Brand in Arnsberg

66-jähriger Mann stirbt bei Wohnungsbrand in Arnsberg

Ein 66-jähriger Mann ist bei einem Wohnungsbrand am Freitagnachmittag in Arnsberg gestorben. Die Feuerwehr kann vier Bewohner retten.

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Arnsberg.   Feuerwehr kann vier Bewohner retten. Sie müssen mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Straße „Auf der Alm“ in Arnsberg ist Freitagnachmittag ein 66-jähriger gehbehinderter Mann ums Leben gekommen, vier Bewohner mussten mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Suizid oder ein technischer Defekt werden ausgeschlossen.

Dichter Rauch quillt den Einsatzkräften entgegen

Als um 14.53 Uhr die Sirenen über das sich für das Wochenende rüstende Arnsberg gellen, kann sich niemand vorstellen, welch schreckliches Geschehen in diesen Minuten abläuft. Auch die Einsatzkräfte nicht.

Unter dem Alarmstichwort „Brandeinsatz – Menschen in Gefahr“ werden Wehr und Rettungsdienst in die Neustadt gerufen - zu einem Mehrfamilienhaus „Auf der Alm“. Als die ersten Feuerwehreinheiten am Einsatzort eintreffen, dringt ihnen schon dichter schwarzer Rauch aus dem Hauptflur und der betroffenen Wohnung im Obergeschoss entgegen.

Notärztinnen und Sanitäterinnen versorgen Verletzte

Die Wehrleute handeln schnell und in gewohnter Professionalität: Sie retten umgehend drei Bewohner aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich und bringen sie in Sicherheit.

Diese werden von zwei Notärztinnen und den Teams mehrerer Rettungswagen behandelt und nach der Erstversorgung mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Ein Bewohner muss vom Balkon gerettet werden

Ein weiterer Bewohner ist auf den Balkon seiner Wohnung geflüchtet. Doch von dort gibt es für ihn keine weitere Fluchtmöglichkeit. Wehrmänner klettern mit einer Steckleiter zu dem Betroffenen hinauf und leisten erste Hilfe.

Währenddessen dringen mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor und suchen nach Vermissten. Zur Verstärkung werden nun auch der Löschzug Oeventrop und die Löschgruppe Rumbeck nachalarmiert.

66-Jähriger kann nur noch tot geborgen werden

Nachdem der Brand gelöscht ist, die traurige Erkenntnis: Ein 66-jähriger Mann hat das Feuer nicht überlebt und kann nur noch tot geborgen werden. Für Angehörige und Mitbewohner schockierend. Notfallseelsorger übernehmen die Betreuung.

„Es ist einfach schlimm“

Aber auch für die unermüdlichen Einsatzkräfte ein tragisches Erlebnis, das es zu verarbeiten gilt. „Es ist einfach schlimm, aber wir konnten dem Mann leider nicht mehr helfen,“ so stellvertretender Kreisbrandmeister Werner Franke.

Die Polizei schließt Fremdverschulden, Suizid oder technischen Defekt aus. Das Haus ist weiterhin bewohnbar.

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