E-Mobilität

62 neue Doppel-Ladesäulen in Arnsberg und Sundern geplant

Foto: Hendrik Schmidt

Arnsberg/Sundern.   Versorger „innogy“ erhält Zuschlag für Fördergelder und will stark in Arnsberg und Sundern investieren.

Der Raum Arnsberg und Sundern soll groß von einer E-Mobilitäts-Offensive des Versorgungsunternehmens „innogy“ profitieren. Von den bundesweit 1245 Doppel-Ladesäulen, die über ein Bundesförderprogramm innerhalb eines Jahres errichtet werden sollen, sollen nach Auskunft vom Arnsberger Regionalstellenleiter Frank Eikel 42 nach Arnsberg und 20 nach Sundern kommen.

„Damit wäre schon eine große Flächendeckung in der Region erreicht“, so Frank Eikel. Derzeit gibt es gerade einmal eine Handvoll öffentlich zugänglicher Ladesäulen in Arnsberg. Die Säulen, mit denen sich „innogy“ um die Fördermittel beworben hatte, beinhalten jeweils zwei „schnelle“ Ladepunkte mit jeweils 22 Kilowattstunden Leistungsfähigkeit.

Konkrete Planung hinterlegt

Bei der Bewerbung um die Fördermittel aus dem Bundesprogramm musste „innogy“ konkrete Planungen inklusive Netzanschlussmöglichkeiten und kommunalen Genehmigungen hinterlegen. Zudem muss der Ausbau des E-Ladesäulen-Netzes innerhalb eines Jahres vollzogen sein. Finanziert durch die Förderung werden 40 Prozent der Investitionskosten.

Die vorgesehenen Säulen sollen „intelligente“ Ladestellen sein, die die Abrechnung über EC-Karte, PayPal oder Smartphone-App sowie für RWE-Stromkunden über ein „abrechnendes“ Kabel (4,95 Euro Grundgebühr plus 30 Cent/kwh) vornehmen. Investitionskosten pro Säule rund 10 000 Euro. Hinzu kommen, so Frank Eikel, gut 1000 Euro Betriebskosten im Jahr.

Partner werden gesucht

„Das kann keiner alleine stemmen“, so Frank Eickel. Alleine im Bereich Arnsberg/Sundern muss „innogy“ aus eigener Tasche 372 000 Euro Investitionskosten stemmen (62x6000 Euro). Daher will sich „innogy“ auch lokale Partner vor Ort suchen, die sich monatliche Beteiligungen in geringer dreistelliger Höhe oder einmaligen Investitionskostenbeteiligung an der Aufstellung beteiligen. Die Idee: Die öffentlichen Ladesäulen könnten innerhalb des Standortkonzepts gezielt vor sich beteiligenden Geschäften, Hotels oder Einrichtungen platziert werden und den Partnern somit Alleinstellungsmerkmale verschaffen. Zudem könnten die Ladesäulen als Werbeträger dienen. Über diesen Weg will „innogy“ Unterstützer bei diesem Großprojekt finden.

„Das ist eine Investition in die Zukunft, die sich in den Anfangsjahren nicht rechnet“, weiß Frank Eikel. Für ihn ist der Weg zur E-Mobilität aber unumkehrbar eingeschlagen. Frank Eikel weiß auch, dass nicht „innogy“ alleine ein „Tank-Netz“ für E-Autos ausbauen kann und sollte. „Das System E-Mobilität funktioniert nur mit vielen Anbietern“, sagt er. Ansonsten wäre keine Flächendeckung im Sinne der Autofahrer zu erreichen.

Im Raum Arnsberg/Sundern aber plant „innogy“ in dieser Hinsicht noch mehr: Angestrebt wird auch ein E-Auto-Carsharing-System. „Mein Ziel ist es, so etwas noch in diesem Jahr zu starten“, sagt Frank Eikel, „sonst fährt der Zug ohne uns ab“. In diesem Zusammenhang interessiert sich „innogy“ auch für die strategische Partnerschaft mit der Plattform „Lokaso“, die als digitales Kaufhaus für Arnsberg auftreten will (wir berichteten). „Lokaso“ will Waren mit einer E-Auto-Flotte ausliefern. Diese Fahrzeuge könnten außerhalb der Auslieferungszeiten für das Car-Sharing zur Verfügung stehen. Über „Lokaso“ könnten dann auch die Buchungen erfolgen.

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