Verbraucher-Zentrale

Arnsberger können unter der Dusche viel Geld sparen

Der Energieberater der Verbraucher-Zentrale, Carsten Peters (rechts), wirbt mit Vertretern von Haus & Grund Neheim-Hüsten, Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft, Mieterverein Soest und Stadt Arnsberg für Sparduschköpf

Foto: Martin Schwarz

Der Energieberater der Verbraucher-Zentrale, Carsten Peters (rechts), wirbt mit Vertretern von Haus & Grund Neheim-Hüsten, Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft, Mieterverein Soest und Stadt Arnsberg für Sparduschköpf Foto: Martin Schwarz

Neheim.   Neheimer Verbraucherzentrale rät in vielen Fällen zu Sparduschköpfen, um Wasser- und Energiekosten zu senken.

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Wer lange unter der Dusche steht und dabei mehr an das Trällern eines Lieds als an den eigentlichen Waschvorgang denkt, könnte einen Katzenjammer erleiden, wenn er am Jahresende auf seine Strom- und Wasserrechnung blickt: „Wer täglich acht Minuten lang bei 38 Grad duscht, zahlt in der Stadt Arnsberg für Strom, Frischwasser und Abwasser im Jahr - allein fürs Duschen - 415 Euro, wenn das Wasser von einem alten elektrischen Durchlauferhitzer mit hydraulischer Steuerung erhitzt wird“, sagt der Energieberater der Neheimer Verbraucherzentrale, Carsten Peters.

Jährlich 1660 Euro nur fürs Duschen

Wenn man nun von einer vierköpfige Familie mit den gleichen Pro-Kopf-Daten ausgeht, schnellen die Duschkosten sogar auf 1660 Euro pro Jahr hoch. Bei einer preisgünstigeren Warmwasseraufbereitung, die mit einer Erdgasheizung gekoppelt ist, fallen allerdings „nur“ 4 x 265 Euro = 1060 Euro an.

Carsten Peters will den Arnsbergern ihr Duschvergnügen nicht vermiesen, sondern ihnen einen Weg aufzeigen, das Duschen preiswert zu gestalten. „Ein Sparduschkopf verringert die übliche Wassermenge pro Minute um 20 bis 30 Prozent“, berichtet Peters. Die Verbraucher müssten beim Kauf eines solchen Sparduschkopfs allerdings darauf achten, ob die Liter-Menge an Wasser, die der neue Duschkopf pro Minute durchlässt, auch tatsächlich deutlich geringer als beim alten Duschkopf ausfällt.

Bei Neukauf auf technische Angaben achten

„Zu diesem Zweck sollte der Verbraucher zunächst daheim mit Blick auf die Uhr messen, wieviel Liter Wasser in einer Minute aus dem alten Duschkopf in einen Wassereimer fließen. Diesen Wert sollte der Verbraucher mit der entsprechenden Angabe Liter pro Minute auf der Verpackung eines Sparduschkopfs vergleichen“, sagt Peters und empfiehlt, keinen Sparduschkopf zu kaufen, wo diese Angabe fehlt. Sparduschköpfe seien ab etwa 20 bis 30 Euro im Handel erhältlich.

Vorab-Test möglich

Wenn Sparduschköpfe die Wasserdurchflussmenge verringern, kann es allerdings in solchen Haushalten zu Problemen kommen, in denen Warmwasser durch elektrischer Durchlauferhitzer mit hydraulischer Steuerung erzeugt wird. „Hier könnte es passieren, dass plötzlich gar kein Wasser aus dem Duschkopf kommt“, so Peters. Um das vorab zu testen, empfiehlt Peters, einen Durchflussbegrenzer (eine kleine Kunststoffscheibe mit Loch) in die Brausenleitung zu legen, um zu sehen, ob noch genug Wasser aus der Leitung kommt. Bei Durchlauferhitzer mit elektronischer Steuerung und bei Warmwasseraufbereitung, die an die Gasheizung gekoppelt ist, ist dieser Vorab-Test nicht notwendig.

Die Mieter sind gefordert

Peters Aufruf an die Haushalte, Wasser- und Energieverbrauch durch Sparduschköpfe zu verringern, wird von Haus & Grund Neheim-Hüsten, der Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft (AWG) und vom Mieterverein Soest und Umgebung vollauf unterstützt. Denn das Sparen sei ja im eigenen kostensenkenden Interesse der Hausbewohner. Die AWG will ihre Wohnungen aber nicht selbst mit Sparduschköpfen ausstatten, sondern sieht - genau wie Haus & Grund - dies als Aufgabe der Mieter an. „Als wir in einer Testphase mal Sparduschköpfe installierten, verschwanden diese plötzlich - aus welchen Gründen auch immer“, begründet Werner Schlinkert die AWG-Zurückhaltung.

Viele weitere Infos

Ums „Sparen rund ums warme Wasser“ geht es beim Energie-Stammtisch zu dem die Neheimer Verbraucherzentrale für Montag, 16. Oktober, um 19.30 Uhr ins Peter Prinz-Bildungshaus (Forum), Ehm­senstraße 7 in Arnsberg, einlädt. Energieberater Carsten Peters erklärt detailliert, wie man Wasser und Energie beim Duschen sparen kann. Auch gibt’s Infos zur modernen Warmwasser-Aufbereitung. Für den Energiestammtisch wird um Anmeldung gebeten unter 02932-5109703 (montags bis freitags 9 bis 17 Uhr), 02932-5109705 oder per E-Mail an:

Unter 02932 / 5109705 kann man auch einen Termin für eine individuelle Beratung vereinbaren. Zur Berechnung der individuellen Duschkosten stellt die Verbraucher-Zentrale NRW einen Duschrechner bereit, der im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/duschrechner aufrufbar ist.

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