Renaturierung

Beweidung in Langen Erlen beginnt

Die Rinder kommen am Sonntag in der Renaturierungsfläche in Hachen an, der Zaun wird gerade gesetzt von Firma Nagel aus Wettmarsen.

Die Rinder kommen am Sonntag in der Renaturierungsfläche in Hachen an, der Zaun wird gerade gesetzt von Firma Nagel aus Wettmarsen.

Foto: Matthias Schäfer

Hachen.   Die Zaunpfähle stehen auf einer Strecke von 4.2 Kilometern. Derzeit wird der Draht montier, und bald kommen die ersten Dexter-Rinder an.

Die ersten Rinder sollen am Sonntag auf die Weide gelassen werden. Damit ist dann der letzte Baustein der Renaturierung zwischen Hachen und der Sorpe umgesetzt. „Die Beweidung der Flächen in Langen Erlen war von Anfang an ein Bestandteil der Planungen“, sagt Sunderns Umweltbeauftragter Dieter Leser dazu. Seit der vergangenen Woche ist die Firma Nagel aus Wettmarsen dabei, den Zaun zu setzen: 4200 Meter wird er lang sein und das Gebiet in „Langen Erlen“ in drei Flächen teilen: Zwei große Flächen entlang Sorpe und Röhr sowie eine kleine Fläche zur Perlmühle gelegen.

Dort sind auch die Zaunsetzer am weitesten: „Wir haben am Montag mit der Verlegung des Stacheldrahtes begonnen“, berichtet Theo-Josef Nagel.

Zuvor waren an die 1400 robuste und langlebige Zaunpfähle in den Boden getrieben worden. Jetzt läuft auf einem Treckeraufbau eine vierteilige Zaunverlegemaschine. „Wir haben uns für eine vierlagige Version entschieden, um den Zaun hoch genug zu setzen“, so Leser. Damit sei man auch für die Zukunft gewappnet, denn die Laufzeit des von der EU geförderten Projektes beträgt 16 Jahre: „Deshalb setzen wir vor allem auf Langlebigkeit.“

Dexter-Zwergrinder kommen

Wenn der Gewinner der Beweidungs-Ausschreibung, der Hachener Peter Junker jr., dann die ersten Rinder schickt, werden 11 der 20 Hektar großen Fläche zur Weide. Junker wird eine Herde Dexter-Zwergrinder bringen, die sehr genügsam sind und auch im Winter problemlos dort bleiben können (siehe Infobox).

Der Weidenwechsel ist ebenfalls ohne Komplikationen möglich: „Die Stahltore zu den einzelnen Weiden liegen sich direkt gegenüber, da gibt es keine großen Triebwege“, sagt Dieter Leser dazu.

40 000 Euro kostet der Zaun

Die Kosten für das Gesamtprojekt liegen bei ca. 35- bis 40 000 Euro. Darin sind auch die Schutzsicherung an der Röhr und Sorpe mit Ketten enthalten. Gefördert wird diese Maßnahme aus einem speziellen Beweidungstopf der EU mit 80 Prozent, 20 Prozent trägt die Stadt. Der große Vorteil im Abschluss der Renaturierung „Lange Erlen“ liegt für die Stadt auf einem anderen Gebiet: Sie bekommt 185 800 Biotopwerte-Punkte auf ihr Ökokonto gut geschrieben: „Dadurch hat die Stadt wieder die Möglichkeit, potentielle Eingriffe. die im Rahmen von neuen Bau- und Gewerbegebieten verursacht werden, über das Ökokonto auszugleichen“, so Leser. Der Weidezaunbau endet wahrscheinlich Mitte Juli, so Theo-Josef Nagel.

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