Coronavirus

Arnsberg: Gastronom reagiert auf neue Corona-Regeln

Wer im Restaurant falsche Kontaktdaten angibt, soll härter bestraft werden.

Wer im Restaurant falsche Kontaktdaten angibt, soll härter bestraft werden.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Arnsberg.  Arnsbergs Gastronomen-Sprecher Dietmar Wosberg warnt: Die kalte Jahreszeit könnte für einige Betriebe existenzbedrohend werden.

Die neuen Corona-Regeln betreffen vor allem Gastronomen: Wer sich beim Restaurant -oder Cafébesuch nicht an die Regeln hält und statt seiner tatsächlichen Kontaktdaten einen Fantasienamen angibt, soll in Zukunft 50 Euro Strafe zahlen.

Außerdem sollen Feiern im öffentlichen Raum auf maximal 50 Personen beschränkt werden, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner auftreten – das haben Ministerpräsidenten und Kanzlerin beschlossen.

Kaum Ärger mit Fantasienamen

In Arnsberg werden die neuen Regeln nach Einschätzung von Dietmar Wosberg zumindest vorerst keine starken Auswirkungen haben: „Wir haben hier hauptsächlich Stammkundschaft, da gibt es in der Regel keine Probleme“, sagt der Vizepräsident des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in NRW.

„Außerdem – wie soll jemand nachverfolgt werden, der einen falschen Namen angeben hat?“, fragt Wosberg. Dass ein Gast sich als „Lothar Matthäus“ oder „Mickey Mouse“ registriert, von solchen Fällen habe er von seinen Kollegen im Umkreis bisher nichts gehört.

Und auch von der Marke der 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sind die Menschen im Hochsauerlandkreis aktuell weit genug entfernt. Dennoch blickt Wosberg mit Sorge auf die kommenden Monate: „Im Herbst und Winter wird es hart für die Gastronomie.“

Wenn Biergärten als Ausweichfläche entfielen, Firmen keine Weihnachtsfeiern veranstalteten und die Menschen Restaurantbesuche meiden, dann könne das vor allem die Existenz kleiner und mittlerer Betriebe bedrohen.

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