Charity-Aktion

11.000 Euro für „Unsere Engel“ und ihr soziales Engagement

Schon 11.000 Euro für "Unsere Engel"

"Unsere Engel" - das Treffen ehrenamtlich engagierter Menschen aus Arnsberg und Sundern krönt mit der Scheckübergabe in der Volksbank Sauerland die Charity-Aktion dieser Zeitung.

"Unsere Engel" - das Treffen ehrenamtlich engagierter Menschen aus Arnsberg und Sundern krönt mit der Scheckübergabe in der Volksbank Sauerland die Charity-Aktion dieser Zeitung.

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Arnsberg/Sundern.   Scheckübergabe und Talk-Runde in Volksbank Sauerland schließen Charity-Serie unserer Zeitung ab. Rund 11 000 Euro fließen sozialen Zwecken zu.

Zum Abschluss der Charity-Serie „Unsere Engel“ wurden jetzt rund 11 000 Euro für soziale Zwecke in Arnsberg und Sundern ausgegeben. Unsere Zeitung hatte neun ehrenamtlich engagierte Menschen aus beiden Städten in der Adventszeit mit ihrem Dienst ganz nah am Menschen vorgestellt und zu Spenden aufgerufen. Beim „Engel-Treffen“ in der Volksbank Sauerland wurden die Gelder nun an die Organisationen übergeben.

Möglich machte die Aktion die Volksbank Sauerland, die einen finanziellen Grundstock von 10 000 Euro bereitstellte, der an die Initiativen und Organisationen, für die sich die „Engel“ engagieren, ausgeschüttet werden konnte. Zudem wurde ein Spendenkonto eröffnet. Den höchsten Betrag darüber sammelte der Jugendtreff Gierskämpen, um dessen Erhalt „Engel“ Erika Hahnwald seit vielen Jahren kämpft. Hahnwald war tief bewegt: „Vielen Dank an alle Spender. Damit hätte ich nicht gerechnet“.

In kurzen Talkrunden stellten unsere Redaktion und Hans-Helmut Schulte von der Volksbank Sauerland die „Engel“ und auch „ihre“ Organisationen vor, ehe die Schecks übergeben wurden. Anwesend war auch Florian Müller, Vorstand der Volksbank Sauerland. Er zeigt sich angetan von der Vielfalt des sozialen Engagements, für das die in der „Unsere Engel“-Serie vorgestellten Bürger stehen. „So etwas unterstützen wir sehr gerne“, sagt er, „Ehrenamt ist der Kitt in unserer Gesellschaft“. Interessiert suchte er das Gespräch mit den sozial engagierten Bürgern und Vertretern der Einrichtungen.

Spürbar war aber auch die unterschiedlichster Motivation, die Menschen ins Engagement führt. Johannes Föster suchte nach seinem Eintritt in den Ruhestand eine sinnvolle Beschäftigung und landete als ehrenamtlicher Begleiter im Hospiz Raphael in Arnsberg. „Der Tod gehört zum Leben“, sagt er. Berührungsängste mit den sterbenden Menschen habe er nicht gehabt.

Markus Kolpatzik, der Mann für alles bei der Arnsberger Tafel, half das Engagement aus einer persönlichen Krise heraus. Heute ist er bei der „Tafel“ als Fahrer unersetzlich. Andere wie Marco Calcagno, der sein Spendengeld für seine Projekte mit seinem Förderverein Caltagirone-Arnsberg zusammen mit dem Familienhilfezentrum Marienfrieden einbringen will, erzählt, dass er „einfach nicht Nein sagen kann“.

Für andere da sein, das will auch Gerlinde Meng, die sich ehrenamtlich im Treff des Arnsberger Fördervereins Psychische Gesundheit einbringt. Birgit Diederich aus Sundern kümmert sich im Seniorenhaus St. Franziskus Sundern um Bewohner. „Das macht mir Spaß“, erzählt sie, „ich konnte schon immer gut mit älteren Menschen umgehen“.

Wichtige Hilfe der Ehrenämtler

Stolz vom Wachsen ihrer „Jungen Caritas“ berichtete Martina Gerdes, die sich selber als Dirigentin eines „Engelschores“ beschreibt. Sie motiviert inzwischen über 100 junge Menschen aus Arnsberg für soziales Engagement. „Und es werden immer mehr“, erzählt sie beim „Engel-Treffen“.

Sich selbst als eine „Rampensau“ auf den Feldern des sozialen Engagements bezeichnet sich Johanna Roefs. Sie ist der „Engel“ für einen multikulturellen Kochtreff im Engagementszentrum Hüsten und bei den Theaterprojekten der sonderpädagogischen Fröbelschule auf dem Arnsberger Schreppenberg.

Seinen ganz eigenen Weg, die UNICEF-Gruppe in Arnsberg zu unterstützen, fand Andreas Weinreich. „Ich wollte was machen gegen das Elend der Kinder in der Welt“, sagt er. So entschloss er sich als Saxophon und Dudelsack spielender Clown regelmäßig durch die Stadt zu ziehen und für UNICEF zu sammeln. „Ich kenne kaum jemand, der sich so ganz persönlich für UNICEF mit Aktionen zum Spenden sammeln einbringt“, lobt Ingrid Halbe von der Arnsberger UNICEF-Gruppe.

Auf die Unterstützung von Helfern sind fast alle Initiativen angewiesen. „Die Ehrenamtlichen sind für uns ganz wichtig“, sagt Maria Stute, Leiterin des Hospiz Raphael. Auch das Jugendhilfezentrum Marienfrieden freut sich über die Vernetzung zu ehrenamtlichen Gruppen. „Wenn die Italiener zu uns zum Kochen oder Backen kommen, ist im Haus immer richtig was los“, erzählt Geschäftsführer Ludger Kottmann.

Alle Vertreter der sozialen Träger berichten, dass Ehrenamtler Aufgaben im direkten Dienst am Menschen übernehmen können, für die in den professionellen Strukturen oft keine Zeit bleibt

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