FESTE

Zu wenige Kinder in Marsberger Dörfern für das Martinsfest

Auf diesem alten Foto sind noch mehr Kinder in Heddinghausen zum Martinszug gekommen. Es ist zwischen 1999 und 2003 entstanden.

Foto: Wigbert Schemm

Auf diesem alten Foto sind noch mehr Kinder in Heddinghausen zum Martinszug gekommen. Es ist zwischen 1999 und 2003 entstanden. Foto: Wigbert Schemm

Marsberg.  Heddinghausen, Canstein und Udorf feiern zusammen. Größerer Umzug durch gemeinsames feiern. Jährlich wird der Ort reihum gewechselt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Um den Martinszug gemeinsam zu feiern, haben sich drei Dörfer in Marsberg dieses Jahr zusammengetan. Hintergrund ist, dass jeweils in Heddinghausen, Canst ein und Udorf zu wenige Kinder leben. „Mit Canstein haben wir angefangen, den Umzug zusammen zu begehen“, erklärt Rabea Padberg, Ortsvorsteherin von Heddinghausen.

Bereits seit vier Jahren besteht das gemeinsame Martinsfest jetzt schon. Vor zwei Jahren ist Udorf dazugekommen, wo es dieses Jahr auch stattfindet. Reihum wird dann gewechselt, nächstes Jahr ist Heddinghausen wieder dran.

Zuvor zu wenige Kinder beim Umzug

„Hier sind keine zehn Kinder mehr und ganz ausfallen lassen wollten wir es nicht -- dann kommt das Fest auch nicht wieder“, erklärt Padberg den Zusammenschluss. In den vergangenen Jahren waren aufgrund der neuen Regelung immer über 50 Menschen beim Umzug beteiligt.

Padberg sieht die Ursache in der Größe des Dorfes: „Natürlich gab es auch schon Jahrgänge, die stärker waren, aber Heddinghausen hat ja grundsätzlich nur um die 200 Einwohner“, erklärt sie. Gerade deshalb sei es wichtig, das Dorfleben zu stärken und zu schauen, dass Veranstaltungen bestehen bleiben. I

Feste sorgen für ein reges Dorfleben

n Heddinghausen wird dazu u.a. noch das Erntedankfest und ein Wandertag veranstaltet. „Wenn gar nichts mehr im Dorf passiert, fände ich das traurig“, bekräftigt die Ortsvorsteherin, die selbst erst seit zehn Jahren in Heddinghausen wohnt.

Deswegen sind die Organisatoren des Martinszug von Heddinghausen und Canstein auch auf die Udorfer zugegangen und haben gefragt, ob sie ebenfalls mitmachen wollen. „Es ist ja irgendwie auch ein Verbund und es ist schön, wenn mehr Kinder da sind“, sagt Petra Wollenberg, Vorsitzende des Fördervereins von Udorf.

Auch hier waren sonst nur um die zehn Kinder unterwegs. „Das hat sich in den letzten Jahren schon verändert“, überlegt Wollenberg, „es sind von Jahr zu Jahr weniger geworden.“ Die Dorfbewohner, die jetzt in dem Alter seien, Kinder zu bekommen, würden oftmals wegziehen.

Folgen Sie der Westfalenpost im Altkreis Brilon auch auf Facebook.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik