Freibad Storchennest

85.000 € für Mehrgenerationenfläche am Freibad Storchennest

Bürger nutzen nach dem Vortrag die Chance, sich die Planungen am Storchennest im Detail anzuschauen.Foto:Frank Albrecht

Bürger nutzen nach dem Vortrag die Chance, sich die Planungen am Storchennest im Detail anzuschauen.Foto:Frank Albrecht

Arnsberg.  85.000 Euro sollen in Kürze für eine Mehrgenerationenfläche am Freibad „Storchennest“ verbaut werden. Bürger mit Gesamtkonzeption einverstanden.

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Die Planungen für die Mehrgenerationenfläche am Arnsberger Freibad „Storchennest“ gehen – wie berichtet – in eine neue Richtung. Das erfuhren jetzt interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Anwohner in Gierskämpen bei der öffentlichen Vorstellung im Treff Gierskämpen. An der Idee, einen „Platz zum Ankommen“ im Stadtteil zu gestalten. hat sich jedoch nichts geändert.

Landesmittel fließen

„Wir können mit Mitteln des Landes arbeiten, die zur Aufwertung von Quartieren in der Stadt gedacht sind“, stellte Ralf Schmidt, Fachdienstleiter des Grünflächenamtes der Stadt, vor. Ein entsprechender Förderantrag sei bewilligt worden, Geld in Höhe von 120.000 Euro insgesamt stehe zur Verfügung. Weil jedoch ein Teil der Summe bereits in die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten am Wasserbecken geflossen ist, könne man jetzt noch über 85.000 Euro verfügen, die schon in Kürze für die so genannte Mehrgenerationenfläche verbaut werden sollen.

Nach reiflicher Überlegung habe man eine Planung gewählt, die sich auch ohne zu große Änderungen in der Infrastruktur des Geländes umsetzen lässt.

So soll jetzt am Eingangsbereich des Freibades Storchennest, das vom Kneipp-Verein Arnsberg betrieben wird, auf rund 700 Quadratmetern eine sogenannte Mehrgenerationenfläche entstehen. Die Fläche wird sich nach Planungen der Stadt in zwei Bereiche teilen – den einen, der ganzjährig und stets für die Öffentlichkeit genutzt werden kann, und den anderen, der während der Öffnungszeiten des Bades nicht zur öffentlichen Nutzung bereit steht. Dieser Teil der Mehrgenerationenfläche wird mit zwei Toren vom Rest des Projektes abgetrennt, was die Steuerung der Nutzungsmöglichkeiten erleichtern soll. Ralf Schmidt stellte vor, dass für die Fläche ein Teil der Parkflächen am Saunahaus der Anlage genutzt werden soll. Zunächst will man die Parkplätze am Storchennest ordnen – und dafür Parkflächen einzeichnen.

Kein „wildes Parken“

„Das soll das wilde Parken unterbinden, ohne dass es weniger Parkplätze geben wird als vorher“, schilderte Schmidt. Während der Eingangsbereich zur Sauna bleibe, werde ein Stück von der Hecke abgetragen und für die neue Fläche genutzt. Von der Mehrgenerationenfläche aus soll der Blick in das Freibad weiter möglich sein. Realisiert wird das mit einem Zaun aus zwei Meter hohen, eng gestellten Metallstelen – ähnlich denen an der Rundturnhalle, die aber ein Durchschauen möglich machen.

Idee ist, den Platz zu einem Treffpunkt für alle Generationen zu machen, neben der Möglichkeit zum Sitzen aber auch Bewegungsflächen zu schaffen. „Wir wollen Sportgeräte aufstellen, die auch auf einem Trimmpfad zu finden sind“, so Schmidt. Hangelbögen und Sprossenleiter sowie Fitnessgeräte sollen alle Grundbewegungsarten abdecken. Dazu erhält der Platz eine Boule-Fläche nach Regelmaß.

„Spielschiff Möhnesee“

Auf dem Gelände des Freibades wird ein neues Holzspielgerät zum Hingucker: Das soll als Unikat von einer Firma gefertigt und zum Anziehungspunkt für Besucher aus der ganzen Stadt werden. Bänke, geschwungene Liegestühle und Schaukeln steigern die Aufenthaltsqualität, Sichtbeziehungen und die Offenheit der Mehrgenerationenfläche sind wesentlicher Bestandteil des Projektes. Die Abtrennung zu den Parkplätzen am Storchennest wird durch passende Bepflanzung erfolgen. Bis zum Start in die Freibad-Saison im Mai soll das Projekt abgeschlossen sein. „Wenn die Ausschreibung formuliert ist und die Vergabe erfolgt ist, soll sofort mit den Arbeiten begonnen werden“, so Ralf Schmidt zuversichtlich.

Zweifel am Zeitplan

Anwesende Bürger stellten das Datum der geplanten Fertig­stellung in Frage. „Wir werden wohl in einer Baustelle schwimmen müssen“, so ein Anwohner. Auch die Neuordnung des Parkens am Storchennest wurde wegen des befürchteten Wegfalls von Kapazitäten kritisch beäugt. Mit dem Gesamtprojekt für den Stadtteil Gierskämpen zeigte man sich im Grundsatz jedoch einverstanden.

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