3 Fragen

Arnsberg: Wir müssen Geschlechterrollen brechen!

Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Arnsberg, Petra Blesel, präsentiert die neue Initiative "Wir sagen Nein! zu Gewalt an Frauen“.

Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Arnsberg, Petra Blesel, präsentiert die neue Initiative "Wir sagen Nein! zu Gewalt an Frauen“.

Foto: Stadt Arnsberg / Privat

Am 25.11. ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Wir haben mit der Gleichstellungsbeauftragten Petra Blesel gesprochen.

Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Zu diesem Anlass haben wir der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Arnsberg, Petra Blesel, drei Fragen zum Thema Gleichstellung gestellt.

Eine starke Frau in einer Führungsposition! >>>

Wie weit sind wir im Bezug auf Gleichstellung bereits gekommen?

Wir sind noch nicht an einem Punkt, an dem wir wohlwollend auf das Erreichte schauen können. Noch immer sind drei Viertel der Frauen hauptsächlich mit Care-Arbeit beschäftigt, sie verdienen im Job durchschnittlich 21 Prozent weniger und bekommen 53 Prozent weniger Rente. Außerdem berichtet jede dritte Frau davon, Gewalt erfahren zu haben.

Wie muss es weitergehen, um Gleichstellung zu erreichen?

Wir müssen Frauen in den politischen Ämtern, Führungspositionen und Gremien mit Entscheidungsgewalt etablieren. Nur, wenn Frauen in gestaltenden Ämtern eingesetzt werden, kann ein weiblicher Blick genutzt werden, um die paritätischen Systeme aufzulösen. Ein Beispiel: Wir haben acht Bezirksvorsitzende, aber keine Frauen. Die Frage ist, ob eine Frauenquote dieses Problem lösen kann.

Was kann jeder in seinem Umfeld tun, um mehr Gleichstellung zu schaffen?

Alle Menschen müssen aktiv daran arbeiten, die Rollenbilder zu verändern! Wenn Mädchen von klein auf lernen, dass sie alles machen können, wozu sie Lust haben, und wir Jungs beibringen, dass auch sie sich in der Familie einbringen können und müssen, bedingen sich beide Dinge gegenseitig. Das braucht aber einen langen Atem, die Menschen dahingehend zu sensibilisieren.

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