Einschulung

Arnsberg-Sundern: So gelingt der Start in den Schulalltag

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Die Grundschule in Hachen hat in drei Räumen sogenannte „Ruhewaben“ eingerichtet. Hier können die Kinder snoozeln, lesen oder einfach relaxen. 

Die Grundschule in Hachen hat in drei Räumen sogenannte „Ruhewaben“ eingerichtet. Hier können die Kinder snoozeln, lesen oder einfach relaxen. 

Foto: Privat

Arnsberg-Sundern.  Tschüss Kita - hallo Schule. Schulleiterinnen von Grundschulen in Arnsberg und Sundern geben Tipps für einen gelungen Start in den Schulalltag.

Ob Groß oder Klein, der erste Schultag bleibt unvergesslich. So einprägsam zeigt sich dieses Ereignis - für die einen ist es einer der schönsten Tage im Leben, für die anderen der Start in eine Zeit, an die sie ungern zurückdenken.

Das Outfit liegt bereit, fein gestriegelt. Die Schultüte -noch zugebunden und nicht einsehbar- lässt bereits jetzt die Kinderherzen höherschlagen. Seit Wochen, mindestens seit Tagen schon laufen die Vorbereitungen der Einschulungsparty.

Und dann ist er da, der große Tag. Wehmütig lassen Eltern ihre Kinder in den ersten Schultag gehen - erwartungsvoll auf die Erzählungen am Mittag. Die Kinder stehen unter Strom. Was erwartet sie? Wie ist Schule? Werden sie Freunde haben? Etwas aufgeregt, aber dennoch voller Elan ziehen sie los, um schreiben zu lernen, lesen und rechnen.

So der Wunschtraum. Damit er in Erfüllung geht und den Kindern der Start ins Schulleben erleichtert wird, befragte die Redaktion zwei Schulleiterinnen aus Arnsberg und Sundern. Ihre Tipps sind aufschlussreich.

Einige Grundschulen lassen sich generell in Kooperation mit den Kindertagesstätten und Kindergärten im Einzugsgebiet ein besonders ansprechendes Programm einfallen.

Starterkids schnuppern Schulluft

Die katholische Grundschule Hachen setzt auf das Projekt „Starterkids schnuppern Schulluft“ - bereits im März dieses Jahres durften die Kinder der Kitas Kunterbunt, St. Marien, Hövel und Stemel, die am Donnerstag, 11. August, eingeschult werden, in den Schulalltag blicken.

Empfangen durch die sozialpädagogische Fachkraft besuchten sie die erste Klasse, übten Stifthaltung und Mengenerfassung, spielten motorische Spiele und lernten die Rituale der Schule kennen. Auch an einem gemeinsamen Sportnachmittag mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule nahmen sie teil. „So gewöhnen sich die Kinder schon einmal an die Schule“, sagt Anja Schulte-Hilburg, Schulleiterin. „Der Start in die erste Klasse fällt vielen Schülerinnen und Schülern dann leichter“.

Neben den Grundschulen können auch Eltern ihren Sprösslingen den Start in den aufregenden Lebensabschnitt erleichtern.

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„Wichtig ist, dass Eltern ein offenes Ohr für ihre Kinder haben“, sagt Anja Schulte-Hilburg, „dass sie sich Zeit nehmen und mit ihren Kindern sprechen“.

Das Vertrauen in die Kinder sei ebenfalls ein wichtiges Merkmal einer guten „Kind-Schule-Beziehung“. Dem Kind könne auch zugetraut werden, einige Alltagsszenerien selbst zu bewerten und zu bewältigen.

Auch das Vertrauen in die Schule sei eine wichtige Voraussetzung für ein stressfreies Schulleben.

„Wenn Eltern Sorge welcher Art auch immer haben, sollten sie als erstes das Gespräch mit der Lehrkraft suchen“, so Schulte-Hilburg, „die hat auch immer ein offenes Ohr!“

Handy in der Tasche lassen

So sieht es auch Marion Spitczok von Brisinski, Schulleiterin der Grundschulen auf Bergheim und in Vosswinkel. „Es wäre schön, wenn Eltern den Lehrerinnen und Lehrern einen Vertrauensvorschuss entgegenbrächten. Alle Kolleginnen und Kollegen sind gut ausgebildet und bringen Erfahrung mit“, sagt sie.

Eltern könnten ihre Kinder also guten Gewissens in die Obhut der Schule geben.

Im Großen und Ganzen geht es auch darum, nicht immer nur das Schlechte zu sehen - nicht direkt die „Gefahr“ oder „Ungerechtigkeit“ zu wittern, sondern dem Kind mit auf dem Weg zu geben, dass es ein guter Tag werden kann.

Ein besonderer Tipp, der Marion Spitczok von Brisinski flott über die Lippen kommt, ist, das Handy einmal in der Tasche zu lassen und mit allen Sinnen an der Einschulung teilzuhaben. „Oft blicke ich bei der Willkommensrede in mehr Smartphones als Gesichter“, so Spitczok von Brisinski. „Schön wäre es, wenn die Eltern ihre Handys in der Tasche ließen und live dabei wären“.

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