Tierschutz

Ziegenhof Medebach: Ermittlungverfahren gegen Veterinäramt

Erschreckende Zustände auf einem landwirtschaftlichen Anwesen bei Medebach. Rund 30 Ziegen sollen dort verendet sein

Foto: Maurer Rita

Erschreckende Zustände auf einem landwirtschaftlichen Anwesen bei Medebach. Rund 30 Ziegen sollen dort verendet sein Foto: Maurer Rita

Medebach/Arnsberg.   Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Fall der verendeten Ziegen auf einem Hof bei Medebach gegen einen Mitarbeiter des Kreis-Veterinäramts.

Der Sprecher des Hochsauerlandkreises bestätigte der Westfalenpost den Eingang eines Behördenschreibens. „Wir gehen davon aus, dass alle Verdachtsmomente ausgeräumt werden“, sagte Martin Reuther.

Die Staatsanwaltschaft hat jetzt zu prüfen, ob es Versäumnisse gab. Die Organisation Peta hatte die Strafanzeige gestellt. „Wir haben Verständnis dafür, dass die Staatsanwaltschaft dem nachgehen muss“, so Reuther.

Tiere waren bis auf die Knochen abgemagert

Der Fall hatte im Januar für Aufsehen gesorgt. Auf dem Hof waren rund 30 verwahrloste Ziegen verendet. Die Tiere waren teilweise bis auf die Knochen abgemagert. Auch die verbliebenen rund 50 Tiere waren in einem erbärmlichen Zustand. Später verendeten noch einmal vier Ziegen. Kurze Zeit später wurden die restlichen Tiere abtransportiert. In den Ställen lagen Schädel und Skelette. Sie waren beim Ausmisten in tiefen Schichten vergraben gefunden worden. Der Kreis hatte kurz nach Bekanntwerden des Skandals Anzeigen gegen den Betreiber des Hofes gestellt sowie das Verfahren für ein Tierhaltungsverbot initiiert.

Kein neuer Ermittlungsstand im Fall des Ziegenhofes bei Brilon

Keinen neuen Ermittlungsstand gibt es laut Staatsanwaltschaft im Fall des Ziegenhofes bei Brilon. Dort hatte ebenfalls die Organisation Peta Strafanzeigen gestellt, nachdem sie heimlich gedrehte Aufnahmen veröffentlich hatte, die von dem Biohof stammen sollen. Peta behauptet, auf dem Hof würden die Tiere unter schlechten Bedingungen gehalten.

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