Verkehrsführung

Arnsberg: Einbahnregelung auf Apostelstraße steht im Fokus

Beim Ausfahren aus der Apostelstraße müssen sich Fahrer meist mit schlechten Sichtverhältnissen in Richtung Neumarkt herumplagen.

Beim Ausfahren aus der Apostelstraße müssen sich Fahrer meist mit schlechten Sichtverhältnissen in Richtung Neumarkt herumplagen.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.  Eine Straße - zwei Meinungen. Nun muss erneut der Bezirksausschuss über das Dauerthema Verkehrsführung beraten: am 29. Oktober.

So wie in der engen Apostelstraße sich mitunter Fahrzeuge Stoßstange an Stoßstange gegenüberstehen, so prallen zwei Meinungen in Sachen Einbahnstraßenregelung aufeinander:

Anwohner fordern für die Apostelstraße eine Umkehrung der Fahrtrichtung, die Stadt beharrt dagegen auf dem Status quo. Nun wird das Thema erneut den Bezirksausschuss beschäftigen.

„Unechte“ Einbahnstraßenregelung ist für Anwohner nicht nachvollziehbar

Stein des Anstoßes ist - wie mehrfach berichtet - für einige Anwohner die ihrer Ansicht nach „unechte“ und daher nicht nachvollziehbare Einbahnregelung.

Denn die Apostelstraße kann von der Jäger-/Königstraße zwar eingefahren werden, wird dann aber an der engsten Stelle - wenige Meter vor der Einmündung Alter Markt - zur Einbahnstraße.

Eine „Falle“ für Ortsfremde

Damit werde diese Verkehrsführung besonders für Ortsfremde - wie die immer häufiger anzutreffenden Museumsbesucher - zur „Falle“. Weil diese beim Einfahren in die Apostelstraße davon ausgehen würden, so zum Alten Markt zu gelangen.

Doch dem ist nicht so: Vielmehr müssen die Fahrzeuge in diesem Engpass vorbei an dort parkenden Anwohner-Pkw zurückgesetzt und dann gewendet werden. Bei diesen Manövern sei aber immer wieder eine Verunsicherung bei den Fahrern zu erkennen. Besondern bei denen der breiten SUVs.

Einfahrt in die Königstraße aufgrund schlechter Sichtverhältnisse nicht unproblematisch

Der zweite Knackpunkt: Das Ausfahren von der Apostel- in die Jäger-/Königstraße sei nicht unbedingt ein Kinderspiel, weil der aus Richtung Neumarkt fließende Verkehr aufgrund der dort ständig parkenden Fahrzeuge nicht einzusehen sei.

So müsse man sich in diese Hauptverkehrsstraße regelrecht hineintasten. Dennoch komme es dort bei aller Vorsicht immer wieder zu brenzligen Situationen. Zumal sich nicht alle Fahrer an die in der Königstraße vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h halten würden.

Teile der Anwohner halten Umkehrung der Einbahnregelung für sinnvoll

Anwohner betrachten daher die Gesamtsituation auf der Apostelstraße als unglücklich und fordern klare Verhältnisse: Einfahrt in die Altstadt über die Apostel-, Ausfahrt über die nahe Apothekenstraße.

Also eine Umkehrung der Einbahnregelung auf diesen beiden Straßen. Wie in „grauer Vorzeit“ und zuletzt baustellenbedingt schon praktiziert.

Steinweg würde entlastet

Eine solche Regelung hat nach Anwohner-Meinung noch weitere Vorteile:

Die am Alten Markt ansässigen Gastronomie- und Hotelbetriebe könnten direkt angefahren und der Steinweg so von unnötigem Verkehr befreit werden. Grundsätzlich sei auch die breitere Ausfahrt über die Apothekenstraße deutlich sicherer - weil an der Einmündung die Sicht auf Jäger-/Königstraße um Längen besser sei.

Stadtverwaltung sieht keinen Handlungsbedarf für eine Änderung der Verkehrsregelung

Doch die Verwaltung wird dem Bezirksausschuss empfehlen, die aktuelle Regelung beizubehalten. „Denn unsere Idee ist, die über den Steinweg einfahrenden Autos wieder kurzfristig über die Apostelstraße aus der Altstadt abzuleiten und so den Verkehr auf dem Alten Markt zu reduzieren,“ erklärte Planungsdezernent Thomas Vielhaber.

Zumal den aus Richtung Jäger-/Königstraße anrollenden Fahrzeugen so das schnelle Erreichen des Parkplatzes an der Apostelstraße ermöglicht werde. „Und würde man die Einbahnregelung umdrehen, müssten die vom Parkplatz wieder abfahrenden Autos dann immer über den Alten Markt zurück.“ Was dort den Verkehrsdruck erhöhen würde.

Stadt will prüfen, ob das Einbahnstraßenschild verrückt werden muss

Allerdings, räumt Vielhaber ein, sei zu prüfen, ob vielleicht das Einbahnstraßenschild kurz vor der Einmündung in den Alten Markt nicht zu weit oben in der Apostelstraße stehe. „Vielleicht kann man die Beschilderung etwas zurücknehmen, damit niemand in zurücksetzen muss, sondern sofort in der Parkplatzeinfahrt wenden kann.“

Zudem werde man auch die Einmündung Apostel-/Königsstraße genauer unter die Lupe nehmen. Um zu schauen, ob die Sichtverhältnisse dort zwecks Erhöhung der Verkehrssicherheit zu verbessern sind.

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