Kunstsommer Arnsberg

Arnsberg: Ein Kunstsommer-Höhepunkt für Musical-Fans

Sängerin Valerie Bruhn (vorn rechts) interpretiert im Arnsberger Sauerlandtheater vorzüglich Musicalhits. Am Flügel: Pascal Schweren, Klarinette spielt Gil Shaked-Agababa.

Sängerin Valerie Bruhn (vorn rechts) interpretiert im Arnsberger Sauerlandtheater vorzüglich Musicalhits. Am Flügel: Pascal Schweren, Klarinette spielt Gil Shaked-Agababa.

Foto: Antje Tetzlaff

Die Künstlerinnen und Künstlern erklärten sich sofort zum Mitwirken bereit.

Arnsberg. Ein Highlight für alle Musical-Freunde fand im Sauerlandtheater statt.

Eine Auswahl unvergesslicher Musical-Melodien interpretierten Valerie Bruhn, Clarissa Bruhn, Lemuel Pitts (alle Gesang), Pascal Schweren (Piano) und Gil Shaked-Agababa (Klarinette). Alle Interpreten sind dem Arnsberger Publikum bereits durch ihren fantastischen Auftritt im vergangenen Kunstsommer bekannt.

Die Künstlerinnen und Künstlern erklärten sich sofort zum Mitwirken bereit

Normalerweise geben die vielseitigen Künstler als Dozierende ihr Wissen und Können an junge Talente in Workshops weiter. Leider musste aufgrund der Coronazeit der beliebte Musical-Workshop in diesem Jahr ausfallen.

Umso mehr freute es das Kunstsommer-Team und das Arnsberger Publikum, dass die Künstler sich sofort bereit erklärten, einen gemeinsamen Musical-Abend im Sauerland-Theater zu gestalten.

Nach nur einer Probe traten sie an diesem Abend auf und waren froh, nach einer langen Pause wieder vor Publikum zu musizieren.

Bekannte und auch weniger bekannte Stücke aus diversen Musicals

Die städtische Kultur-Fachdienstleiterin Kirsten Minkel begrüßte das Publikum (ca. 60 Personen, die nach einem gut durchdachten Hygienekonzept im Sauerlandtheater verteilt wurden) und drückte ihre Freude darüber aus, dass wenigstens im Sauerlandtheater Veranstaltungen stattfinden können.

In verschiedenen Besetzungen trugen die Musiker bekannte und auch weniger bekannte Stücke aus diversen Musicals vor. Sie führten selber durch das kurzfristig zusammengestellte Programm, das aus den Vorschlägen, vor allen der Sängerinnen und des Sängers, zum Teil auch mit eigenen Arrangements beim Einsatz der Klarinette zusammengestellt wurde. Balladen und schnellere Nummern wechselten sich ab.

Das Stück „Pie Jesu“ aus dem Requiem Andrew Lloyd Webbers hob sich besonders ab

Höhepunkte waren die Songs „All I Ask of You“ von Andrew Lloyd Webber aus dem „Phantom der Oper“, „Empty Chairs at Empty Tables“ von Claude-Michel Schönberg aus „Les Miserables“ und „Summertime“ von George Gershwin aus der Oper „Porgy and Bess“ oder „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“.

Dieser Film war ein großer Kinoerfolg und handelt von einem schwedischen Dirigenten, der auf dem Höhepunkt seiner internationalen Karriere ein Burnout erleidet, dann in sein Heimatdorf zurückkehrt und den dortigen Kirchenchor revolutioniert.

Ein Stück hob sich durch seine Gestaltung besonders von den anderen ab: das „Pie Jesu“ aus dem Requiem Andrew Lloyd Webbers, vorgetragen von Clarissa und Valerie Bruhn. Er schrieb es 1984 als Totenmesse im Gedächtnis an seinen Vater.

Pascal Schweren am Klavier begleitete Valerie und Clarissa Bruhn (Mutter und Tochter) und Lemuel Pitts gefühlvoll, aber in seiner Begleitung auch aktiv gestaltend, zum Beispiel durch jazzige Improvisationen. Ergänzt wurden einige Stücke durch die geschickte Integration der Klarinette (Gil Shaked Agababa) in die Arrangements.

Zwei Zugaben und kräftiger Applaus

Zwei Zugaben rundeten den abwechslungsreichen Musicalabend ab. „Thanks A Million“ aus dem Musical „Satchmo“ und „Somewhere Out there“. Zum Schluss bedankten sich die Musiker beim Kulturamt, das ihnen diese Auftrittsmöglichkeit in schwierigen Zeiten ermöglicht hatte.

Auch das Publikum freute sich sehr, endlich wieder ein Konzert direkt erleben zu dürfen und dankte mit kräftigem Applaus.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben