Sauerland-Museum

Bagger rücken erst nächstes Jahr an

Baumaschinen sucht man am Hang unterhalb des Sauerland-Museums derzeit noch vergeblich, die Planungen für den Um- und Neubau laufen nach Aussage des Architekten Martin Bez jedoch „wieder auf Hochtouren“.

Baumaschinen sucht man am Hang unterhalb des Sauerland-Museums derzeit noch vergeblich, die Planungen für den Um- und Neubau laufen nach Aussage des Architekten Martin Bez jedoch „wieder auf Hochtouren“.

Foto: www.blossey.eu

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Arnsberg. Es geht stetig voran mit dem Um- und Neubau des Sauerland-Museums zum Museums- und Kulturforum Südwestfalen – allerdings wird derzeit weiterhin mehr mit den Köpfen als mit den Händen gearbeitet. Bis die Bagger (wieder) rollen, dürfte es wohl Frühling des nächsten Jahres geworden sein.

Ulrich Bork, mit dem Projekt betrauter Fachbereichsleiter Kultur des Hochsauerlandkreises, hat sich kürzlich aus erster Hand informiert, reiste dafür nach Stuttgart. Dort sitzt das mit der Planung ­beauftragte Unternehmen, die „Bez+Kock Architekten Generalplaner GmbH“.

Zeitliche Verzögerung unvermeidbar

Und wie sieht es aus mit den Planungen? „Der Planungsprozess für den Um- und Neubau läuft wieder auf Hochtouren“, sagt der pla­nende Architekt Martin Bez.

„Wieder“ – denn, wie berichtet, hatte der Kreistag Ende April 2015 beschlossen, die bisherige Planung aufzugeben, weil das gesetzte Budget – 12,7 Millionen Euro – deutlich überschritten worden wäre. Verlorene Planungskosten und eine spürbare zeitliche Verzögerung waren unvermeidbar, den Kreistagsmitgliedern war das bei ihrer Beschlussfassung bewusst.

Die vertraglichen Regelungen zwischen dem HSK und Bez+Kock wurden angepasst, ein neuer Auftragnehmer für die jetzt kleinere Baugrube gesucht – und gefunden. Geschicktes Verhandeln sorgte für eine kostengünstige Neuplanung – im Moment ist das gesamte Stuttgarter Planerteam noch mit der Vorplanung einschließlich Kostenschätzung beschäftigt:

Dabei geht es vor allem um technische Fragen wie Versorgung mit Strom, Daten, Wasser und Heizung der beiden Gebäudeteile Landsberger Hof und Neubau sowie um Brandschutz und Statik. Die Fachbehörden sind eingebunden, Ende Oktober 2015 soll diese Phase abgeschlossen sein. In die Hände gespuckt wird dann aber noch lange nicht: Entwurfsplanung samt Kostenberechnung schließt sich an. Auch gestalterische Fragen fließen ein, bis Ende Februar 2016 sollen Entwurf und Kosten fix sein.

Erst dann beginnt das Baugenehmigungsverfahren, für das die Arnsberger Verwaltung zuständig ist. Liegt die Baugenehmigung vor, stehen Ausführungsplanung und Vorbereitung der Auftragsvergaben an. Wegen des großen Auftragsvolumens muss wohl europaweit ausgeschrieben werden. Bevor es also „mit den Händen“ los gehen darf, dürfte das zweite Quartal 2016 angebrochen sein. „Unser bisheriger Terminplan, der immer weiter verfeinert wird, sieht die Wiedereröffnung des Landsberger Hofes im Frühling 2018, die Eröffnung des Neubaus im Sommer 2019 vor“, sagt Martin Bez.

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