Streufahrzeuge in Bereitschaft

Arnsberg/Sundern: Winterdienst rechnet noch mit kalten Tagen

Winterdienst: Streuwagen unterwegs in Arnsberg - das gab es dieses Jahr in dieser Form wie hier 2017 noch nicht.

Winterdienst: Streuwagen unterwegs in Arnsberg - das gab es dieses Jahr in dieser Form wie hier 2017 noch nicht.

Foto: Ted Jones / WP Ted Jones

Arnsberg/Sundern.  Trotz ausbleibenden Winters sind Räumdienste in Arnsberg und Sundern auf dem Posten. Bisher hat es 20 Einsätze gegeben. 700 Tonnen Salz gelagert

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„Jahreszeit zwischen Herbst und Frühling als kälteste Zeit des Jahres“ (laut Duden) – sechs Buchstaben? Na, wer weiß es?

Winter? Richtig! Auf der Nordhalbkugel (mit dem Sauerland) war am 1. Dezember 2019 meteorologischer Beginn dieser „kalten“ Jahreszeit. Ok, mit Kälte ist es derzeit nicht weit her; aber die technischen Dienste vor Ort haben Eis und Schnee trotzdem auf dem Schirm, wie unsere Winterdienst-Recherche in Arnsberg und Sundern ergeben hat.

50 Mitarbeiter in Bereitschaft

Derzeit sind im Winterdienst der Stadt Arnsberg bei den Technischen Diensten Arnsberg (kurz TDA) rund 50 Mitarbeiter bei Bedarf im Einsatz. Ihnen stehen sieben Großfahrzeuge für die Straßen und neun Kleinfahrzeuge für Gehwege zur Verfügung.

Die TDA erhalten – sollte es denn noch richtig winterlich werden – außerdem Unterstützung von „Externen“. Sechs beauftragte Unternehmen packen sowohl beim Winterdienst auf den Fahrbahnen als auch auf den Gehwegen mit an; sie stellen fünf Winterdienstfahrzeuge sowie „Fußtruppen“ für den Winterdienst zur Verfügung, insgesamt nochmals rund 30 Mitarbeiter.

Kein Winterdienst ohne Salz: „Aktuell stehen rund 400 Tonnen Streusalz, zuzüglich Streusplitt für die Gehwege, aufgeteilt auf Standorte von Oeventrop bis Voßwinkel, zur Verfügung“, gibt Stephanie Schnura Auskunft. Aber wurden in diesem „Winter“ in Arnsberg überhaupt schon Streumittel verbraucht?

„Bisher waren bereits an 15 Tagen Mitarbeiter für den Winterdienst im Einsatz – und haben dementsprechend auch bereits Streumittel verbraucht“, so die Pressesprecherin der Stadtverwaltung weiter.

Schnee ist nicht Hauptaufgabe

Bei den aktuellen Temperaturen – in den vergangenen Tagen stieg das Thermometer auf bis zu zehn Grad plus – scheint ein Kälteeinbruch zwar weit entfernt, doch die Verantwortlichen bleiben natürlich am Ball: Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre sei in den Monaten Januar bis März durchaus noch mit Winterwetter zu rechnen“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Schnee ist dabei gar nicht entscheidend: Oft handelt es sich auch um Winterdiensteinsätze in den frühen Morgenstunden – zur Vermeidung oder Behebung von Glättebildung. „Dies kann – auch aufgrund der Topographie der Stadt Arnsberg – in den verschiedenen Ortsteilen recht unterschiedlich ausfallen“, so die Fachleute in Reihen der TDA.

Fünf Einsätze im Raum Sundern

„Wir rechnen noch mit einigen kalten Tagen“, ist auch Michael Kaiser davon überzeugt, dass es mit dem Winter 2019/2020 noch nicht vorbei ist. Der Sunderner ist bei den städtischen „Technischen Diensten“ beschäftigt – und in der Röhrstadt für den Winterdienst zuständig. Dafür stehen neben rund 30 Mitarbeitern im Winterdienst auch sechs Fremdunternehmer quasi „Schneeschippe bei Fuß“. Ihr Fuhrpark umfasst sechs städtische Unimogs und Lkw, weitere sechs Fahrzeuge der beauftragten Unternehmer (für den Winterdienst auf der Straße) sowie sechs städtische Kleinfahrzeuge. Zehn Pritschenwagen für die Fußwege im Stadtgebiet runden die fahrzeugtechnische Ausstattung ab.

An Streusalz lagern am Betriebshof in Sundern zurzeit 50 Tonnen Salz in einem Silo und weitere ca. 250 Tonnen Salz in einem Lagerzelt.

Im Einsatz waren Mitarbeiter der Technischen Dienste Sundern in diesem Winter – wie ihre Arnsberger Kollegen schon mehrmals gefragt. „In der laufenden Saison sind wir bisher fünf Mal ausgerückt“, berichtet Michael Kaiser. Werden es nochmehr? „Schaun mer mal“, wie ein anderer Kaiser so schön sagt...

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