Willy Hesse ist Ehrenbürger

Arnsberger Neujahrsempfang: Sorge um den Ehrenbürger

Bürgermeister Ralf Paul Bittner mit dem neuen Ehrenbürger Willy Hesse und den Geehrten.

Bürgermeister Ralf Paul Bittner mit dem neuen Ehrenbürger Willy Hesse und den Geehrten.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.  Gesundheitlich angeschlagener Willy Hesse wird beim Neujahrsempfang im Sauerlandtheater zum Ehrenbürger der Stadt Arnsberg ernannt.

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Die Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Stadt Arnsberg an Willy Hesse war Höhepunkt des Neujahrsempfangs im Sauerlandtheater. Der von Krankheit gezeichnete 77-jährige langjährige Präsident der Handwerkskammer Südwestfalen erhielt diese Auszeichnung vor großem Publikum. Später musste er die Veranstaltung nach einem Schwächeanfall aus gesundheitlichen Gründen mit einem Rettungswagen verlassen.

Die nach einem Wasserschaden vor einigen Monaten grundsaniert und modernisiert wiedereröffnete Veranstaltungsstätte war bis auf den letzten Platz gefüllt. „Ohne Willy Hesse wäre Arnsberg nicht da, wo es heute steht“, lobte Bürgermeister Ralf Bittner den neuen Ehrenbürger. Hesse genieße über die Grenzen der Stadt hinaus einen großen Respekt. „Die Förderung des Handwerkernachwuchses zog sich wie ein roter Faden durch Willy Hesses Leben“, hieß es in der Laudatio, die auch das Wirken Hesses als Löschzugführer der Arnsberger Feuerwehr nicht unterschlug. Auch Jochem Hunecke, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, lobte die Verdienste von Willy Hesse in seinem Grußwort.

Gemeinsam viel erreicht

Ralf Bittner verwies in seiner Ansprache zuvor auf die Erfolge der Stadt Arnsberg im vergangenen Jahr. „Wir haben gemeinsam viel erreicht“, sagte er. Das erweiterte und modernisierte Sauerlandmuseum, die Umbauten im Kloster Wedinghausen, Kunst im öffentlichen Raum oder die Eisbahn in Neheim stünden für die positive Entwicklung des Stadtmarketings. „Hier werden wir weiter Fahrt aufnehmen“, so Bittner. Arnsberg, so Bittner weiter, gestalte den Wandel und mache sich zukunftsfähig. Er nannte den Bau des Notfallzentrums des Klinikums Hochsauerland am Standort Hüsten, die Bemühungen um eine Entwicklung Arnsbergs zu einem wissenschaftlichen Zentrum für Nachhaltigkeit und Forst, den Ausbau der Kinderbetreuung und die eingeleitete Schulsanierung.

Herausforderungen

Herausforderungen seien die Krise des Waldes, der Rathausumbau, den Masterplan Sport und die Änderung gesellschaftlicher Strukturen. Eines stellte Bittner bei allen Veränderungen aber klar: „Arnsberg hat für Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit keinen Platz“, so Bittner. Er erntete dafür lang anhaltenden Beifall. Der Bürgermeister rief die Arnsberger auf, sich an der Kommunalwahl am 13. September 2020 zu beteiligen. „Eine hohe Wahlbeteiligung ist für den Fortbestand unserer Demokratie äußerst wichtig“, so Bittner.

Ein bewegender Moment gleich zu Beginn: Nach der Begrüßung vieler Gäste war es Bürgermeister Ralf Bittner wichtig, an die zu erinnern, „die uns viele Jahre in unserem Leben in Arnsberg begleitet haben, die nicht mehr unter uns sind“. Stellvertretend nannte er den am Samstag beigesetzten langjährigen Ratsherrn Werner Frin. Der SPD-Politiker war zum Jahreswechsel nach langer Krankheit verstorben.

Der Neujahrsempfang wurde aus „innerer Kraft“ aus Arnsberg mit Leben gefüllt. Das Bühnenprogramm wurde von der Freilichtbühne Herdringen musikalisch gestaltet. Außerdem gab es im Vorfeld der Ehrungen der neuen Bürgermedaillenträger kleine Filmeinspielungen.

Maßgeblich zum Gelingen des Abends trug so auch das Filmteam des Franz-Stock-Gymnasiums bei. Übergeben wurden beim Neujahrsempfang traditionell die Bürgermedaillen. „Sie alle leisten einen großen Beitrag für eine starke, mutige und solidarische Gesellschaft“, lobte Bittner die Geehrten. Deren Engagement gehe weit über das normale Maß hinaus.

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