Grundstein gelegt

250 Wohnungen entstehen am Neheimer Müggenberg

AWG-Vorstandsmitglied Werner Schlinkert (Vierter von links) fügt eine WP vom 15. Mai 2018 in den Grundstein; neben ihm rechts: AWG-Vorstandmitglied Herbert Herrig sowie von links: Bauunternehmer Ulrich, Architekt Wennemar, Bürgermeister Bittner, AWG-Aufsichtsratsvorsitzender Rahmann und Stadt-Planungsdezernet Vielhaber.

Foto: Martin Schwarz

AWG-Vorstandsmitglied Werner Schlinkert (Vierter von links) fügt eine WP vom 15. Mai 2018 in den Grundstein; neben ihm rechts: AWG-Vorstandmitglied Herbert Herrig sowie von links: Bauunternehmer Ulrich, Architekt Wennemar, Bürgermeister Bittner, AWG-Aufsichtsratsvorsitzender Rahmann und Stadt-Planungsdezernet Vielhaber. Foto: Martin Schwarz

Neheim.  Wohnungsbaugenossenschaft legt Grundstein für zehnjähriges Bauprojekt. Sieben Häuser werden im ersten von sechs Bauabschnitten errichtet

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Die Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft (AWG) hat jetzt ihr großes Bauprojekt am Neheimer Müggenberg gestartet. In sechs Bauabschnitten werden in den nächsten zehn Jahren insgesamt etwa 250 neue Wohnungen entstehen. Den Beginn des ersten Bauabschnitts feierte die AWG am Dienstag mit der Grundsteinlegung für das erste neue Mehrfamilienhaus, das an der Ecke Hardenbergstraße / Zum Müggenberg errichtet wird.

Zum ersten Bauabschnitt gehören insgesamt sieben Mehrfamilienhäuser mit 54 Wohnungen, von denen 16 öffentlich gefördert wurden. Unter den insgesamt geplanten 250 Wohnungen befinden sich 70 Sozialbauwohnungen. Die neuen Wohnungen entstehen in einem Karree zwischen Scharnhorststraße im Norden, der Straße „Zum Müggenberg“ im Süden und Hardenbergstraße im Westen.

Erste AWG-Neubauten seit 40 Jahren

„Erstmals seit etwa 40 Jahren errichtet die Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft wieder Neubauwohnungen“, unterstrich bei der Grundsteinlegung AWG-Vorstandsmitglied Herbert Herrig die historische Bedeutung des Großprojekts in der 118-jährigen Geschichte der AWG. Denn seit den 1970er Jahre n habe sich die AWG auf Renovierung und energetische Sanierung der Häuser konzentriert. Nun werden komfortable, energiesparende und barrierefreie Wohnungen errichtet, für die es auch einen Bedarf in Neheim gibt. Dies hatte im Vorfeld des Projekts eine Zielgruppen- und Marktanalyse ergeben. Deshalb war die AWG als Bauherr und Investor auch bereit, innerhalb der nächsten zehn Jahre mehr als 40 Millionen Euro für das gesamte Bauprojekt auszugeben. Allein der erste Bauabschnitt mit 54 Wohnungen kostet 11,4 Millionen Euro.

Projekt kostet 40 Millionen Euro

Bei der Grundsteinlegung hörten die AWG-Vertreter viel Lob von den Gastrednern. Der städtische Planungsderzernent Thomas Vielhaber erinnerte an den umfangreichen Planungsprozess und lobte die AWG für die Umsetzung des Bauprojekts im Bestand. Denn zuvor mussten Häuser leergezogen werden und Hausbewohner - zumindest übergangsweise - umquartiert werden.

„Niemand wurde gekündigt, es gab ein gutes Umzugsmanagement der AWG“, sagte Vielhaber. Damit jetzt sieben neue Mehrfamilienhäuser im ersten Bauabschnitt entstehen können, wurden auf der westlichen Seite der Hardenbergstraße die aus den 1950er Jahren stammenden und nur noch schwer vermietbaren Wohnhäuser abgerissen. In einem späteren Bauabschnitt werden die Häuser auf der anderen Seite der Hardenbergstraße abgerissen und durch Neubauten ersetzt.

Bürgermeister Ralf Paul Bittner freute sich besonders über die neuen Sozialbauwohnungen, die nun entstehen. Denn der soziale Wohnungsbau sei in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden, hier gebe es klaren Nachholbedarf.

Kleine Nachbarschaften

Architekt Harald Wennemar vom Düsseldorfer Architekturbüro Konrath & Wennemar wies auf die Wohnhöfe hin, die demnächst durch die Gruppierung einzelner Mehrfamilienhäuser um einen freien Platz herum entstünden. So würden neue kleine Nachbarschaften erzeugt und das soziale Mitein-ander gefördert.

Miete reicht von 4,65 Euro/qm bis zu 8,20 Euro/qm

Von den 250 Neubau-Wohnungen, die am Müggenberg entstehen, werden 70 öffentlich gefördert. Die Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft (AWG) nannte gestern erstmals Mietpreise. Für die 16 Sozialbauwohnungen, die an der Hardenbergstraße entstehen, gilt eine günstige Miete von 4,65 Euro pro Quadratmeter. Für die anderen Wohnungen an der Hardenbergstraße wird eine Miete von 8,20 Euro / qm erhoben. Die Wohnungen sind von 45 bis zu 100 Quadratmeter groß.

Interessenten können sich jetzt schon bei der AWG melden. Das erste Mehrfamilienhaus wird Ende Januar 2019 und das siebte Haus Ende April 2020 bezugsfertig. Alle Wohnungen sind barrierefrei, wozu insbesondere ein Aufzug in jedem Haus gehört.

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