Preis der Stadt Arnsberg

Arnsberger Umweltpreis für Fußballjugend, Kita und Bauernhof

Zusammen mit der Jury, dem stellvertretenden Bürgermeister Peter Blume sowie Johannes Kobeloer von „innogy“ wurden jetzt im Bürgerzentrum Bahnhof Arnsberg die Preisträger im Klimaschutzpreis 2019 ausgezeichnet.

Zusammen mit der Jury, dem stellvertretenden Bürgermeister Peter Blume sowie Johannes Kobeloer von „innogy“ wurden jetzt im Bürgerzentrum Bahnhof Arnsberg die Preisträger im Klimaschutzpreis 2019 ausgezeichnet.

Foto: Frank Albrecht

Hüsten/Arnsberg.  Jugendabteilung des SV Hüsten 09, Kindergarten Heilig Kreuz und Bauernhof Gordes erhalten Umwelt- und Klimaschutzpreis der Stadt Arnsberg.

Seit nunmehr 20 Jahren würdigt der „Umwelt- und Klimaschutzpreis der Stadt Arnsberg“ ökologische Initiativen in der Stadt. Am Montag wurden im Bürgerzentrum Bahnhof Arnsberg erneut die Preise in einer Gesamthöhe von 5.000 Euro für Initiativen aus der Stadt vergeben.

Peter Blume, stellvertretender Bürgermeister, und Johannes Kobeloer vom Energieversorger „innogy“ überreichten die Preise gemeinsam. „Unsere Ressourcen sind endlich, und wir müssen unser Dasein neu organisieren“, sagte Peter Blume, stellvertretender Bürgermeister, zur Begrüßung. Johannes Kobeloer von „innogy“ betonte, dass bei mehr als drei Bewerbern auch dieses Mal wieder die Qual der Wahl bestanden habe. Er sei aber sicher, dass man passende Bewerber für den Klima- und Umweltschutzpreis gefunden habe.

Besonders beeindruckt hat die Jury das Projekt der Jugendabteilung des SV Hüsten 09, das folgerichtig mit 2.500 Euro auch den größten Teil des Klimaschutzpreises erhielt. Der Verein war im Jahr 2019 bundesweit erster Ausrichter von zwei klimaneutralen U19-Fußball-Länderspielen des Deutschen Fußballbundes in Hüsten.

So hatten die Organisatoren schon in der Vorbereitung des sportlichen Spektakels auf eine klimaschonende Planung geachtet. Beim Verkauf von Essen und Getränke für die rund 4.000 Zuschauer gab es eine konsequente Müllvermeidung, die durch die Auswahl passender Behältnisse realisiert wurde.

Fair-Trade-Produkte angeboten

Darüber hinaus wurden den Gästen des Turniers auch Fair-Trade-Produkte zum Kauf angeboten. Geworben wurde überdies für eine Anreise zur Sportveranstaltung mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad.

Dazu hatte der SV Hüsten 09 am Eingang zur Sportstätte einen bewachten Fahrradparkplatz eingerichtet. Wer dennoch mit dem Auto anreiste, musste höhere Parkplatzgebühren in Kauf nehmen. Das Engagement der jungen Sportler sollte aber keine Eintagsfliege bleiben: Die guten Erfahrungen beim Länderspiel mit Abfallvermeidung oder dem Kauf regionaler Obstwaren und mehr flossen in folgende Veranstaltungen der Jugendabteilung ein.

Mit dem Preis möchte die Jury nicht nur das hier gezeigte Engagement für den Klimaschutz würdigen“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Peter Blume, es solle auch ein Anreiz zur Nachahmung sein. Andere Vereine in der Stadt sollten sich vom Ansatz und der Umsetzung ermuntert fühlen.

Schöpfung bewahren

Ähnliches gilt auch für das Projekt „Schöpfung bewahren“ im Katholischen Kindergarten Heilig Kreuz bzw. Familienzentrum Schreppenberg. Dort stehen Abfallvermeidung sowie das Wasser- und Stromsparen beim Besuch des Kindergartens schon seit Jahren auf dem Programm. Eltern werden zudem ermuntert, ihre Kinder nicht mit dem Auto zu bringen.

Und nicht zum Schluss zeigen die Kinder aus der Einrichtung ihre Motivation, Obst und Gemüse im Garten der Kita anzubauen. Spielerisch hätten die Kinder über Insektenhotels und Vogelhäuser die Bewahrung der Schöpfung erlernt. Dafür erhielt die Einrichtung einen Preis von 1.500 Euro.

Um Nachhaltigkeit dreht es sich auch beim dritten Preisträger für den Umwelt- und Klimaschutzpreis. Der Familienbetrieb „Hof Gordes“ aus Hüsten wurde für seine „nachhaltig ökologische Bewirtschaftung eines Rinderbetriebes“ ausgezeichnet. Die 1.000 Euro Preisgeld gab es u.a. dafür, dass schon frühzeitig die Idee umgesetzt worden sei, den Weg der konventionellen Landwirtschaft zu verlassen. Peter Blume erinnerte daran, dass der Betrieb schon im Jahre 1996 für seine biologisch orientierte ganzjährige Weidehaltung prämiert worden sei.

Darüber hinaus wurden von der Jury auch die verschiedenen Streuobstflächen mit alten Apfelsorten, Hecken und Todholzlagern für preiswürdig erachtet. Interessierten Besuchern werden die Maßnahmen am „Hof Gordes“ zudem über Schautafeln erklärt.

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