Workshop Segelfluggelände

Arnsberg: Spannende Diskussion zum Ex-Segelfluggelände

In Arbeitsgruppen wurden die Vorschläge ausgefeilt, um sie im Plenum präsentieren zu können.

In Arbeitsgruppen wurden die Vorschläge ausgefeilt, um sie im Plenum präsentieren zu können.

Foto: Frank Albrecht

Arnsberg.  Für das Ex-Fluggelände im Arnsberger Alten Feld könnte sich eine kombinierte Nutzung abzeichnen. Spannende Ideen in der ersten Bürgerwerkstatt.

Spannend, interessant und viele gute Vorschläge. So lässt sich die erste Bürgerwerkstatt zur Folgenutzung des ehemaligen Segelfluggeländes Altes Feld am frühen Montagabend in der Kulturschmiede zusammenfassen.

Nun werden im nächsten Schritt die präsentierten Ideen von der Verwaltung dokumentiert, wertneutral auf Umsetzbarkeit geprüft und in einer zweiten Bürgerwerkstatt nach den Sommerferien zur erneuten Diskussion gestellt, ehe dann in den zuständigen Fachbereichen die endgültige politische Entscheidung vorbereitet wird.

Verträglichkeit mit FFH-Gebiet und Naturschutzbelangen muss gegeben sein

Zwar wurde in der sehr gut besuchten, konstruktiven Veranstaltung noch kein Votum abgegeben, doch die meisten Vorschläge zielen auf eine möglichst naturnahe Nutzung ab.

Abzeichnen könnte sich dabei allerdings, fasst man die erste Diskussionsrunde vorsichtig zusammen, eine Nutzung des großen Areals in Kombination verschiedener Ideen, um die stadtnahe Fläche für die Menschen erlebbarer zu machen.

Doch über nahezu allen Vorschlägen, machte Dieter Hammerschmidt als Fachdienstleiter Umwelt der Stadt Arnsberg deutlich, schwebe die zu prüfende Verträglichkeit mit dem dortigen FFH-Gebiet, den Belangen des Naturschutzes und unter anderem dem Hochwasserschutz.

Problematische Zuwegung schließt intensive Nutzung aus

„Ein Problem,“ so Hammerschmidt, „aber ist für die Verwaltung die Zuwegung.“ Diese mache eine intensive, mit Verkehr verbundene Nutzung wohl unmöglich.

Doch eine derartige Nutzung scheint auch ohnehin nicht gefragt, legt man die präsentierten Vorschläge zugrunde.

Insgesamt wurden acht - vielfach bereits bekannte Ideen vorgestellt (wir berichteten mehrfach) und kurz andiskutiert.

Die Vorschläge im Überblick

Und zwar:

- Cricket-Platz für das in 2018 gegründete Arnsberger Cricketteam;

- Retentionsfläche als Teilnutzung zur Verbesserung des Hochwasserschutzes;

- Mountainbike-Park / Pumptrack für jugendliche Fahrradfans;

- eine im Winter auch zum Schlittschuhlaufen nutzbare Rollschuhbahn;

- genehmigungsfreier Modellflug mit kleineren Segel- und Elektromodellen;

- Naturschutzfläche mit u. a. Aussichtspunkt, Infotafel zur Insektenwelt, Magerwiese, Bienenhaus und Hecken;

- eine ganzheitliche und naturnahe Kombination der verschiedenen Vorschläge mit u. a. generationsübergreifenden Fitnessmöglichkeiten als Teil eines Gesamtkonzepts für die Ruhrschleife von Jägerbrücke bis Ruhrterrassen.

Susanne Ulmke: „Den Menschen einen Raum geben“

Da ein großer Teil des ehemaligen Fluggeländes nicht „naturschutzwürdig ist, sollte man das stadtnahe Gebiet nutzen, um den Menschen einen Raum zu geben“, empfahl Susanne Ulmke (Grüne).

Also viele, teils sehr ähnliche Vorschläge als, die nun zunächst in der Verwaltung dokumentiert werden. „Wir werden schauen, was geht und was nicht geht. Und das fachlich und sachlich ohne irgendwelche Präferenzen,“ erklärte Sebastian Witte von der Arnsberger Zukunftsagentur. Dabei werde man auch die Kombinierbarkeit einzelner Ideen prüfen.

Zweiter Workshop nach den Sommerferien

Das Ergebnis, so Witte, werde dann nach den Sommerferien in einem zweiten Workshop vorgestellt. „Aber ohne fertiges Konzept.“ Das wäre dann der übernächste Schritt, der letztlich zur endgültigen politischen Entscheidung führen würde.

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