Flächenverbrauch

Arnsberg nutzt Flächenpotenziale von Industriebrachen

Ein leuchtendes Beispiel für die erfolgreiche Vermarktung zuvor nicht mehr genutzter Gewerbeimmobilien in Arnsberg: Das Neheimer „Kunstwerk“.

Ein leuchtendes Beispiel für die erfolgreiche Vermarktung zuvor nicht mehr genutzter Gewerbeimmobilien in Arnsberg: Das Neheimer „Kunstwerk“.

Foto: Meinschäfer Fotografie / WP

Arnsberg.  Flächenfraß bekämpfen: In der Stadt Arnsberg wurden Potenziale, die brachliegende Gewerbe- und Industriegrundstücke bieten, früh erkannt.

„Flächenverbrauch – die Zweite“: Nicht nur Wohnbau- (wir berichteten), sondern auch Gewerbeflächen können Ressourcen sparend genutzt werden: Innovative Investitionen, z.B. für Leerstandsmanagement oder Nutzung industrieller Brachen, tragen dazu bei, Flächenfraß einzudämmen.
In der Stadt Arnsberg wurden Potenziale, die brachliegende Gewerbe- und Industriegrundstücke bieten, früh erkannt. „Schon in den 1990er Jahren konnte die Stadt Arnsberg das Land NRW überzeugen, die von der Westfälischen Zellstoff AG aufgegebenen Flächen in Wildshausen in den Grundstücksfonds NRW zu übernehmen – und über eine umfangreiche Sanierung, Überplanung und Erschließung dem Gewerbeflächenmarkt zur Verfügung zu stellen“, gibt Bernd Lepski ein Beispiel.

Anfang des neuen Jahrtausends begann die Wirtschaftsförderung Arnsberg (WFA) dann damit, die sich nicht mehr in Nutzung befindlichen Gewerbe-Immobilien der ehemaligen Firma „Kaiser Leuchten“ entlang der Möhnestraße in Neheim zu entwickeln, so der Wirtschaftsförderer weiter. Das Konzept habe bereits damals die Entwicklung eines modernen Veranstaltungs- und Dienstleistungsstandortes vorgesehen, das in die erfolgreiche Umsetzung und Vermarktung der Gewerbeimmobilien „Kaiserhaus Arnsberg“, „Kunstwerk Arnsberg“ sowie „Möhneturm“ mündete. „Heute bieten diese drei Standorte neben vielfältigen Veranstaltungsmöglichkeiten über 50 Unternehmen – überwiegend aus dem IT- und Dienstleistungssektor – einen modernen Arbeitsort, der zuletzt durch die Eröffnung des „CoWorking-Space“ auch für Existenzgründer noch einmal an Attraktivität gewonnen hat“, führt Bernd Lepski aus.

Mit dem Ankauf und der Herrichtung von Gewerbeflächen im Gewerbegebiet „Zu den Werkstätten“ im Ortsteil Arnsberg verfolgt die Stadt Arnsberg ebenfalls das Ziel, einen im Laufe der Jahre vernachlässigten und unattraktiv gewordenen Standort zu reaktivieren. Flankierende Maßnahmen, z.B. die Errichtung des Brückenbauwerks über die Ruhr, leisten dazu einen wertvollen Beitrag. „Auch im Ortsteil Arnsberg gibt es eine hohe Nachfrage bestehender Unternehmen nach Erweiterungsflächen“, weiß der WFA-Chef. Auch dort sei zu erwarten, dass die zusätzlich ausgewiesenen Grundstücke rasch vermarktet werden können.

Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung seien bestrebt, die ungenutzten Flächenpotenziale dort einer erneuten gewerblichen Nutzung zuzuführen, um Arnsberg als attraktiven Unternehmensstandort nachhaltig zu sichern. „Selbstverständlich werden auch bei künftigen Standortfragen immer Optionen hinsichtlich einer eventuellen Reaktivierung geprüft“, so Bernd Lepski abschließend.

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