Bildung

Arnsberg/Sundern: Forschen und Lernen im Newton Raum

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Patrick Burbach (blaues T-Shirt) hält im Newton-Raum Sundern einen Vortrag über das Konzept, das es hier geben soll. Der Raum soll Schulen aus Sundern, Arnsberg und dem ganzen HSK zum Lernen und Forschen dienen.

Patrick Burbach (blaues T-Shirt) hält im Newton-Raum Sundern einen Vortrag über das Konzept, das es hier geben soll. Der Raum soll Schulen aus Sundern, Arnsberg und dem ganzen HSK zum Lernen und Forschen dienen.

Foto: Livia Krimpelbein / WP

Arnsberg/Sundern/Skandinavien.  Der erste Newton Raum in Deutschland steht in Sundern. Schulen aus dem HSK sind nun am Zug: wie erfolgreich wird der moderne Lernort?

So könnte man sich die Schulen der Zukunft vorstellen: Gruppentische mit bunten Stühlen, zahlreiche Experimente und Technik auf höchstem Niveau.

Der Newton-Raum in Sundern ist der erste in Deutschland. Hier soll auf moderne Art gelernt werden. Mit dem Tablet lässt sich der intelligente Raum komplett steuern – ob Temperatur, Licht oder Luftzufuhr.

In Skandinavien gibt es schon zahlreiche dieser Räumlichkeiten, dank der Stiftung „First Scandinavia“ konnte nun auch eine Lehrstätte nach dem gleichen Konzept in Sundern entstehen.

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Newton Raum Sundern: Für Schüler im HSK

„Bis wir den Raum tatsächlich eröffnen, dauert es noch“, erklärt Patrick Burbach, der in einer alten Industriehalle die Idee umgesetzt hat. „Zunächst müssen Lehrerinnen und Lehrer zu Newton-Lehrern ausgebildet werden.“

Dazu nun also erstmal ein Vorstellungstermin für das Konzept, zu dem über 30 Schulen aus Sundern, Arnsberg und dem Umkreis, sowie die Stadt geladen wurden.

MINT-Fächer experimentell erlernen

„Wir haben uns als erstes den Schwerpunkt Energie gesetzt“, erklärt Burbach. Der Newton-Raum beschäftigt sich vor allem mit MINT-Fächern, in Sundern liegt der Fokus zunächst auf Physik.

„Dabei kommt es aber nun auf die Schulen an“, erklärt der Unternehmer. „Wenn sie gerne Chemie- oder Biologie-Bereiche behandeln möchten, können wir den Raum und seine Utensilien dementsprechend erweitern.“

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Labor für junge Forscher

Und das ist auch der Plan. Zurzeit sind noch viele der Schränke leer – hier ist Platz für weitere Experimente.

Insgesamt teilen sich die Räumlichkeiten in drei verschiedene Zimmer (plus Lager). Zum einen gibt es den Unterrichtsraum mit Gruppentischen.

Weiter geht es in das Labor, in dem mit Spülmaschine und Waschbecken alles da ist, was junge Forscher benötigen. „Viele Lehrer sagen: So was hätten wir auch gern in der Schule“, berichtet Burbach. „Und es gibt noch ganz viele Möglichkeiten, weitere Spielereien zu installieren.“

Neue Angebote für Schulen

Zwischen den Gruppentischen gibt es „intelligente“ Glasscheiben. Hier ließen sich theoretisch auch Folien und Unterrichtsinhalte abspielen.

Nach dem Labor soll aber nicht Schluss sein. Für die Nachbesprechung der Experimente, die die Schüler hier in Zukunft durchführen, gibt es ein „Amphi“, wie die Newton-Raum-Kollegen es liebevoll nennen.

Rote, gemütliche Sitzmöglichkeiten mit Steckdosen und eine große digitale Tafel bieten Platz, um ein Fazit nach einem gelungenen Tag im Newton-Raum zu ziehen.

An den Wänden hängen verschiedenste Infotafeln und -bilder, wie zum Beispiel das Periodensystem. Ein Ort zum Lernen – jetzt fehlen nur noch die Lehrer.

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