Bauvorhaben

Arbeiten vor dem Sauerland-Museum beginnen im März

So soll der Museumshof aussehen: Die Architektur ist den Ruhrterrassen angepasst. Die Arbeiten beginnen im März und erfordern etwa sechs bis acht Wochen. Die Ausschreibung ist abgeschlossen, der Auftrag geht jetzt zeitnah an ein heimisches Unternehmen heraus.

So soll der Museumshof aussehen: Die Architektur ist den Ruhrterrassen angepasst. Die Arbeiten beginnen im März und erfordern etwa sechs bis acht Wochen. Die Ausschreibung ist abgeschlossen, der Auftrag geht jetzt zeitnah an ein heimisches Unternehmen heraus.

Foto: HSK

Arnsberg.   Der Auftrag zu den Arbeiten vor dem Sauerland-Museum wird in Kürze vergeben. Die Englische Promenade zum Altbau wird neu gestaltet

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Es gibt auch gute Nachrichten von öffentlichen Bauvorhaben zu vermelden. Diesmal vom Sauerland-Museum, und das gleich im Dreierpack: Die Rohbau-Arbeiten am Neubau an der Ruhrstraße stehen unmittelbar vor der Fertigstellung, im Altbau werden bereits die Böden verlegt und im März beginnen die Arbeiten zur Neugestaltung des Museumshofes, der künftig auch als Veranstaltungsort Ausrufezeichnen im Kulturleben setzen soll.

Der Neubau

Von außen wirken der verschachtelten Baukörper an der Ruhrstraße eher klein, doch geht man durch den Rohbau, stellt sich schnell das Gefühl ein, sich in riesigen Hallen zu bewegen. Denn erst jetzt bekommt man einen richtigen Eindruck von den Ausmaßen der Säle, in denen künftig - modernste Technik macht es möglich - unter anderem hochwertige Ausstellungen präsentiert werden sollen.

Promenade von der Stadt gestaltet

Die Treppen hinauf - die Aufzüge fehlen natürlich noch - gelangt man dann über die Brückenverbindung über die Englische Promenade hinweg in den Altbau. Die Englische Promenade wird übrigens von der Stadt neu gestaltet.

Der Brücke, sagt Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein, komme aber nicht nur eine reine Scharnier-, sondern auch eine werbende Funktion zu. „Passanten unten in der Stadt sollen durch deren große Fensterfront und die Panoramascheibe die Bewegungen im Innern wahrnehmen und so zum Museumsbesuch animiert werden.“

Im Zeit- und Kostenrahmen

Der Baukörper des Neubaus präsentiere sich bereits im wesentlichen so, wie er sich künftig darstellen werde. „Auch die Höhe ist jetzt erreicht.“ Die Rohbauarbeiten ständen damit unmittelbar vor der Fertigstellung, „dann geht es sofort an den Innenausbau“.

Erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass man sich sowohl im Kostenrahmen als auch im Zeitplan bewege. „Finanzielle Überraschungen sind jetzt praktisch ausgeschlossen, denn gut 90 Prozent aller Aufträge sind vergeben, nur noch wenige kleine sind offen. Damit sind keine negativen Ausreißer mehr zu erwarten.“

Neuplanung als Glücksgriff erwiesen

Er persönlich, sagt der Museumsleiter, betrachte den Neubaukomplex als sehr gelungen. So habe sich letztlich die erforderliche Neuplanung nach den Schwierigkeiten mit der ursprünglich geplanten Baugrube durchaus als Glücksgriff erwiesen.

„Denn die Verbindung von Alt- und Neubau mit einer Brücke ist wesentlich attraktiver als die ursprünglich vorgesehene unterirdische Variante.“

Hochwertigen Steinfußböden

Der Neubau soll im Frühjahr 2019 eröffnet werden - mit einer großen Macke-Schau.

Der Altbau

Auch im Landsberger läuft alles wie am Schnürchen: Derzeit verlegen die Arbeiter die Parkett- und hochwertigen Steinfußböden, demnächst rückt die Fachfirma an, die im Untergeschoss die angekündigte steinzeitliche Höhle entstehen lässt.

Museumshof neu konzipiert

Eine Höhle, die in die Zeit versetzt, als die Menschen noch mit Fellschurz und Steinaxt dem Mammut an den Rüssel gingen. „Die Eröffnung des Altbaus erfolgt damit wie geplant in diesem Sommer. Den genauen Termin müssen wir noch festlegen.“

Der Museumshof

Völlig neu konzipiert wird der Museumshof: Die langweiligen Blumenbeete und die Bodenplatten aus 70er-Jahre-Waschbeton verschwinden, der Brunnen - weil beim Aufbau von Bühnen stets im Weg - wird hinter den Hofeingang verschoben. „Wir setzen jetzt im Museumshof moderne Gestaltung gegen die alte Do-it-Yourself-Architektur,“ erklärt Meinolf Menke, der das Projekt Museums-Erweiterung für den Hochsauerlandkreis als Bauträger koordiniert.

Sitzgelegenheiten und flache Treppen

Und die Moderne sieht so aus: Optisch attraktive Sitzgelegenheiten, flache Treppen, die den Hof in mehrere Ebenen auflockern. „Trotz dieser leichten Ebenen ist der gesamte Hof, und damit der Zugang zu Museumscafé und - eingang absolut barrierefrei. Das war für uns immer oberstes Gebot,“ so Menke. Für Grün sorgen ein schlanker Baum mit hoher Krone und Kletterrosen an der Hofseite zum Blauen Haus. Erhalten bleibt der beliebte Rosengarten.

Die Umgestaltung des Innenhofs habe, sagt Jürgen Schulte-Hobein, noch einen weiteren Hintergrund: „Wir wollen diese Fläche künftig verstärkt als Veranstaltungsort nutzen und bereits am 25. August mit einem Konzert der ,CCR Revival Band’ und einem Fest ins kulturelle Leben zurückkehren.“

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