Radexpressweg

Auf vier Meter breitem Radweg das Ziel schnell erreichen

| Lesedauer: 3 Minuten
Der städtische Radverkehrsbeauftragte Hauke Karnath (links) und der Planungsdezernent der Stadt Arnsberg, Thomas Vielhaber, fahren über den Fuß- und Radweg längs der Bahntrasse zwischen Bergheimer Weg und Straße „Trift“. Die schon rot  markierte Strecke wird auf vier Meter Breite asphaltiert

Der städtische Radverkehrsbeauftragte Hauke Karnath (links) und der Planungsdezernent der Stadt Arnsberg, Thomas Vielhaber, fahren über den Fuß- und Radweg längs der Bahntrasse zwischen Bergheimer Weg und Straße „Trift“. Die schon rot markierte Strecke wird auf vier Meter Breite asphaltiert

Foto: Martin Schwarz

Arnsberg.   Zwischen Bergheimer Weg und Trift wird im September ein Abschnitt des Radexpress-Wegs gebaut. Weitere Teilstücke werden bis 2021 fertiggestellt

Der von der Stadt Arnsberg geplante Radexpress-Weg zwischen Voßwinkel und Alt-Arnsberg nimmt in Teilabschnitten Gestalt an. Im nächsten Monat wird der jetzige Fuß- und Radweg längs der Bahntrasse zwischen Bergheimer Weg und Trift auf vier Meter Breite asphaltiert. Die Arbeiten sollen am Montag, 3. September, beginnen und etwa drei Wochen dauern.

Mit dem Radexpress-Weg will die Stadt Arnsberg Bürgern, die mit dem Rad zur Arbeit fahren oder in ihrer Freizeit gern schnell Rad fahren wollen, eine Schnelltrasse bieten. Auf dem stark frequentierten Ruhrtalradweg auf der anderen Ruhrseite gibt es insbesondere im Neheimer Bereich öfters Behinderungen, wenn zuviel Spaziergänger und Radfahrer gleichzeitig unterwegs sind. Dies ist für alle Beteiligten oft mit Ärger verbunden. „Der Radexpress-Weg wird den Ruhrtalradweg entlasten und so Nutzungskonflikte reduzieren“, sieht der Planungsdezernent der Stadt Arnsberg, Thomas Vielhaber, auch positive Auswirkungen des Radexpressweges auf den Ruhrtalradweg.

Kein Separieren von Fuß- und Radweg

„Für eine Aufteilung in separaten Fuß- und Radweg auf dem Ruhrtalradweg im Binnerfeld fehlt einerseits oftmals die dafür nötige Freifläche und andererseits ist das Separieren schwer praktikabel. Wer will das kontrollieren?“, meint der städtische Planungsdezernent Thomas Vielhaber. Eine Verbreiterung des jetzigen Fuß- und Radwegs des Ruhrtalradwegs würde Nutzungskonflikte auch nicht beheben. „Die Leute wollen am Wasser gehen.“

Neue Asphaltdecke für Jahnallee

Am Bahnübergang Kardinal-Jaeger-Straße / Trift wird der Radwegexpressweg über die Jahnallee weitergeführt. Diese marode Straße soll 2019/20 eine neue Asphaltdecke mit Unterbau erhalten. Hinter dem Freibad soll ab 2021 der Radexpressweg nicht mehr durch den Wald (auf dem FSG-Schulweg ) geführt werden. Stattdessen soll der unterhalb des Waldstücks verlaufende, kanalisierte Abschnitt des Baumbachs zu einem Trassenteil des Radexpresswegs umgebaut werden. Zuvor wird der Baumbach in ein neues renaturiertes Bachbett auf dem Campus vor dem FSG umgeleitet.Vor dem Bildungscampus wird der Radexpressweg an der südlichen Seite der Kleinbahnstraße in Richtung Hüsten geführt. In Höhe des Bahnhofs wird es auf der Kleinbahnstraße eine Querungshilfe für Fußgänger/Radfahrer geben, um zum Bahnhof zu gelangen. Von Bahnhof bis Einmündung Heidestraße gibt es beidseitig einen Radweg an der Kleinbahnstraße. Über Marktstraße, Hüstener Markt, alter Petrifriedhof erfolgt beim Poco-Möbelmarkt die Anbindung an den Ruhrtalradweg, der bis Arnsberg führt.

Radexpressweg beginnt in Voßwinkel

Der Radexpressweg beginnt in Voßwinkel und führt zunächst längs des Hasbachs unterhalb der B7. An der Einmündung Bundesstraße 7 / Echthauser Straße soll dann 2019 ein sicheres Überqueren der B 7 ermöglicht werden. Auf Antrag der Stadt Arnsberg wird Straßen.NRW eine schon heute bestehende Mittelinsel mit Querungsmöglichkeit einige Meter in Richtung Bachum verlegen und gleichzeitig auf der Hasbachseite eine bessere Zufahrtsmöglichkeit zu dieser Querungsmöglichkeit schaffen. Auf der nördlichen Seite der B 7 wird der Radexpressweg dann in Richtung Bachumer Ohl und Neheimer Ohl geführt und erreicht dann über die Straße „In der Kuhle“ den Bergheimer Weg, wo längs der Bahntrasse demnächst der Radweg ausgebaut wird (siehe oben).

Eine größere Baumaßnahme ist für den Radexpressweg im Bereich Hammerweide notwendig. Denn längs der Sauerlandstraße - zwischen Wannestraße und Hammerweide - sind noch umfangreiche Bauarbeiten notwendig, um hier den Radweg herführen zu können. Erste Arbeiten beginnen Mitte September. Fortgesetzt werden die Arbeiten im nächsten Jahr. Generell gilt: Der Radexpressweg ist kein reiner Radweg. Er kann auch von Fußgängern genutzt werden.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Arnsberg

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben