Kinderstadt

Arnsberg: Ferienaktionen der Stadt kommen sehr gut an

„Volle Kanne Superhelden“ hieß es beim Kinderstadt-Auftakt in der Arnsberger Fröbelschule. Auch dort gab es ein volles Haus.

„Volle Kanne Superhelden“ hieß es beim Kinderstadt-Auftakt in der Arnsberger Fröbelschule. Auch dort gab es ein volles Haus.

Foto: Franziska Richter / WP

Arnsberg.  Die 13. Auflage der „Kinderstadt“ begeistert junge Teilnehmer. Auch die Jugendwaldwoche kann nach Anlaufschwierigkeiten punkten.

Die Sommerferien biegen auf die Zielgerade ein – Zeit für eine Bilanz der Aktionen, mit denen die Stadt Arnsberg Kindern und Jugendlichen die Freizeit „vergoldet“ hat. Die genaue Auswertung der beiden „Kinderstadt“-Angebote und der Jugendwaldwoche 2019 stehen zwar noch aus, weil ein Teil der Organisatoren derzeit Urlaub macht, doch schon jetzt steht fest: Es war erneut eine „runde Sache“, und im Sommer 2020 heißt es: „Fortsetzung folgt“.

Das gilt auch mit Blick auf die fünf Tage im Jugendwaldheim Obereimer gleich zu Beginn der Ferien:

Zunächst hatte die „Jugendwaldwoche“ in Reihen der Zielgruppe ein wenig schleppend Interesse gefunden; obwohl die zweite Auflage erstmals „mit Übernachtung“ lockte. Oder war genau das eine Hemmschwelle? Jedenfalls habe ihm eine besorgte Mutter am Telefon erklärt, ihr Sohn traue sich nicht, „auswärts“ zu schlafen, berichtet Wolfgang Mosters. Mit Blick auf die Teilnehmer im Alter von 12 bis 14 Jahren habe ihn das ein wenig verwundert, so der Mitarbeiter des Familienbüros, der schließlich aber doch 25 „Waldbegeisterte“ begrüßen durfte, darunter etwa zur Hälfte Mädchen. Von vier Betreuern optimal begleitet, erlebte die Gruppe dann von Montag bis Freitag intensive Tage in der Natur. Mit dem Bulli ging es tief in den heimischen Forst, wo Waldarbeitern beim Holzeinschlag auf die Finger geschaut wurde; ein Besuch der Bilsteinhöhle mit anschließendem Abstecher zur Luchs-Fütterung war ein weiterer Höhepunkt. Grillabend und das Schnitzen eines Spazierstocks rundeten die naturnahe Ferienwoche ab.

Am Ende waren alle begeistert – und einer dritten Auflage steht nichts im Wege.

„Vorausgesetzt, die Verwaltungsspitze stimmt zu, möchten wir 2020 zum dritten Mal eine Jugendwaldwoche anbieten“, sagt Wolfgang Mosters – mit einem ähnlichen, nachhaltigen Programm und – bei reger Nachfrage – erweiterten Kapazitäten (dieses Jahr standen 30 Plätze zur Verfügung, in Obereimer hätten bis zu 60 Jugendliche Platz).

Selbstläufer Kinderstadt

„Traditionell“ völlig ausgeschöpft sind die Kapazitäten der Kinderstadt, die schon zum 13. Mal über die Bühne ging, dieses Mal als Doppelveranstaltung an der Arnsberger Fröbelschule (Thema: „Volle Kanne Superhelden“) und in Moosfelde (abenteuerliche Piratentage mit „Holzbein, Augenklappe, Enterbeil und Messer“). Rund 100 Kinder genossen eine Woche lang das Leben als Freibeuter, etwa ein Viertel von ihnen war sogar 14 Tage dabei. Schießen mit Kanonen oder Rattenweitwurf? Käpt’n Black und Kombüsen-Elli machten es möglich. Die beiden „Profi-Piraten“ bereicherten das Programm ebenso wie die jungen Gruppen-Betreuerinnen, die frische, eigene Ideen einbrachten. „Alles ist toll gelaufen“, freut sich Peggy Höpfner-Braatz vom Familienbüro, die ausdrücklich die Teamarbeit der Moosfelder Organisatoren und Begleiter lobt. Höhepunkt der Piratentage war der Ausflug auf den Möhnesee, wo die Nachwuchs-Seeräuber nicht nur das Ausflugsschiff MS Möhnesee enterten, sondern auch einen süßen Schatz erbeuteten.

Ein Schatz für alle jungen Arnsberger ist die Kinderstadt – und soll es auch bleiben: Zeitnah nach den Ferien startet die Planung der 14. Auflage. „Trotz Routine viel Arbeit“, sagt Peggy Höpfner-Braatz. Aber eine – die richtig viel Spaß macht...

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