Sekundarschule

Anmeldezahlen hinter Erwartungen zurück

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Einweihung der Sekundarschule Arnsberg

Einweihung der Sekundarschule Arnsberg

Foto: Ted Jones

Arnsberg.   Weniger Eltern als gedacht melden ihre Kinder für die fünfte Klasse der beiden Arnsberger Sekundarschulen an. Schulleiter rechnen mit Nachzüglern

Die Zahlen lassen Luft nach oben: Sowohl bei der Agnes-Wenke-Sekundarschule in Neheim (76) als auch bei der Sekundarschule Am Eichholz (89) in Arnsberg blieben die bisherigen Anmeldezahlen von Fünftklässlern unter den Erwartungen. „Offenbar ist der vorgezogene Anmeldetermin nicht bei allen Eltern angekommen“, sagt der Neheimer Schulleiter Andreas Schauerte.

Noch sind alle Zahlen vorläufig. Die Sekundarschulen sind im vorgezogenen Anmeldeverfahren gewesen. „Wir rechnen noch mit Anmeldungen“, sagt auch Schulleiter Olaf Schwingenheuer von der Sekundarschule Arnsberg. Generell läuft es an seiner Schule auf eine Vierzügigkeit hinaus, nachdem es in den Vorjahren immer Sondergenehmigungen der Schulaufsichtsbehörde für eine Fünf- (jetzige Stufen 5, 6 und 8) und Sechszügigkeit (jetzige Stufe 7) gegeben hat. „Jetzt kommen wir zahlenmäßig langsam dahin, wo wir hin wollen“, sagt Schwingenheuer. Aktuell hat seine Schule 580 Schüler/-innen.

Nur drei Anmeldungen aus Sundern

Mit dem Schulträger, der Stadt Arnsberg, war zuvor eine Klassenobergrenze von 27 Kindern vereinbart worden. Durch eine Änderung der Anmeldebedingungen sollten Sunderner Sekundarschul-Interessenten von Arnsberg nach Neheim gelenkt werden, wo aktuell 429 Schüler sind. Aus Sundern gab es diesmal erst drei Anmeldungen.

In diesen Tagen sieht sich Olaf Schwingenheuer aber nicht alleine mit den Anmeldungen künftiger Fünftklässler konfrontiert. Im zweistelligen Bereich müssten auch Wechsler aus dem dreigliedrigen Schulsystem - vom Gymnasium - aufgenommen werden. Eine steigende Tendenz, die auch die Agnes-Wenke-Sekundarschule spürt und die die Schulleiter beider Schulen nicht als glücklich erachten. „Wir sind eine eigenständige Schulform neben dem dreigliedrigen Schulsystem“, sagt Schwingenheuer, „wir sind eine kleine Gesamtschule ohne Oberstufe“.

Eigenes Lernsystem

Die Aufnahme von „abgeschulten“ Kindern sei sowohl pädagogisch als auch organisatorisch nicht immer einfach zu leisten, weil das eigene Lernsystem der Sekundarschule von den Kindern von der Klasse 5 an gelernt und verinnerlicht wird. Zumal würden die Klassen dadurch schnell zu groß.

Andreas Schauerte setzt darauf, dass bei den Aufnahmegesprächen der städtischen Gymnasien gründliche Vorgespräche geführt werden, die die Sekundarschulen als zielführende Option berücksichtigen. Momentan sieht es in Neheim nach einer Dreizügigkeit aus.

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