Jugend musiziert

Arnsberger Quartett bei „Jugend musiziert“ erfolgreich

Von links: Franziska Kummer (Geige), Mara Vielhaber (Geige), Mathilda Urgatz (Bratsche) und Sophia Kummer (Cello) haben beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ den 1. Platz gemacht.

Von links: Franziska Kummer (Geige), Mara Vielhaber (Geige), Mathilda Urgatz (Bratsche) und Sophia Kummer (Cello) haben beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ den 1. Platz gemacht.

Foto: Frank Albrecht

Arnsberg.  Nach dem Erfolg auf Regionalebene geht es jetzt für Franziska und Sophia Kummer, Mathilda Urgatz und Mara Vielhaber auf Landesebene weiter.

Mit dem Wettbewerb hat jede aus dem Quartett schon ihre Erfahrungen gemacht: Bei „Jugend musiziert“ spielten 2019 alle auch schon solo.

In diesem Jahr hatten sie nun bereits in Januar ihren Auftritt erstmals als Quartett und konnten beim Regionalwettbewerb Südwestfalen im Musikbildungszentrum des Hochsauerlandkreises in Bad Fredeburg gleich richtig abräumen: Höchste Punktzahl (24) und eine Weiterleitung in die nächste Runde. Jetzt wartet der Landeswettbewerb auf Franziska und Sophia Kummer, Mathilda Urgatz und Mara Vielhaber - und mit ihm auch ein starker Wettbewerb.

„Wir haben oft nur an den Spaß des Zusammenspielens gedacht“

„Wir haben oft nur an den Spaß des Zusammenspielens gedacht“, erinnert sich Franziska Kummer (17) aus Arnsberg. Lange sei man unsicher gewesen, ob man sich überhaupt an dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ beteiligen wolle. Und wohl wissend, dass man so einen Wettbewerb ernst nehmen müsse, habe man sich erst wenige Tage davor dafür entschieden. „Schließlich wollten wir uns ja nicht blamieren“, lacht die Geigenspielerin.

Die Motivation, es überhaupt zu tun, sei von ihrem Lehrer Klaus Esser von der Musikschule Hochsauerlandkreis gekommen. Er habe nicht nur den Zuspruch gegeben, sondern auch stets ein offenes Ohr für die musikalischen Herausforderungen gehabt, denn Höhen und Tiefen gehören beim Musizieren halt dazu.

Seit einem Jahr spielen sie zusammen, aber einen Namen gibt es noch nicht

Neben vielen Solostunden an ihren Instrumenten haben sich die jungen Damen auch schon in anderer Besetzung als Trio versucht oder im Quartett mit Klavier gespielt. Ohne das seien sie aber schließlich zum jetzigen Quartett gekommen und haben ihre Proben aufgenommen.

Seit einem Jahr spielen sie nun zusammen, und trotz einheitlich angeschaffter Blusen für das Quartett – einen Namen gibt es noch nicht. „Wir sind schon lange auf der Suche, haben aber noch nichts Passendes gefunden“, erzählt Sophia Kummer (18), die in der Musikschule Arnsberg auch ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert.

Mindestens einmal in der Woche wird geprobt

Ihrem musikalischen Anspruch in der Gruppe hat das aber noch nicht geschadet. Neben Schule, FSJ und anderen Verpflichtungen treffen sich die Musikerinnen mindestens einmal in der Woche für rund eineinhalb Stunden zu Probe. Vor dem Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ war es auch etwas mehr, schließlich mussten drei Stücke für die Jury vorbereitet werden.

In ihrer Altersgruppe wurde ein Vorspielen von 15 bis 20 Minuten verlangt, bei dem es nicht nur auf das Beherrschen des Instrumentes angekommen ist. „Es wurde auch auf Zusammenspiel und Kommunikation in der Gruppe geachtet“, weiß Mara Vielhaber, nicht zu vergessen ihre Ausstrahlung. All das war vor der Bekanntgabe der Noten auch Thema im Beratungsgespräch.

Die profunde musikalische Ausbildung ist ein Ziel von „Jugend musiziert“

Die wertvollen Tipps gibt es für alle Teilnehmer am Wettbewerb, schließlich ist eine profunde musikalische Ausbildung auch Ziel von „Jugend musiziert“. „Wir waren beim Wettbewerb das einzige Quartett in dieser Besetzung. Und auch wenn wir uns keine Gedanken über den Erfolg gemacht haben, es hat uns schon sehr gefreut“, sagt Franziska Kummer.

Schon im Alter von drei Jahren haben die Musikerinnen ihr ersten Erfahrungen mit Instrumenten bei der musikalischen Früherziehung machen können. Blockflöte und Gitarre gehörten auch zu den Stationen, aber an den Streichinstrumenten sind sie dann hängen geblieben. Zwischen 10 und 13 Jahren spielen inzwischen alle auf ihren Instrumenten und möchten nicht mehr tauschen.

Der Landeswettbewerb ist jetzt die nächste Herausforderung

„Ich habe damals lange zwischen Geige oder Gitarre hin und her überlegt“, erinnert sich Franziska Kummer. Aber letztendlich, da sind sich alle sicher, findet jeder seinen Weg zum passenden Instrument. Auf die nächste Herausforderung im Landeswettbewerb sind jetzt alle sehr gespannt.

„Man kann dabei viele neuen Menschen kennen lernen und wird an Erfahrung reicher“, erklärt Mathilda Urgatz (18).

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