Spenden

Arnsberger Christen helfen vor Ort und in Afrika

„Ortstermin zwecks Hilfe“ im Café INKA (von links): Dorothe Joch, Pfarrerin Margot Bell, Antonia Vogt (Diakonie) sowie vom Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Arnsberg Gabi Tchatcheu, Pfarrer Johannes Böhnke und Wolfgang Ploog.Foto:Torsten Koch

„Ortstermin zwecks Hilfe“ im Café INKA (von links): Dorothe Joch, Pfarrerin Margot Bell, Antonia Vogt (Diakonie) sowie vom Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Arnsberg Gabi Tchatcheu, Pfarrer Johannes Böhnke und Wolfgang Ploog.Foto:Torsten Koch

Arnsberg.   Die Evangelische Kirchengemeinde Arnsberg spendet insgesamt 4600 Euro für Projekte vor Ort und im afrikanischen Ihembe.

„Aller guten Dinge sind drei“ – und darum engagiert sich die Evangelische Kirchengemeinde Arnsberg im noch jungen Jahr 2018 mit Geldspenden in Afrika und für zwei lokale Projekte:

Das Presbyterium hat sich darauf verständigt, mit insgesamt 4600 Euro aus dem Jahresetat zu helfen: „als Arnsberger Christen“.

Menschen in Krisengebieten haben die Arnsberger Gemeindeglieder bereits 2015 und 2016 unterstützt; jeweils 1000 Euro erhielt ein Tagesstätte für behinderte Kinder im syrischen Salamiya; für das Geld wurde Babynahrung eingekauft (wir berichteten).

„Frauenzen­trum“ in Ihembe

Dieses Mal ist die Wahl auf ein afrikanisches Land gefallen: 3000 Euro gehen an das „Frauenzen­trum“ in Ihembe, Tansania. Dieser Einrichtung wird bereits seit den 1990er Jahren vom Evangelischen Kirchenkreis Arnsberg „unter die Arme gegriffen“. Momentan sei die Not dort besonders groß, weiß Margot Bell. Die Pfarrerin aus Lippstadt ist bei der Evangelischen Kirche von Westfalen für den Bereich „Mission/Ökumene/Weltverantwortung“ tätig und hat das Arnsberger Presbyterium bei der Auswahl beraten.

Die anhaltende Dürre in Ostafrika ziehe in der Region Ihembe akut Wassermangel und Lebensmittelverknappung nach sich, berichtet Bell.
Die Spende aus Arnsberg soll nicht nur für verbesserte landwirtschaftliche Methoden und den Bau eines Wassertanks sorgen, sondern auch in die Infrastruktur des Zentrums fließen: Computerkurse, Nähkurse, Ausbau des „Mikrofinanzsektors“ und Seminare in Menschenrecht/Staatsbürgerkunde sind geplant (mehr Info im Kasten oben).

Hilfe auch auf lokaler Ebene

Doch nicht nur in die Ferne schweift der gute Wille, auch vor Ort in Arnsberg wird geholfen: Das Café INKA war nicht zufällig Ort des Pressegespräches am Montagmorgen: 600 Euro aus Spenden und Kollekten sollen den „Interkulturellen Begegnungsraum“ (dafür steht die Abkürzung INKA) weiter nach vorne bringen. Unter dem Dach der Diakonie Ruhr-Hellweg („angedockt“ an „kaufnett“) finden Bedürftige in den Räumen an der Ruhrstraße eine Zuflucht zum Klönen, Lesen und Kaffee trinken. Außerdem werden Nähkurse für Frauen angeboten. Wer helfen und/oder sich informieren möchte, wendet sich an ­Dorothe Joch im Café INKA, Ruhrstraße 14, 02931-963 8240 (kaufnett). Übrigens: Eine Pfaff-Nähmaschine wird dringend gebraucht. „Last – but not least“ darf sich ein weiteres Diakonie-Angebot über eine „evangelische Geld-Spritze“ freuen: Um 1000 Euro stockt das Presbyterium einen Fonds für Menschen in besonderen sozialen Not­lagen auf. Dieser „Topf“ hilft im Winter vor ­allem Haushalten, denen der Strom abgestellt wurde – mit rückzahlbaren Zuschüssen.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik