Lehrstellen

Arnsberg: Trilux setzt auf den direkten Kontakt zu Schülern

An einer Fräsmaschine in der Trilux-Lehrwerksatt steht Jan Müller, der bei Trilux seit knapp einem Jahr „Dualer Student Bachelor of Engineering – Fachrichtung Mechatronik“ ist.

An einer Fräsmaschine in der Trilux-Lehrwerksatt steht Jan Müller, der bei Trilux seit knapp einem Jahr „Dualer Student Bachelor of Engineering – Fachrichtung Mechatronik“ ist.

Foto: Martin Schwarz

Arnsberg.  Mit speziellen „Tec Days“ will das Unternehmen zugleich die MINT-Fächer fördern, um den potenziellen Nachwuchs besser zu qualifizieren..

Im Zeichen des demografischen Wandels ist auch in heimischen Unternehmen die Anzahl an Lehrstellenbewerbern deutlich rückläufig. Hinzukommen nach wie vor bestehende Klischeevorstellungen vieler Schüler, nur mit Studium Karriere-Chancen zu haben. Auch werden immer wieder Informationsdefizite der Jugendlichen und Eltern hinsichtlich der genauen Tätigkeiten in einzelnen Berufen deutlich.

Heimische Betriebe haben mittlerweile komplexe Strategien entwickelt, um ihre Ausbildungsplätze qualifiziert besetzen zu können. Wie sich das Leuchtenunternehmen Trilux auf diese Situation eingestellt hat, erfuhr unsere Zeitung von der Trilux-Ausbildungsleiterin Stephanie Sauer.

Eltern haben großen Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder

„Trilux sucht auf möglichst vielen Ebenen den Kontakt zu Schülern, die vor dem Schulabschluss stehen“, sagt Stephanie Sauer und nennt dafür zahlreiche Maßnahmen. „Wir besuchen zum Beispiel Ausbildungsmessen in Neheim und Meschede und stellen uns dort mit unseren eigenen Azubis vor.“

Hinzukämen noch viele weitere Aktionen.

Bei Berufserkundungstagen an Schulen besuchen „Azubi-Botschafter“ der Firma Trilux die Schulen und stellen ihre Berufsbilder vor.

Trilux ist darüber hinaus bei Veranstaltungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) vertreten, zu denen die IHK speziell Eltern künftiger Schulabsolventen einlädt. Denn erfahrungsgemäß haben Eltern oft einen starken Einfluss auf die Wahl des Ausbildungsplatzes ihres Kindes.

Auch Kooperationen mit Schulen

Auch in schulische Kooperationen bringt sich Trilux auf Wunsch interessierter Schulen ein. Ein Beispiel dafür ist die Management-AG in der Oberstufe eines Gymnasiums. „Uns ist wichtig, dass Schüler Trilux erst mal kennen lernen und aufgrund dieser Erfahrung dann entscheiden können, ob Trilux den für sie passenden Ausbildungsplatz bieten kann“, berichtet Stephanie Sauer.

Das Unternehmen Trilux soll sein Gesicht zeigen - sei es bei Werksführungen für Schüler, Tag der offenen Tür im Technischen Ausbildungszentrum von Trilux, sei es bei Bewerbungstrainings oder der Teilnahme am ProB-Programm der Bürgerstiftung Arnsberg.. Darüber hinaus finden bei Trilux „Tec Days“ statt, womit das Hüstener Leuchtenunternehmen die MINT-Fächer fördern will (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik).

Stephanie Sauer: „Neben dem Interesse ist uns der Team-Spirit wichtig“


Aus diesem Reservoir an Kontakten zu Schülern ergeben sich schließlich einige der Bewerbungen und Vorstellungsgespräche, wobei letztere recht unterschiedlich verlaufen können. Das reicht von Bewerbern, die sich bestens über Trilux und auch den gewählten Beruf informiert haben und genau wissen, warum sie für Trilux arbeiten wollen, bis zu Bewerbern, die eher noch unentschlossen sind.

„Neben dem Interesse ist uns der Team-Spirit wichtig“, betont Stephanie Sauer ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Azubis. „Denn wir wollen, dass unsere späteren Fachkräfte unsere Faszination für Licht mittragen und sich in gemeinsamer Arbeit an Produkten und Dienstleistungen der Firma Trilux einbringen wollen.“

Gemeinschaft wird durch Veranstaltungen gefördert

Der Team-Spirit in der Azubi-Gemeinschaft „Next Generation“ wird von Trilux stark gefördert. So nehmen die insgesamt 80 Azubis aus allen Lehrjahren und 15 Berufsbildern an Veranstaltungen wie zum Beispiel Sommerfest, Weihnachtsfeier und Ausflugsfahrten teil, die den Gemeinschaftsgeist stärken.

Fachlich sollen sich die Azubis in Gemeinschaftsarbeiten innerhalb einer „Junior-Firma“ Trilux und auch beim beim Einsatz in fachübergreifenden Projekten gegenseitig stärken.

80 Ausbildungsplätze qualifiziert besetzt

All dies machte es Trilux möglich, zum 1. September 2019 seine 80 Ausbildungsplätze (davon 49 gewerblich, 25 kaufmännisch und sechs im IT-Bereich) qualifiziert zu besetzen. Doch Vorurteile abzubauen bleibt ein hartes Brot. „Es bleibt weiterhin schwierig, Mädchen für eine Ausbildung im technisch-gewerblichen Bereich zu finden. Zurzeit gibt es nur zwei Mädchen und 47 Jungs in diesem Ausbildungsbereich“, berichtet Stephanie Sauer.

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