Berufsausbildung

Berufsschullehrer sein ist für Ingo Renk Berufung

Ingo Renk (links stehend) im Kreise der Schüler „seiner“ Klasse am Berufskolleg Berliner Platz des Hochsauerlandkreises in Hüsten.  im Hintergrund stehend Schulleiter Berthold Hohmann und Sabine Lindenvon der Fachhochschule Südwestfalen. Foto: Christian Klett, FH Südwestfalen

Ingo Renk (links stehend) im Kreise der Schüler „seiner“ Klasse am Berufskolleg Berliner Platz des Hochsauerlandkreises in Hüsten. im Hintergrund stehend Schulleiter Berthold Hohmann und Sabine Lindenvon der Fachhochschule Südwestfalen. Foto: Christian Klett, FH Südwestfalen

Arnsberg/Meschede.   Frisch gebackener Elektro-Ingenieur Ingo Renk sucht Zukunft nicht in der Wirtschaft, sondern im Klassenraum des Berufskollegs Berliner Platz.

Als frisch gebackener Ingenieur ist Ingo Renk eine gefragte Fachkraft – doch der 26-Jährige ist fest entschlossen, sein Wissen an junge Menschen weiterzugeben, darum hat er sich entschieden, Berufsschullehrer zu werden. Läuft alles rund, steht er ab 2021 täglich im Klassenraum; dort, wo er schon heute ­regelmäßig „rein schnuppert“:

„Didaktische Zusatzqualifikation“

Seit September 2017 ist Ingo als Vertretungslehrer am HSK-Berufskolleg Berliner Platz in Hüsten tätig. Doch darf der Bachelor in Elek­trotechnik überhaupt schon unterrichten? Ja – eine „didaktische Zusatzqualifikation“ macht es möglich.

„Während seines Studiums an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede hat er zusätzliche Fächer wie Fachdidaktik, Bildungswissenschaft und Berufspädagogik belegt“, erklärt Sabine Linden. Die Diplom-Pädagogin hat Ingo an der FH derlei Wissen vermittelt – und ihm die Berufsperspektive als Lehrer am Berufskolleg eröffnet (mehr Info dazu im Kasten unten).

„Lehrer scheint mir das abwechslungsreichere Berufsbild zu sein“, meint der angehende Pädagoge mit Blick auf seine berufliche Zukunft, „Industrie – schön und gut, aber dort finde ich mich langfristig nicht wirklich wieder.“ Liegt vielleicht auch daran, dass der Arnsberger „vorbelastet“ ist; als aktiver Fußballer, Trainer und Jugendleiter beim TuS in seinem Heimatortsteil Bruchhausen liegt ihm das Arbeiten mit Jugend­lichen quasi im Blut.

Schulleiter Berthold Hohmann und Joachim Dahl vom BK Berliner Platz hören es gerne. Ein Gespräch beim Tag der offenen Tür im Herbst war für alle Drei sehr fruchtbar. Ingo Renk bestärkte es in seinem Entschluss, Berufsschullehrer werden zu wollen. Und Rektor Hohmann konnte dem Elektrotechniker prompt die Stelle als Vertretungslehrer anbieten. Vier Stunden pro Woche unterrichtet der Bruchhausener jetzt Azubis und Schüler in Robotik und Automatisierung.

„Master of Education“

Parallel studiert er an der Uni Paderborn, bastelt an seinem „Master of Education“ (vier Semester). Das anschließende Referendariat („Vorbereitungsdienst“, 18 Monate) kann er ebenfalls am Hüstener BK absolvieren, hat Berthold Hohmann bereits signalisiert. Und die Perspektive auf eine langfristige Lehrertätigkeit dort scheint mehr als gut.

Sehr gut ist auch das Verhältnis zu den Schülern, die der frühere Trilux-Azubi Renk derzeit unterrichtet – so kann es weitergehen!

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