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Arnsberg: Zu Gast bei Muirsheen Durkin vorm GVU-Fest

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Muirsheen Durkin and Friends treten am 26. und 27. November im GVU-Heim Arnsberg auf.

Muirsheen Durkin and Friends treten am 26. und 27. November im GVU-Heim Arnsberg auf.

Foto: Muirsheen durkin & Friends / WP

Arnsberg.  Ein Blick hinter die Kulissen: Wie aus vielen Musikern Freunde und dann die Muirsheen Durkin & Friends wurden. Gewinnt Karten für das GVU-Fest!

Der kleine Keller bebt. Aus großen Boxen kommen laute Songs. Dudelsack, Akkordeon und Schlagzeug – Muirsheen Durkin & Friends lassen es krachen: bei ihren Proben im Keller und auf der Bühne während der Irish-Celtic-Folk-Punk-Night, die am Wochenende vom 25. und 26. November für zwei Tage im GVU-Heim Arnsberg-Hüsten steigt.

Hinter der Band steckt eine bunte Truppe. Und die besteht nicht aus Arbeitskollegen, sondern aus Freunden. Ganz vielen Freunden.

Muirsheen Durkin & Friends treten auch Freitag bei der Irisch-Celtic-Folk-Punk-Night im GVU-Heim Arnsberg-Hüsten auf

Das Wichtigste vorweg: „Wir werden auch am Freitag auftreten“, sagt Lanze, in dessen Keller wöchentlich geprobt wird. Zunächst war der Auftritt der Muirsheen Durkin & Friends nur für den Samstag des kleinen Festivals am 25. und 26. November geplant.

„Weil die Tickets für Samstag aber schon lange ausverkauft sind, wollen wir Interessierten auch die Chance geben, uns Freitag live zu sehen“, erklärt Lanze, der bei der Probe diesmal Gitarre spielt. Auch das Banjo gehört zu seinen Instrumenten.

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Von überall zueinander gefunden

„Normalerweise sind wir noch viel mehr Leute“, erklärt Mac Rünker, der als Leadsänger auf der Bühne steht. „Aber hier würde es eh sehr voll, wenn alle da wären“, sagt er lachend. Viele alte Bilder hängen im Proberaum der Band, „hier ist zum Beispiel Kentop, damals noch mit Irokesenschnitt!“

Lanze nimmt ein gerahmtes Foto von der Wand. Damals noch im Punk zuhause, ist es heute der Irisch Celtic Punk-Rock, der die vielen Mitglieder mit sich reißt.

Zueinander gefunden haben sie über ganz verschiedene Wege. Kentop ist Schlagzeuger der Gruppe – „der einzige gehörlose Schlagzeuger weit und breit“, wie er selber sagt.

Piper stehen auf der Bühne

Außer den dreien sind an diesem Mittwoch bei der Probe noch drei weitere Mitglieder der Mursheen Durkin & Friends: André am Dudelsack, den sogenannten Pipes, Theo an der Flöte und Flo am Bass. „Von Anfang an wollten wir immer auch Piper dabei haben“, erklärt Lanze.

André, der eigentlich bei einer anderen Band spielte, war zunächst nur für den Übergang als Piper eingeplant – sein Schüler Simon sollte das Instrument übernehmen, sobald er soweit ist.

„Aber mir hat es hier so viel Spaß gemacht, dass ich bleiben wollte“, erklärt André lachend. „Und jetzt gucken die Leute immer direkt, wenn sie die Piper sehen“, sagt Lanze.

Covers und Selbstgeschriebenes

Viele Songs der Band interpretiert die Gruppe neu, häufig sind es Lieder aus dem Irischen, die die Musiker mit ein wenig mehr Lautstärke und deutlich mehr Punk neu arrangieren. „Wir machen auch eigene Stücke“, sagt Mac Rünker. Mit vielen Einflüssen entstehen hier kreative Werke, Musik mit Dudelsack und Flöte, die durch den ganzen Keller schallt.

Etwas über zehn Jahre ist es her, dass die Band gegründet wurde. Heute besteht die Band aus elf Mitgliedern, dazu kommen zwei aus der Unplugged-Band und noch mal neun Musiker, die als „& Friends“ zur Gruppe gehören.

„Wir sind keine normale Band“, sagt Lanze. „Bei uns geht es darüber hinaus. Auch neue Generationen haben wir schon. Und auch unsere Fahrer und Techniker gehören zur Crew.“

Etwa 12 Auftritte im Jahr

Etwa einmal im Monat treten Muirsheen Durkin & Friends auf. Ihr Hobby bringt sie einmal quer durch Deutschland: nach Leipzig, in die Nähe von Bayern und Bremen. „Die Community um diese Szene ist sehr vernetzt“, erklärt Lanze. Deshalb auch die Irish-Celtic-Folk-Punk-Night, die die Gruppe aus Arnsberg selbst ausrichtet. „Das machen wir nun zum 11. Mal.“

2019 fand die Nacht das letzte Mal statt, Corona machte der 11. Auflage bisher immer einen Strich durch die Rechnung. Doch Ende nächster Woche soll endlich wieder gefeiert werden. Schon Freitag wartet das erste Highlight auf die Gäste: Jamie Clarke tritt mit seiner Folk’a’Billy-Band „Jamie Clarke’s Perfect“ auf.

„Der war damals der letzte Gitarrist der legendären „The Pogues“!“, erklärt Mac Rünker. The Pogues – eben jene Band, die vor langer Zeit viele der heutigen Muirsheen Durkins auf den Irish-Celtic-Punk-Rock brachte. Auch die „Drunken Dolly“ aus den Niederlanden sind am Start.

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Drittes Album in Arbeit

Seit ihrer Gründung hat die Band zwei Alben, eine EP und zwei Sampler rausgebracht. Ein drittes Album ist derzeit in Arbeit. An ein Ende der Band ist wohl in der kommenden Zeit noch nicht zu denken. Warum auch? „Hier macht es einfach Spaß. Wir reisen zusammen nach Irland, feiern Geburtstage und Silvester zusammen.“

Ihre Gründe für die Liebe zur Band sind bei allen Mitgliedern sehr identisch. Eine freundschaftliche Atmosphäre herrscht, ständig drücken die Jungs einander Sprüche zum Spaß, das Lachen wird nie leise. Tagelang könnten sie von ihren Reisen erzählen, Geschichten, die nie alt werden.

Ein Hobby, kein Beruf

„Wichtig ist, dass wir das Ganze nie professionell gemacht haben“, betont Lanze.

Die Mitglieder von Muirsheen Durkin & Friends sind in ihrem „normalen“ Leben Anwälte, Chemiker und Co. „Unsere Musik ist ein Hobby, bei dem wir frei sind. Und wozu man tanzt.“

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