Häusliche Pflege

Arnsberg: Jede Pflegekraft mit Corona-Test vor Einreise

Keine Berührungsängste auch in Zeiten von Corona: Bei Promedica Hochsauerland sind Coronatests für das gesamte Personal obligatorisch, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.

Keine Berührungsängste auch in Zeiten von Corona: Bei Promedica Hochsauerland sind Coronatests für das gesamte Personal obligatorisch, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.

Foto: Jens Boesenberg / WP

Arnsberg/Hochsauerlandkreis.  Promedica Plus Hochsauerland mit Sitz in Arnsberg setzt auf Höchstmaß an Sicherheit für Kundschaft und Personal.

Steigende Infektionszahlen, wachsende Sorge um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus – vor allem in Reihen von Risikogruppen: Von der „Coronafront“ kommen derzeit alarmierende Nachrichten. Wer im Hochsauerland auf Pflege angewiesen ist und dabei Hilfe aus dem Ausland in Anspruch nimmt, dürfte darum bei dieser Info aufhorchen: Die Promedica-Gruppe, Spezialist für Betreuung alter und hilfebedürftiger Menschen in häuslicher Gemeinschaft, führt ab sofort Corona-Tests für all ihre nach Deutschland einreisenden Betreuungskräfte ein.

„Wir brauchen 100-prozentige Sicherheit für unsere Kundschaft in Deutschland, aber auch für unsere Alltagsbetreuer/-innen selbst. Daher führen wir eine verbindliche und lückenlose Corona-Testung unter 48 Stunden vor der Einreise ein“, sagt Lothar Kramer. Der Inhaber von Promedica Plus Hochsauerland mit Sitz in Arnsberg betreut im HSK eine ständig wachsende Zahl hilfebedürftiger Menschen, die aber noch im eigenen Haushalt leben.

Damit keine Pflegekraft das Virus in heimische Haushalte trägt, transportiert die Promedica-Gruppe schon seit Beginn der Pandemie ihre Betreuungskräfte aus Polen, Bulgarien und Rumänien allesamt in gründlich desinfizierten Kleinbussen der firmeneigenen Flotte von und nach Deutschland – bei rund 8000 Mitarbeiter/-innen eine logistische Herausforderung, die durch die nun veranlassten Testungen noch weiter wächst.

Doch die Sicherstellung der Hilfe- und Versorgungsleistungen vor Ort – auch im Sauerland, genieße höchste Priorität: „Und dabei geben uns die Corona-Tests ein Höchstmaß an Sicherheit“, sagt Kramer. „Wir sind die ersten und bisher einzigen, die das flächendeckend so organisiert bekommen“, ergänzt der Arnsberger, dessen örtliche Niederlassung nahezu jede Woche im Sauerland neue Starts oder Wechsel von Betreuungskräften organisiert.

Prozedere des Testverfahrens

Womit wir beim „Prozedere“ des Testverfahrens angelangt wären:

Die Tests werden in den Herkunftsländern der Pflegekräfte durchgeführt. Die Testresultate sind höchstens 48 Stunden alt (vor der Einreise); Zusammenarbeit mit einer „großen, flächendeckend vertretenen Laborkette“ ist Garant für ordnungsgemäße Durchführung. Getestet wird bei jeder Neuanreise sowie bei Wechseln mit Anreise.

Meist sechs bis acht Wochen sei sein Personal im Hochsauerland vor Ort, erklärt Lothar Kramer. Danach sei eine Erholungsphase ratsam, außerdem gebe es sonst eine zu lange Trennung der Pflegekräfte von ihren Familien. Damit sich Betreute nicht ständig an neue Gesichter gewöhnen müssen, hat Promedica Plus Hochsauerland feste „Tandem-Teams“ gebildet.

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