Gericht

Arnsberg: Prozess nach Messerstecherei im „Herr Nilsson“

Nach der Tat im Sommer 2019 ist das „Herr Nilsson“ weiträumig abgesperrt.

Nach der Tat im Sommer 2019 ist das „Herr Nilsson“ weiträumig abgesperrt.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.  Ein Sunderner (21) ist nach einer Messerstecherei im Arnsberger Club „Herr Nilsson“ wegen versuchten Totschlags angeklagt.

Nach einer Messerstecherei im Arnsberger Club „Herr Nilsson“ muss sich ein 21-jähriger Sunderner wegen versuchten Totschlags verantworten. Er soll im August 2019 in der Disko mit einem Messer auf drei Männer eingestochen haben.

Durch die Messerstiche wurden zwei Männer lebensgefährlich verletzt. Einer erlitt eine zwölf Zentimeter lange Wunde an der Halsschlagader. Einen anderen traf die Klinge laut Anklage im Schulterbereich, er erlitt eine lebensgefährliche Lungenverletzung. Beide konnten durch eine Notoperation gerettet werden. Eine dritte Person soll der Angeklagte oberhalb des Schlüsselbeins getroffen haben.

Polizei fahndet nach dem Verdächtigen

Nach der nächtlichen Auseinandersetzung im „Herr Nilsson“ suchte die Polizei zunächst nach dem 21-jährigen Sunderner. Zwei Tage darauf stellte er sich freiwillig und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Während der Ermittlungen hieß es, der Mann sei polizeibekannt.

In welcher Verbindung die Männer zueinander standen und was den Streit im „Herr Nilsson“ ausgelöst hatte – diese Fragen sollen im Prozess am Landgericht Arnsberg geklärt werden. Prozessauftakt ist am 14. Februar. Das Gericht hat bereits vier Folgetermine genannt.

Clubbetreiber Jonathan Mink hatte nach der Tat im August 2019 gemeinsam mit Gästen des „Herr Nilsson“ eine Aktion gegen Gewalt gestartet. Unter dem Motto „Fäuste sind zum Jubeln da“ setzten sie gemeinsam ein Zeichen.

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