Kreuzkapelle

Arnsberg: Spendenaktion für Kreuzkapellen-Läutewerk

Ruft zur Spenden für das Läutewerk der Kreuzkapelle auf: Dr. Michael Weber.

Ruft zur Spenden für das Läutewerk der Kreuzkapelle auf: Dr. Michael Weber.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.  Seit über zwei Jahren bleibt die Glocke hoch über Arnsberg stumm. Doch das will Initiator Dr. Michael Weber nun ändern helfen.

Schon seit über zwei Jahren läutet auf dem Kreuzberg die Kapellenglocke nicht mehr, das Läutewerk, wie der Fachmann sagt, ist defekt und kann nur mit einem Betrag in vierstelliger Höhe repariert werden.

Und hier liegt der Knackpunkt. Von den kalkulierten 3500 Euro kann die Kirchengemeinde 1000 Euro zahlen, den gleichen Betrag stiftet der „Freundeskreis Historischer Sakralbauten“.

„Von ihr erfuhr ich, dass da schon seit Jahren irgendetwas kaputt ist“

Doch der Reihe nach: Der gebürtige Arnsberger Dr. Michael Weber ging im August den „6-Uhr-Kreuzweg“, der seit Jahrzehnten in den Sommermonaten jeden Freitag vom Fuß des Kreuzberges zur Kreuzkapelle zieht und mit einer Messe endet.

„Beim Heruntergehen habe ich eine Dame darauf angesprochen, dass doch normalerweise vor der Messe die Glocke läutet. Von ihr erfuhr ich, dass da schon seit Jahren irgendetwas kaputt ist“.

„Nicht betriebsnotwendig“: Kein Zuschuss von der Diözese

Auf dem Heimweg habe er dann zufällig den Propst getroffen der ihm berichtete, dass der Antrieb der Glocke schon seit 2017 defekt sei. Die Reparatur sei damals an der Finanzierung gescheitert. Von der Diözese gäbe es keinen Zuschuss, weil die Glocke „nicht betriebsnotwendig“ sei, im Gegensatz zum Glockenspiel einer Pfarrkirche.

Für Heimatfreund Dr. Michael Weber Grund genug, eine Spendeninitiative zu starten und dem Kirchenvorstand der Propsteigemeinde in einer professionellen Präsentation sein Vorhaben vorzustellen.

Nach aktuellem Kostenvoranschlag sind über 2.800 Euro für die Reparatur erforderlich

Er hatte vorab einen aktuellen Kostenvoranschlag über 2.800 Euro für die Reparatur eingeholt. Hinzu kommen 600 Euro für eine Funk-Fernbedienung. Die hatte Propst Böttcher angeregt, da sie den Vorteil hätte, dass nicht jedes Mal jemand auf den Kreuzberg fahren müsste.

„Der Kirchenvorstand hat die Spenden-Initiative sehr begrüßt und hat 1000 Euro aus dem Gemeindesäckel zugesagt“, freut sich der 61-jährige Maschinenbauingenieur auf den ersten finanziellen Grundstock. Und auch der „Freundeskreis Historischer Sakralbauten“ hat mit 1000 Euro einen großen Schritt Richtung „Lückenschluss“ getan.

Die kleine Glocke soll möglichst Ostern 20230 wieder ertönen

Initiator Dr. Michael Weber hatte vor fast 40 Jahren die Kreuzkapelle in Öl auf Leinwand gemalt und stellt das Gemälde zugunsten weiterer Spenden zur Verfügung. Das Bild ist bis zum dritten Adventssonntag im Gasthaus „Zur Börse“ ausgestellt.

Wenn alles klappt, soll die kleine Glocke hoch über der Stadt am Ostersonntag wieder feierlich für die Bürger und Gäste der Stadt läuten.

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