Reitkennzeichen

Auch im HSK gilt: Kein Ausritt ohne Reitkennzeichen

So ist es richtig angebracht, das Reitkennzeichen. Andrea Kerkhoff zeigt mit Jolly Jumper, wie es geht. Beide kommen – wie das SO anzeigt – aus dem Nachbarkreis Soest, wo es natürlich auch benötigt wird

So ist es richtig angebracht, das Reitkennzeichen. Andrea Kerkhoff zeigt mit Jolly Jumper, wie es geht. Beide kommen – wie das SO anzeigt – aus dem Nachbarkreis Soest, wo es natürlich auch benötigt wird

Foto: Mirko Hein / WP

Arnsberg/Sundern.  Im HSK sind 517 Pferdehalter mit insgesamt 2964 Tieren gemeldet. Reiten in freier Landschaft ist nur mit gültiger Reitplakette erlaubt.

„Das Leben ist (k)ein Ponyhof“ lautet das Motto unserer aktuellen Serie im lokalen und überregionalen Sport – Anlass für uns, den Fokus auf die stolzen Vierbeiner und ihre Besitzer zu richten: Und siehe da, auch außerhalb des Reitsports ist das Leben kein Ponyhof, sprich, ist nicht alles erlaubt, was Ross und Reiter gefällt...

„Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“ heißt es so schön, doch anders als im Wilden Westen kann sich in Deutschland nicht jeder auf sein Reittier schwingen und Richtung Sonnenuntergang traben: „Wer in der freien Landschaft oder im Wald reitet oder ein Pferd führt, muss ein gut sichtbares und beidseitig am Zaumzeug des Pferdes angebrachtes, gültiges Kennzeichen führen“, klärt die Verwaltung des Hochsauerlandkreises auf.

Ohne Kennzeichen Geldbuße

Reiten und Führen eines Pferdes ohne gültiges Kennzeichen ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann, klärt die zuständige Behörde auf.

380 „Reitplaketten“ hat der HSK für das Jahr 2019 neu ausgegeben, kommt aus dem Mescheder Kreishaus prompt die Antwort auf unsere Anfrage – diese „tierischen Nummernschilder“ sind für mehrere Pferde nutzbar, können bei Reitausflügen variabel eingesetzt werden.

Apropos Reitausflüge – wer ist denn eigentlich im Hochsauerlandkreis „beritten“? Die Anzahl der Besitzer ist eher überschaubar: 517 Pferdehalter – Stand Jahresbeginn 2019 – hat die Kreisverwaltung in ihren Akten (gemäß Meldung bei der Tierseuchenkasse). Viele von ihnen haben aber nicht nur ein Tier im Stall stehen: 2964 Pferde leben derzeit zwischen Arnsberg und Züschen, sprich, im Hochsauerland.

Und wie das eben so ist in unserem Land – vieles ist umsonst, aber fast nichts ist kostenlos: Für Einzelreiter beträgt die Reitabgabe im Land der Tausend Berge 25 Euro pro Jahr (ohne Verwaltungsgebühren).

Reitabgabe ist zweckgebunden

Beim Erstantrag für ein Reitkennzeichen fallen für Tafel und Plakette Kosten in Höhe von insgesamt 39,30 Euro an. In den Folgejahren wird dann lediglich der Aufkleber (siehe kleines Foto) fällig, für den die Kosten inklusive Reitabgabe und Gebühr 30,40 Euro betragen. Für Reiterhöfe wird ein Betrag von 75 Euro pro Kennzeichen zuzüglich Verwaltungsgebühren und Auslagen fällig.

Interessant – und begrüßenswert: Anders als zum Beispiel bei der umstrittenen Hundesteuer wird die Reitabgabe zweckgebunden investiert; die Einnahmen dienen dazu, Schäden zu beseitigen, die Grundstückseigentümern durch das – erlaubte – Reiten entstehen.

Reiten im Wald

Erlaubt ist übrigens seit Januar 2018 – mit Inkrafttreten der neuen Reitregelung – auch ausgedehnteres Reiten im Wald. In Forstgebieten darf seitdem – aufgrund dieser neuen Rechtslage – auf allen privaten Straßen und Wegen geritten werden, unabhängig davon, ob diese als Wanderwege gekennzeichnet sind.

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