Teatron Theater

Arnsberg: Aus Teatron-Theaterprojekt werden fünf Kurzfilme

Szene aus „La Loba tanzt“: Projektteilnehmerin Pamela Börger mit einer Figur von Heike Wiegand-Baumeister.

Szene aus „La Loba tanzt“: Projektteilnehmerin Pamela Börger mit einer Figur von Heike Wiegand-Baumeister.

Foto: Christian Mono

Arnsberg.  Die Produktion „La Loba tanzt“ des Arnsberger Teatron-Theaters befasst sich mit dem Frausein in der heutigen Gesellschaft.

Da das Arnsberger Teatron Theater das aktuelle Theaterprojekt „La Loba tanzt“ wegen der Coronakrise leider nicht mehr - wie ursprünglich geplant- im April auf der Bühne der Kulturschmiede zeigen konnte, hat das Team um Yehuda und Ulla Almagor gemeinsam mit der Videoproduktionsfirma „Vorzeigekind“ eine Miniserie von fünf Kurzfilmen produziert.

Sie zeigen Ausschnitte aus dem original entwickelten Theaterstück „La Loba tanzt“ – alles gedreht einzeln und coronagemäß auf Abstand in der Kulturschmiede.

Mit einer „Unterstützerkarte“ kann dem Theater in schwieriger Zeit geholfen werden

Da es aber nun wieder möglich ist, Veranstaltungen in einem kleineren Kreis anzubieten, lädt das Teatron Theater herzlich ein zur Premiere der Kurzfilme sowie weiteren Vorführungen ein (siehe Infobox). Nach der Premiere werden die Teatron-Newsletter-Empfänger die Filme übrigens auch online sehen können. Die erforderliche Registrierung ist unter www.teatron-theater.de möglich.

„Die Filme sind grundsätzlich kostenlos,“ so Ursula Almagor. „Wir wären jedoch dankbar, wenn Interessierte eine sogenannte ,Unterstützerkarte’ kaufen würden.“ Diese gibt es in vier Preiskategorien, die natürlich frei wählbar sind - und zwar in den Kategorien 5, 10, 15 oder 20 Euro. Zur letzteren Preisklasse zählt zudem ein Gutschein für ein kunstvoll gestaltetes Theaterplakat.

La Loba, die Wolfsfrau, repräsentiert den Archetypus der wilden Frau

Zum Inhalt: Eine alte Sage der indigenen Völker Nordamerikas erzählt von einer alten Frau, die La Loba – Wolfsfrau – genannt wird. Sie sammelt in den Weiten der Prärielandschaft verblichene Wolfsknochen und erweckt sie wieder zum Leben.

La Loba repräsentiert den Archetypus der wilden Frau, die aus längst Vergessenem, Verlorenem, aus irgendwann einmal Erlebtem, aus Glücksmomenten und aus Traumata etwas Neues schafft. Die all das, was unser Leben bestimmt, neu ordnet und besingt und es so zu neuem Leben erweckt.

Thema ist das Frausein in der heutigen Gesellschaft

In diesem neuesten Teatron-Theaterprojekt „La Loba tanzt“ haben neun Frauen im Alter von 25 bis 80 Jahren im Laufe einiger Monate ihre Erfahrungen mit ihrem Frausein in einer Gesellschaft, in der Frauen nach wie vor um ihre Gleichberechtigung kämpfen müssen, zusammengetragen.

Es sind Monologe und Szenen entstanden, die ein weibliches Selbstbewusstsein voller Stärke und Tatkraft, voller Humor und Selbstironie zeigen, aber auch voller Schmerz und Wut über persönliche Verletzungen und die immer noch bestehenden Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen von Frauen in der heutigen Welt.

Yehuda Almagor: „Ein Appell, zuzuhören“

So wie La Loba in der indigenen Sage alte Wolfsknochen zusammensetzt und sie wieder zum Leben erweckt, so erwecken die Frauen in diesem Theaterprojekt das zum Leben, was ihr Frausein und das Frausein in der Gesellschaft ausmacht.

Yehuda Almagor: „Ein Appell, zuzuhören, mit Herz und Ohr, und zu kämpfen für eine Welt, in der Frauen gleichberechtigt und auf Augenhöhe leben können.“

Yehuda Almagor führt Regie, Ursula Almagor ist die Dramaturgin

Es spielen Pamela Börger, Doris Braukmann, Stefanie Dassel, Britta Ewert, Laura Hahne, Hanna Radischewski, Karola Streitenberger, Jutta Weiß und Heike Wiegand-Baumeister. Regie führt Yehuda Almagor, für die Dramaturgie zeichnet Ursula Almagor verantwortlich.

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