Kreis Soest/Arnsberg. „Smart Wood“ geht im nächsten Frühjahr an den Start. Damit soll der Wald um eine digitale Attraktion reicher werden.

Der Arnberger Wald soll digital erlebbar werden. An verschiedenen Stationen soll ein virtueller Ranger den Besuchern mehr über den Klimawandel, seine Folgen und spannende Themen aus der Natur erzählen. Das berichtet die Südwestfalenagentur.

Keine Konkurrenz

Das Projekt „Smart Wood“ ist bei dem Wettbewerb Regionale 2025 mit dem dritten von drei Sternen ausgezeichnet worden. Das bedeutet, dass es mit viel Gefld gefördert werden kann. Schon im Frühjahr könnten die Arbeiten an der technischen Umsetzung von „Smart Wood“ starten. Entstehen soll eine Webseite, die Lust macht auf neue Erlebnisse im Arnsberger Wald sowie eine Augmented-Reality-App. „Scannt man mit dieser App dann QR-Codes an Infotafeln, erscheint ein virtueller Ranger, der dann – möglichst zielgruppengerecht – mehr über den Waldumbau und Aktivitäten in der Natur berichtet“, erläutert Kathrin Ikenmeyer vom Kreis Soest die Pläne. „‘Smart Wood‘ möchte die Themen Digitalisierung, Natur erleben und Lernen zusammenzubringen.“

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Konkurrenz für Ranger wie Klaus-Dieter Hötte aus Rüthen sind die digitalen Ranger nicht – im Gegenteil. „Wir schaffen es nicht, die große Nachfrage nach Führungen zu decken. Der virtuelle Ranger ist eine gute Ergänzung für uns und er kann auch viel mehr in die Tiefe gehen.“ Themen für den virtuellen Ranger könnten beispielsweise neue Baumarten sein, der Borkenkäfer oder die Bedeutung des Werkstoffs Holz.

„Es lässt sich ja virtuell erzeugen, wie ein Baumbestand in 30 Jahren aussieht oder wie ein Borkenkäfer im Holz arbeitet. Das kann der virtuelle Ranger den Besuchern zeigen. Dadurch haben wir viel mehr Möglichkeiten, ihnen den Klimawandel und all das, was um den Wald herum passiert, näherzubringen“, sagt Hötte.

Besuchergruppen zieht es in den Wald. Viele fragen nach fachkundiger Führung.
Besuchergruppen zieht es in den Wald. Viele fragen nach fachkundiger Führung. © WP Sundern | Jasper Kaiser

„Smart Wood“ konnte sich im Förderaufruf „Erlebnis.NRW“ des Landes Nordrhein-Westfalen durchsetzen und wird mit rund 420.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie Landesmitteln des NRW-Wirtschaftsministeriums (MWIKE) bzw. des NRW-Umweltministeriums (MUNV) unterstützt. Ergänzend sind 105.000 Euro Eigenmittel des Kreises Soest vorgesehen.

Die Regionale 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Sie wird aus Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.