Hochwasser

Arnsberg: Nach Flutwelle nun Welle der Hilfsbereitschaft

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Rad- und Fußwege entlang der Ruhr sind durch das Hochwasser großflächig überschwemmt worden, die Technischen Dienste Arnsberg sind dabei, entstandene Verschmutzungen zu beseitigen.

Rad- und Fußwege entlang der Ruhr sind durch das Hochwasser großflächig überschwemmt worden, die Technischen Dienste Arnsberg sind dabei, entstandene Verschmutzungen zu beseitigen.

Foto: Wolfgang Becker / WP

Arnsberg.  Stadt Arnsberg bedankt sich bei Bürger/-innen für deren großes Engagement bei der Flutopferhilfe. Bitte keine Sachspenden mehr sammeln.

Nach der gemeinsamen Video-Schalte der Bürgermeister Klaus Rainer Willeke und Ralf Paul Bittner am Dienstagabend suchen beide Kommunen weiterhin den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Mit großem Erfolg, denn die Hochwasser-Folgen haben „eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft unter den Arnsbergern ausgelöst“, wie die Arnsberger Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung freudig verkündet: Die Stadt bedankt sich „für das großartige Engagement, dass sich inzwischen zum Spendensammeln entwickelt hat“. Dieses Engagement ist, Stand Mittwoch, so groß, dass vorerst keine weiteren Sachspenden angenommen werden können. Weitere Info im Überblick:

Sachspenden

Die Lager der örtlichen Sammelstellen sind voll, so dass vorerst keine weiteren Sachspenden angenommen werden können. Auch die zunächst letzte Sammlung in Arnsberg – bei der Schützenbruderschaft Neheim am Montag – war gut besucht: Die gesammelten Sachspenden gelangen noch in dieser Woche mit Unterstützung der Bundeswehr in die betroffenen Gebiete. „Die Stadt organisiert aktuell Transportmöglichkeiten und Kontakte in betroffene Regionen“, so Ramona Eifert, „weil nicht alle Krisenorte derzeit Spenden annehmen können, werden die Hilfsgüter voraussichtlich nach und nach verteilt.“

Kurzfristig möglich sei die Verteilung im Stadtgebiet Arnsberg: „Wer Menschen kennt, die aufgrund der Hochwasserfolgen mit Sachspenden unterstützt werden können, meldet sich bitte über das Hilfeformular unter www.arnsberg.de/hochwasserhilfe.Spendensammlungen“, so die Pressesprecherin der Stadt Arnsberg weiter.

Helfer gesucht

Um die vielen Kisten, die im Moment noch an verschiedensten Sammelpunkten im Stadtgebiet stehen, in ein zentrales Zwischenlager zu bringen, werden Helfer/-innen benötigt, die – ab sofort und zeitlich flexibel – beim Be- und Entladen der Transporter mit anpacken. Freiwillige melden sich bitte ebenfalls über das Formular www.arnsberg.de/hochwasserhilfe und wählen die Option „beim Be- und Entladen helfen“ aus. Dabei bitte unbedingt eine Rückrufnummer hinterlassen.

Geldspenden

Finanzielle Unterstützung bleibt weiterhin wichtig. Der Caritasverband Arnsberg-Sundern unterstützt die Bürgerinnen und Bürger an Ruhr, Möhne und Röhr gemeinsam mit den Städten und der WP, sammelt Spenden, die zielgerichtet eingesetzt werden sollen. Spendenkonten und weitere Info:

– Die Städte Arnsberg und Sundern stehen im direkten Kontakt mit dem Caritas-Verband Arnsberg-Sundern und bitten zusammen mit dem Caritasverband um Geldspenden auf ein Caritas-Verbands-Konto. Im Rahmen der Aktion „WP hilft Flutopfern“ unterstützt die Westfalenpost die Spendenaktionen für die Hochwasseropfer und verschafft ihnen Reichweite durch Berichterstattung: wp.de/wp-hilfsaktion

– Der Caritas-Verband Arnsberg-Sundern bittet um Spenden auf folgende Konten: Caritasverband Arnsberg-Sundern bei der Sparkasse Arnsberg-Sundern;
IBAN: DE50 4665 0005 0001 0000 66 BIC: WELADED1ARN; Stichwort: Hochwasser­opfer
Caritasverband Arnsberg-Sundern bei der Volksbank Sauerland eG;
IBAN: DE03 4666 0022 0113 7084 00; BIC: GENODEM1NEH; Stichwort: Hochwasseropfer.


Überflutungen/Sperrungen

Die Rad- und Fußwege entlang der Ruhr sind durch das Hochwasser großflächig überschwemmt worden. Zurückgebliebener Unrat, Schotter und Schlamm machen die Wege zurzeit nicht befahr- oder begehbar. Deshalb müssen die Wege entlang der Ruhr vorerst gesperrt bleiben, bis die Technischen Dienste Arnsberg alle Verschmutzungen beseitigt haben.

„Mehrere Teams sind zurzeit im Einsatz, um im Stadtgebiet Säuberungsarbeiten, Schadensbehebungen und Fahrbahnreinigungen vorzunehmen“, teilt Ramona Eifert mit. Die Reinigungsarbeiten seien aufwendig, da es in vielen Fällen mehrerer Arbeitsgänge bedarf, bis die Verschmutzungen vollständig entfernt sind. Die jeweiligen Stellen werden nach Priorität abgearbeitet. „Nach Möglichkeit sollen die Fuß- und Radwege an der Ruhr im Laufe der Woche wieder nutzbar sein. Die Stadt Arnsberg bittet um Verständnis“, so die Sprecherin.

Dank den Sammlern

Sammlungen wurden kurzfristig auf die Beine gestellt und unterstützt u.a. durch Edeka Biggermann, Elektro Jörg Schmidt, August Schlicker GmbH, Schützenbruderschaft St. Hubertus „Muffrika“, Gebro Herwig, Parkett Sapp, Sicherheitsdienst Grossmann, Landessportbund, die Tafel, Kolpingsfamilie, Schützenbruderschaft St. Maria Magdalena Bruchhausen, SPD-Ortsverein Bruchhausen, Schützenbruderschaft Holzen, Tambourcorps der Arnsberger Bürgerschützengesellschaft, Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist Neheim, Aland Bedachungen, Firma Meinolf Driller, DRK sowie zahlreiche weitere Freiwillige.

Dank gilt auch den Schützenbruderschaften St. Hubertus Breitenbruch und St. Stephanus Niedereimer, die Lagerflächen zur Verfügung gestellt haben.

Weitere Informationen gibt es online unter folgender Adresse: https://www.arnsberg.de/hochwasserhilfe/

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