Heimatbund Arnsberg

Arnsberg: Heimatbund bekommt Gemälde aus Krumme-Nachlass

Bildübergabe: Achim Reuber, Reubers früherer Mitschüler am Laurentianum, Rolf Brand, und Heimatbund-Vorsitzender Werner Bühner (von links).

Bildübergabe: Achim Reuber, Reubers früherer Mitschüler am Laurentianum, Rolf Brand, und Heimatbund-Vorsitzender Werner Bühner (von links).

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.  Der bekannte Arnsberger Fotograf war auch ein leidenschaftlicher Maler. Sein Sohn übergab jetzt zwei Gemälde aus dem Nachlass.

Der Arnsberger Heimatbund hat zwei Gemälde aus dem Nachlass des Fotografen Richard Krumme (1909–2003) als Dauerleihgabe erhalten. Die Bilder, abgebildet sind die Rüdenburg und der Glockenturm mit Altstadt, wurden im Klosterbierkeller von Krummes Sohn Achim Reuber (69) aus Ahrensburg bei Hamburg an Heimatbund-Vorsitzenden Werner Bühner übergeben.

Richard Krumme ist vielen Arnsbergern noch als Fotoexperte und Reporter für die Westfalenpost bekannt. Der gebürtige Köthener lebte später in Leipzig, wo er ein Stipendium an der dortigen Kunstakademie bekam. Dessen Vater, Schlosser im Schiffsbau, wollte allerdings, dass sein Sohn einen Handwerksberuf erlernte.

„Mein Vater war nicht nur Fotograf, sondern auch ein leidenschaftlicher Maler“

So besuchte Richard Krumme eine Fotografenschule, seine Liebe habe aber neben dem Fotografieren immer der Malerei gegolten, wie Sohn Achim Reuber erzählt: „Mein Vater war nicht nur Fotograf, sondern auch ein leidenschaftlicher Maler, besonders liebte er den Impressionismus“.

1959 eröffnete Richard Krumme am Brückenplatz ein Fotogeschäft, einige Jahre später erfolgte der Umzug an die Hellefelder Straße neben das ebenfalls längst verschwundene „Hotel Plesser“ unweit der Johanniskapelle. Bedeutende Markennamen wie Perutz, Agfacolor oder Kodachrome zeichneten in dieser Zeit die heute sogenannte „Analog-Fotografie“ aus.

Anfang der 1970er Jahre wird das Arnsberger Fotogeschäft geschlossen

Aufgrund der ständig größer werdenden Konkurrenz durch Fotoriesen wie Porst und Quelle war das Geschäft Anfang der 1970er Jahre dann nicht mehr rentabel und Richard Krumme wurde Fotograf beim Vermessungsamt der Bezirksregierung. Dort war er verantwortlich für die Reproduktion von Luftaufnahmen zur Herstellung von Katasterkarten.

Aber die Malerei hat ihn nie losgelassen. Schon in jungen Jahren hatte er Bücher, Biografien und Bildbände über bedeutende Künstler gesammelt.

Auch Porträts von Arnsberger Stadtgrößen gemalt

Die Palette seines Wirkens war groß: Mal waren es Landschaftsbilder und Stadtansichten mit Ölfarbe auf Leinwand, mal Porträts mit Zeichenkohle und Bleistift von heimischen Politikern oder bekannten Arnsbergern.

Sohn Achim weiß noch wie heute, dass zahlreiche bekannte Stadtgrößen ein Portrait bei seinem Vater in Auftrag gegeben haben: „Wenn die Bilder dann fast fertig waren, kamen die Leute zu uns nach Hause, um noch die Feinheiten zu besprechen“. Hier sei es dann oft um Frisur oder Nasenform gegangen.

Bilder werden an einem geeigneten Platz aufgehängt

Wo nun die beiden Gemälde von Richard Krumme letztendlich in Arnsberg verbleiben werden, das ist noch nicht sicher. Auf jeden Fall, so verspricht Werner Bühner, werden sie an einem geeigneten Platz aufgehängt.

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