung

Wittgensteiner Kunstgesellschaft stellt in Hallenberg aus

Ausgesprochen vielfältig ist die Ausstellung mit Werken von Mitgliedern der Wittgensteiner Kunstgesellschaft, die ab Donnerstag im Kump läuft. 

Ausgesprochen vielfältig ist die Ausstellung mit Werken von Mitgliedern der Wittgensteiner Kunstgesellschaft, die ab Donnerstag im Kump läuft. 

Foto: Kunstgesellschaft / wp

Hallenberg.  Nach Frank Zander im Hallenberger Kump stellt ab 17. Oktober die Wittgensteiner Kunstgesellschaft einen Querschnitt ihrer Arbeiten dort aus.

Otto Waalkes, Frank Zander oder Suzanne von Borsody - das sind nur drei der bekanntesten Künstler, die im Hallenberger Kump ausgestellt haben. Meistens kamen sie allein oder in Begleitung ihrer Familien. Heute Abend ab 19 Uhr wird es aber richtig voll - allein schon künstlermäßig. Denn die für dieses Jahr letzte Ausstellung im Info-Zentrum Kump wird von 28 Wittgensteiner Künstlerinnen und Künstlern gestaltet. Und die reisen auch alle aus der Nachbarschaft an.

Beispiel für gute Nachbarschaft

„Exempla“ heißt die Ausstellung, die bis zum 15. November laufen wird. Und sie ist nicht nur ein Exempel für künstlerische Vielfalt im Wittgensteiner Land, sondern auch ein Beispiel für das gute nachbarschaftliche Verhältnis über die Kreisgrenzen hinaus. „Schon 2016 haben wir die ersten Kontakte für diese Ausstellung geknüpft. Ein Vertreter des Vorstandes hat mich gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte “, sagt Hallenbergs Bürgermeister Michael Kronauge. Er schaute sich die Werke der Kunstgesellschaft an. „Und ich muss sagen: Das ist eine Ausstellung, die durch ihre gegensätzlichen Arbeitstechniken und Motive eine unglaubliche Spannung aufbaut. Diese Sachen sollte man gesehen haben.“

Vor fast 40 Jahren gegründet

Im Zwei-Jahres-Turnus macht die vor fast 40 Jahren gegründete Kunstgesellschaft solche Gemeinschaftsausstellungen: „Wir haben das schon häufiger in der Sparkasse Bad Berleburg gemacht, freuen uns jetzt aber sehr, dass wir in diesem wunderschönen Ausstellungsort unsere Arbeiten zeigen können. Wir verfolgen mit großem Interesse, was da im Kump so alles läuft “, sagt die 2. Vorsitzende der Wittgensteiner Kunstgesellschaft, Jutta Dornhöfer. Stolze 63 Kunstwerke sind in den vergangenen Tagen zum Teil von den Protagonisten selbst im Kump installiert worden. Darunter befinden sich Naturmalereien in Öl, Portraitstudien, Druckgrafiken, großformatige abstrakt-expressionistische Arbeiten, aber auch Kunst-Fotografie, Kunsthandwerk, Filzarbeiten oder grazile Porzellanmalerei. „Jeder bringt das Beste mit“, verspricht Jutta Dornhöfer. Und jeder musste sich genau überlegen, welche maximal zwei Kunstwerke er oder sie in die Ausstellung einbringen wollte.https://www.wp.de/staedte/altkreis-brilon/porsche-urenkel-bringt-fix-foxi-nach-hallenberg-id217065587.html

Drei Künstler bzw. Kunstinteressierte aus Österreich, Frankreich und Korea haben damals 1980 die Künstlervereinigung ins Leben gerufen.

Seitdem kreisen die Mitglieder aus dem Wittgensteiner Land aber nicht in einem künstlerischen Dunstkreis um sich selbst; vielmehr schlagen sie Brücken zu anderen, suchen immer wieder den Austausch, bauen Netzwerke auf und prägen das kulturelle Leben der Region mit . „Seit 2010 haben wir einmal im Monat unseren Künstlerstammtisch. Das ist aber nicht nur ein Treffen, sondern ein gutes Miteinander und ein fruchtbarer Gedankenaustausch. So entstehen Ideen für gemeinschaftliche Aktivitäten“, so Dornhöfer.

Bürgermeister Michael Kronauge ist bei allem Hype um seine Promi-Gäste froh, dass der Kump nicht nur als Ort für „Promi-Kunst“ verstanden wird, sondern auch heimischen Künstlern eine Plattform bzw. ein Forum bietet. „Das wird eine schöne Ausstellung; ich freue mich darauf.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben