Kunstsommer Arnsberg

Arnsberg: Lebendig-bunter Kunstsommer mit „Zwischentönen“

Macher und Sponsoren des Kunstsommers 2019.

Macher und Sponsoren des Kunstsommers 2019.

Foto: Achim Gieseke

Arnsberg.  Der Arnsberger Kunstsommer 2019 hat viel Aufregendes, Spannendes und Bewährtes im Gepäck. Und so einige Überraschungen für die Besucher.

„Zwischentöne“. Das sind die ganz feinen, oft erst beim zweiten Hinsehen und Hinhören zu entdeckenden Dinge, die meist gegen den Strich bürsten und einer Veranstaltung die rechte Würze geben, für nachdenkliche Momente sorgen und eine neue Sicht eröffnen. Wie im Arnsberger Kunstsommer 2019, der zu Recht in diesem Jahr unter dem Titel „Zwischentöne“ firmiert.

Offizielle Eröffnung ist am Sonntag, 18. August, aber der „laute, originelle, tanzbare und feierbare“ Auftakt, so Andreas Witte vom Kulturbüro, bereits zwei Tage zuvor an den Ruhrterrassen mit dem Warm-Up „Aufglauft“.

Emotionale Zwischentöne bringen Nachdenklichkeit in den Kunstsommer

Doch zu den Zwischentönen, der etwas anderen Kunst. Dafür sorgt zum Beispiel die mit dem NRW-Jugendkulturpreis 2018 ausgezeichnete Ausstellung „Opfer der Möhnewiesen“ von Schülern des Neheim St. Ursula Gymnasiums, die im Blauen Haus von den vergessenen Schicksalen der Zwangsarbeiterinnen erzählt, die 1943 in der schrecklichen Möhneflut ums Leben kamen.

„Das ist sehr emotional,“ sagt Petra Schmitz-Hermes vom Kunstsommer-Sponsor Sparkasse Arnsberg-Sundern. „Man guckt, liest und ist emotional geflasht.“ Oder, wie es Kirsten Minkel formuliert: „Die Zwischentöne bringen Nachdenklichkeit in den Kunstsommer.“

Nur ein Beispiel von vielen Projekten, die „Zwischentöne“ in das sonst locker-flockige, die Stadtatmosphäre positiv prägende Kunstsommer-Erleben einbringen.

Kunstsommer macht Arnsberg zu einem lebendigen und bunten Ort

Denn der Kunstsommer, das versprechen Kulturbüro-Leiterin Kirsten Minkel und ihr fleißiges Organisationsteam, wird auch in diesem Jahr wieder Arnsberg in einen lebendigen und bunten Ort der Begegnung, der Diskussion, des Erlebens und der Leichtigkeit verwandeln. Und der plötzlichen Überraschungen. Denn von denen, so Minkel, wird es so manche geben.

Sauerland-Theater wird zu einem Kreativ-Schwerpunkt

Wichtige Säulen des Kunstsommers, der vom 18. bis 25. August läuft, sind aber auch in diesem Jahr die vielfältigen Ausstellungen an meist spannenden Orten und die auch international nachgefragten Musik-Workshops in Klassik und Jazz. „Besonders die Klassik ist seit langer Zeit ein Knaller,“ weiß Kirsten Minkel.

Eine ganz besondere Rolle kommt neben den Ruhrterrassen übrigens dem Sauerland-Theater zu, das nach dreijähriger Auszeit, bedingt durch einen Wasserschaden, endlich wieder zur Verfügung steht und zu einem Kreativ-Schwerpunkt des Kunstsommers wird.

Kammerkonzert diesmal vor großem Publikum im Sauerland-Theater

Zum Beispiel durch das geschätzte, stets stark nachgefragte Kammerkonzert. „Da der Rittersaal im Alten Rathaus sanierungsbedingt ausfällt, wird es im Sauerland-Theater stattfinden,“ so Minkel im Rahmen einer Pressekonferenz.

Was den Vorteil habe, dass man niemanden mehr zurückschicken müsse, „weil so ausreichend Plätze zur Verfügung stehen.“ Und um das Theater herum werden sich viele Freiluft-Workshops und andere Aktionen gruppieren.

Schon 300 Meldungen für die rund 40 Workshops

In diesem Zusammenhang lobte der zuständige Fachbereichsleiter Peter Kleine das große Engagement des Kulturbüro-Teams, das in der Zeit der Theater-Schließung immer wieder kreative Lösungen gefunden habe, um Veranstaltungen nicht ausfallen zu lassen.

Noch einige Zahlen: Für die rund 40 Workshops, so Ute Vollmer (Kulturbüro), haben sich bereits 300 Teilnehmer angemeldet. „Damit liegen wir auf dem Niveau der Vorjahre,“ freute sich Kirsten Minkel. Und erfahrungsgemäß sei noch mit vielen Kurzentschlossenen zu rechnen.

Diesmal kein verkaufsoffener Sonntag im Rahmen des Kunstsommers

Übrigens: Einen verkaufsoffenen Sonntag wird es im Rahmen des Kunstsommers nicht geben. Weil sich die zahlreichen Veranstaltungen über Arnsberg verteilen und sich daher nicht an einem Schwerpunkt - so die Vorgabe des Gesetzgebers - verorten lassen.

Das komplette Kunstsommer-Programm findet sich unter www.kunstsommer-arnsberg.de

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