Digitalpakt

Schule: Arnsberg erhält Förderzusage für Digitalpakt-Mittel

Schülerinnen und Schüler sowie die Schulen der Stadt Arnsberg dürfen sich freuen: Das erste Geld für neue Präsentationsmedien, Router und WLAN-Komponenten ist da.

Schülerinnen und Schüler sowie die Schulen der Stadt Arnsberg dürfen sich freuen: Das erste Geld für neue Präsentationsmedien, Router und WLAN-Komponenten ist da.

Foto: Armin Weigel / dpa

Arnsberg.  Geld für Digitalisierung der Arnsberger Schulen: Offizielle Übergabe des ersten Zuwendungsbescheides durch Staatssekretär Richter ist erfolgt.

Wichtiger Termin für die Schülerinnen und Schüler sowie die Schulen der Stadt Arnsberg: Am Mittwoch überreichte der eigens aus dem Ministerium für Schule und Bildung NRW angereiste Staatssekretär Mathias Richter den erhofften Zuwendungsbescheid in einer Höhe von 213.255 Euro für die Finanzierung zahlreicher neuer Präsentationsmedien, Router und WLAN-Komponenten. „Das ist ein erster Baustein“, freut sich Arnsbergs Bürgermeister Ralf Bittner. Die städtische Projektleiterin für den digitalen Ausbau der Schulen, Esther von Kuczkowski, spricht von einem „ersten wichtigen Schritt“.

Entgegen genommen wurde das bedeutsame Dokument von Bürgermeister Ralf Paul Bittner und seiner Projektgruppe „Digitalisierung von Schulen“. Staatssekretär Mathias Richter: „Beste Bildung braucht beste Bedingungen. In einer digitalisierten Welt kann zeitgemäßer Unterricht nur gelingen, wenn auch die Schulen zeitgemäß ausgestattet sind. Es ist gut, dass die Schulträger bei dieser wichtigen Aufgabe die umfangreiche Unterstützung von Bund und Land annehmen. Die Vielzahl eingereichter und bereits bewilligter Förderanträge aus dem ‚Digitalpakt Schule‘ zeigt, wie hier in Arnsberg: Die Aufholjagd für zeitgemäße Bildung ist in vollem Gange.“

Projektgruppe setzt Digitalisierung in Schulen um

Seit Freigabe der Schulträger-Budgets aus dem Digitalpakt am 4. September 2019 arbeitet eine multiprofessionelle Projektgruppe zur Steuerung des Projektes „Digitalisierung in Schulen“ nun mit Hochdruck an der Umsetzung des Arnsberger Medienentwicklungsplans. Innerhalb des Investitionsrahmens wurden Ausstattungsgespräche mit allen Schulen geführt, daraus Beschaffungslisten für das erste Jahr abgeleitet, Vergabeverfahren zur öffentlichen Ausschreibung für digitale Arbeitsplätze wie PCs, Notebooks, Tablets und Peripheriegeräte durchgeführt und parallel der Förderantrag zum Digitalpakt gestellt. „Wir haben uns gut in Zusammenarbeit mit den Schulen vorbereitet“, sagt Esther von Kuczkowski. Dazu habe habe auch die Vorbereitung der Pädagogen auf das digitale Arbeiten gezählt. Die Stadt Arnsberg hat mit kommunalen Mitteln Fortbildungen organisiert, „damit die Lehrer überhaupt wissen, worüber wir sprechen“. Zudem habe es Pilotschulen wie die Grundschule Bergheim gegeben, in denen das Arbeiten mit der Ausstattung bereits ausprobiert worden sei, um Erfahrungen mit Endgeräten und Konzepten zu sammeln.

Bürgermeister Ralf Paul Bittner betont, dass es dazu von Seiten der Stadt zusätzlicher Kraftanstrengungen bedarf: „Das Projekt„Digitalisierung von Schulen“ bindet außerordentliche Personalressourcen und braucht im Schulbereich zusätzliche Management- und IT-Kompetenzen. Das muss anerkannt werden und deshalb geht mein Dank gerade auch an die Projektgruppe ‘Digitalisierung von Schulen’.“ Bittner freut sich ausdrücklich, dass die Politik in der Stadt konsequent hinter den Plänen stehe. „Wir haben den digitalen Ausbau der Schulen immer ganzheitlich gedacht“, so Bittner, der mehrfach ausdrücklich auch die Vorarbeit seines Vorgängers Hans-Josef Vogel lobte.

Projektleiterin Esther von Kuczkowski erklärt: „Wir sind froh darüber, dass unser Antrag über den Jahreswechsel so zügig bearbeitet wurde und der Teil der Arnsberger Beschaffungsliste, der sich aus der ersten Fördersäule ‘IT-Grundstruktur’ der Bundesmittel finanzieren ließ, nun realisiert werden kann.“ Die Stadt bedankt sich hierbei ausdrücklich für die Unterstützung durch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Gigabit.NRW der Bezirksregierung.

Die Stadt Arnsberg erhält nunmehr Fördermittel in Höhe von 213.255 Euro aus ihrem zugewiesenen Digitalpakt-Budget von insgesamt rund 2,4 Millionen Euro. Mit dem geforderten zehnprozentigen städtischen Eigenanteil von 23.695 Euro und weiteren 310.000 Euro kommunalen Mitteln aus dem 2019er Haushalt investiert die Stadt Arnsberg somit insgesamt 546.950 Euro im ersten Schritt in ihre Schulen.

Verwendung der Fördergelder

Ein erster Roll-Out der Hardware in die Schulen wird noch in diesem Quartal gestartet und bis Ende des Schuljahres mit der Montage der Präsentationsmedien in den Klassen- und Fachräumen der Schulen abgeschlossen. Danach folgen weitere Ausstattungsphasen innerhalb des bis 2023 angelegten Investitionsplans. Ein Großteil der Mittel aus dem Digitalpakt für Arnsberg wird zudem in die Ertüchtigung der strukturierten Vernetzung und in den flächendeckenden Ausbau des schulischen WLAN fließen, so die Strategie der Stadt. Diese gigabitfähige Inhouse-Verkabelung der Schulen soll durch die Anbindung an das Breitbandnetz die Umsetzung des digitalen Unterrichts ermöglichen. Darüber hinaus ist es Ziel des dem Rat vorgelegten und von ihm beschlossenen Medienentwicklungsplans, in allen Klassen- und Fachräumen ein zeitgemäßes digitales Präsentationsmedium zu installieren und dieses über entsprechende mobile Endgeräte anzusteuern. Dabei wird die Finanzierung der mobilen Endgeräte für Schüler und Lehrer aus kommunalen Investitionsmitteln sichergestellt.

Auf diese Weise will Arnsberg die Bedingungen für kollaboratives, ortsunabhängiges Arbeiten und Präsentieren in Richtung digitaler Klassenzimmer ausbauen.

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