Sicherheit

Altstadttunnel Arnsberg: Einsatzkräfte üben den Ernstfall

Gespenstisches Bild am Westportal des Altstadttunnels.

Gespenstisches Bild am Westportal des Altstadttunnels.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.  Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und die Landesbehörde StraßenNRW erreichen das gesteckte Übungsziel.

Mit Blaulicht und Martinshorn durch die Straßen preschende Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei lassen meist nichts Gutes erahnen und lösen bei den Bürgern die Frage aus, was denn da und wo passiert ein könne.

Auch am Montagabend rückten bei Einbruch der Dämmerung zahlreiche Löschwagen Richtung Altstadttunnel aus. Dunkler Rauch drang aus beiden Portalen und ließ für die vorbeilaufenden Passanten ein Horrorszenario vermuten. Glücklicherweise war alles nur Übung, der Landesbetrieb Straßen NRW probte turnusgemäß den Ernstfall.

In einem Tunnel ist auch der kleinste Unfall von Brisanz

Das Übungsszenario war nicht besonders dramatisch, in einem Tunnel hat aber selbst der kleinste Unfall eine andere Brisanz als auf der Straße oder im Gelände:

Gegen 21 Uhr kommt es mitten im Altstadttunnel zu einem Auffahrunfall. Beteiligt sind zwei Pkw, der vordere mit Fahrerin und Beifahrer, der hintere mit zwei jungen Frauen besetzt.

Komplett verraucht

Eines der Autos qualmt, innerhalb weniger Minuten ist der Tunnel komplett verraucht. Die Nebelmaschine am Portal Jägerbrücke leistet Schwerstarbeit, nur die roten Lichter unter der Decke und die mitgeführten Lampen markieren den Einsatzkräften den Weg.

Schon von weitem sind die Hilferufe der professionell geschminkten Mimen zu hören, die von der Tunneldecke wie ein Echo widerhallen. „Sarah, bitte hilf mir doch“, ruft die Beifahrerin des hinteren Autos, wohl unter Schock stehend, ihrer Freundin am Steuer zu.

Schlauchleitung in den Tunnel verlegt

In diesem Moment sind durch den dichten Dunst schon die Lichtkegel der Feuerwehrleute zu sehen, die Verletzten werden umgehend aus den Fahrzeugen gerettet und mit Tragen in Richtung Ostportal gebracht.

Von der Jägerbrücke aus wird zeitgleich eine Wasserversorgung in den Tunnel verlegt, hier helfen auch vier Jugendfeuerwehrmänner mit, für die diese Übung sicherlich eine gute Vorbereitung auf ihre kommende Zeit im Einsatzdienst ist.

Das Übungsziel erreicht

Volker Kallerhoff vom Landesbetrieb Straßen NRW zeigte sich zufrieden mit dem Übungsverlauf: „Gute Übung, die Kooperation mit allen beteiligten Organisationen ist optimal gelaufen“, so der verantwortliche Verkehrsingenieur kurz und knapp.

Auch Übungsleiter Stefan Beule, Leiter des Basislöschzuges 2 der Feuerwehr (Löschzug Arnsberg, Löschgruppen Breitenbruch und Wennigloh) zog ein positives Fazit: „Das Ziel war, die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Straßen NRW zu üben. Das haben wir erreicht“.

Aufregung in den sozialen Medien

Während der Übung waren die Zufahrtswege zum Altstadttunnel aus allen Richtungen voll gesperrt. In den sozialen Medien tauchten schnell Fragen auf wie „Arnsberg komplett abgesperrt. Was ist da los?“.

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