Beruf und Karriere

Als zweifache Mutter durch das Technikstudium

Jana Rickenbrock bringt Studium und Kinder perfekt unter einen Hut

Foto: Birgit Geile-Hänßel

Jana Rickenbrock bringt Studium und Kinder perfekt unter einen Hut Foto: Birgit Geile-Hänßel

Iserlohn/Arnsberg.  27-jährige Jana Rickenbrock aus Arnsberg bringt Familie und berufliches Fortkommen unter einen Hut.

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Den Status einer Studentin hat Jana Rickenbrock gerade erst erfolgreich gegen den Status einer Absolventin eingetauscht. Mit dem Kolloquium, der mündlichen Abschlussprüfung, hat sie ihr Studium der Produktentwicklung/Konstruktion an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn beendet und startet demnächst in ihr Berufsleben. So weit, so normal. Jana Rickenbrocks Studienbiografie unterscheidet sich aber deutlich von der ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen, denn sie hat bereits während ihres Studiums zwei Kinder bekommen und das dritte wird für Juni erwartet. Eine besondere Geschichte.

Jana Rickenbrock hatte schon immer sehr konkrete Vorstellungen von ihrer Zukunft. Nach einem Schulpraktikum im Bereich Konstruktion stand ihr Studienwunsch nach dem Abitur fest: Produktentwicklung/Konstruktion an der Fachhochschule Südwestfalen. Ebenso klar entschied sie sich auch dazu, bereits während des Studiums mit der Familienplanung zu beginnen. Die beiden älteren Kinder sind jetzt fünf und zwei Jahre alt und ab Juni wird die Familie wieder größer.

Wer so studiert, weiß, was er will: Das Studium hat die 27-jährige Arnsbergerin auch mit Bravour absolviert. Mit ihrer Abschlussarbeit über die Konzeption einer Ölverschäumungsvorrichtung an einem Prüfstand im Labor von Prof. Dr. Wilhelm Hannibal hat sie den Bachelorabschluss erworben.

„Wenn man sich ein bisschen mehr Zeit mit dem Studium lässt, ist das alles kein Problem“, berichtet Jana Rickenbrock, „ich habe halt ein paar Semester mehr gebraucht als üblich“. Damit allein war es aber nicht getan, ein gutes familiäres Netzwerk und sehr viel Disziplin, Organisationstalent und Durchhaltevermögen haben zum Erfolg der Studentin beigetragen.

„Ich habe sehr viel zu Hause gelernt und viele Unterlagen mit nach Hause genommen, die ich dann abends, wenn die Kinder im Bett waren, durchgearbeitet habe“, erzählt sie, „meine Studienkollegen konnten sich zum Lernen treffen, das war bei mir nicht möglich. Und in den Prüfungszeiten haben sich dann Oma, Opa und Ehemann verstärkt um die Kinder gekümmert“.

Hilfe gab es aber auch von der Fachhochschule. Von den Professoren habe sie in dieser Zeit ebenfalls viel Unterstützung erhalten. „Die hatten immer Verständnis für meine Situation“. Auch Prof. Hannibal, der ihre Bachelorarbeit betreut hat, ist voll des Lobes für die Studentin: „Janas Grundsatzarbeit zur Aufschäumung von Öl durch Luft hat auch dazu beigetragen, dass wir für den Bereich der Lehre jetzt einen der modernsten Prüfstände für Ölpumpen an einer deutschen Hochschule haben“.

Jetzt ist sie erst einmal Mutter pur. Nach der Geburt des dritten Kindes aber möchte Jana Rickenbrock wieder ins Berufsleben einsteigen. „Ich denke, dass es auch von Vorteil ist, bereits im Studium seine Kinder zu bekommen, dann kann ich mich jetzt ganz auf den Beruf konzentrieren“, sagt sie.

Wie das mit Familie geht, hat sie im Studium gezeigt. Dass sie demnächst auch Beruf und Kinder perfekt unter einen Hut bringen kann, daran dürfte kein Zweifel bestehen.

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