Corona-Verstöße

Arnsberg/Sundern: Polizei lobt Corona-Disziplin

Noch braucht die Polizei im HSK mit Blick auf Corona-Verstöße die „Kelle“ so gut wie nicht in die Höhe zu recken: In Arnsberg und Sundern gab es bisher im Oktober gerade einmal zwei Einsätze.

Noch braucht die Polizei im HSK mit Blick auf Corona-Verstöße die „Kelle“ so gut wie nicht in die Höhe zu recken: In Arnsberg und Sundern gab es bisher im Oktober gerade einmal zwei Einsätze.

Foto: Sven Hoppe / dpa

Arnsberg/Sundern.  In Arnsberg und Sundern muss die Polizei selten wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln einschreiten. Hinweise kommen oft von Nachbarn.

Während die NRW-Polizei in der vergangenen Woche „einen massiven Anstieg von Verstößen gegen Corona-Schutzbestimmungen festgestellt hat“, landesweit wurden etwa 200 Ordnungswidrigkeiten geahndet, gab es in Arnsberg und Sundern so gut wie keine Vorfälle.

„Zwei Einsätze in Verbindung mit Corona-Verstößen gab es seit dem 1. Oktober in Arnsberg, in Sundern ist diesen Monat gar nichts vermerkt“, erklärt Holger Glaremin mit Blick auf die vorliegenden Protokolle. „Eine Vielzahl der Sauerländer hält sich an alle Auflagen“, lobt der Sprecher der Kreispolizeibehörde die „Corona-Disziplin“ der Bürgerinnen und Bürger in Arnsberg, Sundern sowie im übrigen Hochsauerlandkreis. Ein Blick auf die beiden in Arnsberg gefahrenen Einsätze:

Am 1. Oktober wurde eine Streifenwagenbesatzung zu einem Discounter nach Herdringen gerufen. Dort soll ein Mann beim Einkaufen gegen Corona-Regeln verstoßen haben. Als die Beamten eintrafen, hatte die betreffende Person den Markt allerdings bereits verlassen.

Mehr Aufwand betreiben musste die Polizei in der Nacht auf Sonntag, 18. Oktober, in der Graf-Gottfried-Straße in Neheim. Dort wurde eine Gruppe von Passanten gemeldet, die gegen diverse Corona-Auflagen verstoßen haben soll.

Nachbarn rufen die Polizei

Apropos „gemeldet“ – wie schon in Zeiten des Lockdowns im Frühjahr, wird die Polizei häufig von Zeugen, Nachbarn oder Unbeteiligten gerufen, denen (angebliche) Verstöße aufgefallen sind. Nicht selten geht es dabei auch um Ruhestörung während privater Feiern. Die Beamten haben dann die Möglichkeit, in Wohnungen nach dem Rechten zu sehen – und dort auch Corona-Verstöße zu ahnden. Ohne konkreten Anlass oder Verdacht sind Kon­trollen privater Räumlichkeiten nicht ohne Weiteres zulässig: Es gibt die dringende Empfehlung, Kontakte im privaten Raum zu minimieren. Es gilt aber hier der „besondere Schutz der Wohnung“.

Natürlich greift die Polizei auch ein, wenn den Beamten während ihres Dienstes Corona-Verstöße auffallen – spezielle „Corona-Streifen“ sind aber nicht unterwegs, der Streifendienst wird nicht anders als vor der Krise organisiert und durchgeführt. Vor dem Hintergrund der im HSK äußerst geringen Zahl von Verletzung der Corona-Schutzbestimmungen angemessen – und ausreichend: „Wir sprechen von absoluten Ausnahmen“, betont Holger Glaremin mit Blick auf die Statistik.

Abschließend verweist der Polizeisprecher auf die wichtige Rolle der kommunalen Ordnungsämter: Vor allem die Arnsberger Behörde sieht er bei der Kontrolle von Corona-Verstößen „gut aufgestellt“. Seine Behörde arbeite mit dem Ordnungsamt der größten Stadt des Hochsauerlandkreises bereits eng zusammen, so Glaremin zur Forderung der Kommunen in Nordrhein-Westfalen nach mehr Unterstützung durch die Polizei bei der Durchsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen.

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