Neue Ruhrbrücke

Bezirksausschuss entscheidet über Namen für neue Ruhrbrücke

Eine Name für die neue Ruhrbrücke muss her.

Foto: Ted Jones

Eine Name für die neue Ruhrbrücke muss her. Foto: Ted Jones

Arnsberg.   21 Vorschläge auch aus der Bürgerschaft liegen im Topf. Darunter nicht wenige, die wohl keine Chance haben dürften.

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Fertiggestellt ist sie schon seit geraumer Zeit. Aber noch immer namenlos: die neue Ruhrbrücke, die die B 7 / A 46 mit dem derzeit in der Neuaufstellung befindlichen Gewerbegebiet „Zu den Werkstätten“ und dem Arnsberger Bahnhof verbindet.

Doch das soll sich jetzt ändern. Spätestens am 5. März. Dann nämlich wird der Bezirksausschuss Arnsberg über die vorliegenden Vorschläge befinden und der Brücke einen Namen geben.

Möglichst griffige Bezeichnung

Der Ausschuss hatte sich bereits lange im Vorfeld über die Benennung dieser termingerecht errichteten Brücke auseinandersetzt. Die Bürgervertreter einigten sich seinerzeit darauf, als Grundlage für eine solche Beschlussfassung entsprechende Vorschläge aus der Bevölkerung zu sammeln.

Ziel war dabei auch, eine möglichst griffige Bezeichnung zu finden. Wohl, um zu verhindern, dass sich im Volksmund eine eigenständige Bezeichnung durchsetzt. Wie bei der „Tütenbrücke“, die offiziell unter dem sperrigen Namen „Brücke an der Schlacht“ firmiert.

21 Vorschläge auf dem Tisch der Parlamentarier

Nun liegen insgesamt 21 Vorschläge auf dem Tisch der Parlamentarier. Und die reichen von „Hasencleverbrücke“ - schon vor Monaten von der SPD ins Spiel gebracht - über Kleinschnittgerbrücke bis hin zur „Town Bridge“.

Wo es möglich war, hat Stadtarchivar Michael Gosmann diese Vorschläge in historischen Bezug gesetzt und mit einer Einschätzung versehen, um so dem Ausschuss die Entscheidungsfindung zu erleichtern. Allerdings: Belegbares konnte er nur in wenigen Fällen aus den Archivakten zusammentragen. Nämlich:

Hasenclever hätte eine Ehrung verdient

- Hasencleverbrücke: Diesen Vorschlag hält Gosmann für durchaus sinnvoll, habe doch der bekannte, 1837 in Arnsberg geborene SPD-Reichstagsabgeordnete († 1889) und Gründer - gemeinsam mit Karl Liebknecht - der SPD-Parteizeitung „Vorwärts“ eine Ehrung verdient. Jedoch lasse sich ein direkter Bezug zum Brückenort bzw. Bahnhof nicht erkennen;

- Kleinschnittgerbrücke: Die Kleinstwagen der Marke „Kleinschnittger“ wurden nicht hinter dem Bahnhof, sondern in einem Werk auf der Hammerweise gefertigt. Lediglich die Verladung der Fahrzeug erfolgte am Bahnhof;

- Ruhrwerkbrücke: Das „Ruhrwerk“ - später Feldmühle, dann Reno De Medici - befand sich nicht am Bahnhof und in dessen Umfeld.

Röschen- oder Rosenbrücke wohl ohne Chance

Weitere Anregungen aus der Bürgerschaft sind Röschenbrücke, Rosenbrücke und Dornröschenbrücke. Hier kann Stadtarchivar Michael Gosmann keinerlei Bezüge erkennen. Wenn man mal die „Villa Rosen“ hinter dem Bahnhof außen vor lässt.

Tragbar wäre dagegen durchaus die Namensvariante Zugbrücke. Dies jedoch nur, so Gosmanns Auffassung, wenn man den Namen in Anführungszeichen setzen würde. „So ist er eher missverständlich“.

Ein Vorschlag: Brücke am Bürgerbahnhof

Weiter im Topf befinden sich die Namen Dr. Herboldbrücke (früherer Arnsberger Stadtdirektor), Bahnhofsbrücke, Bahnhofsblick, Brücke zum Gewerbegebiet, Brücke am Bürgerbahnhof, Brücke am Bahnhof, Werkstattbrücke, Zum Bürgerzentrum und die Town Bridge.

Was den Vorschlag „Bahnhofsbrücke“ betrifft, weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass die Ruhrbrücke am Bahnhof Neheim-Hüsten bereits häufig so bezeichnet werde.

Aber es gibt auch noch zwei weitere Ideen aus der Bürgerschaft: Uentroper Brücke und Wintroper Brücke. Doch das Bauwerk, für das ein Namen gesucht wird, befindet sich, so der Stadtarchivar, weder auf Uentroper noch auf Wintroper Gelände.

Die Entscheidung fällt in der Sitzung am 5. März

Das letzte Wort hat nun der Bezirksausschuss am 5. März in öffentlicher Sitzung. Dabei dürfte die Namensfindung möglicherweise schwieriger werden als die spätere Beschilderung der Brücke. Denn die Kosten für Herstellung und Anbringen eines solchen Schildes werden von der Verwaltung mit nur rund 250 Euro beziffert.

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