Haus Husemann

Bier-Labor mit Grevensteiner Power

Freuen sich schon auf die „Braubrüder“-Eröffnung im Haus „Husemann“: Herbert Sollich (Veltins), Betreiber Georg Voss und der gastronomische Leiter Stefan Steiner (vorne, von links).

Freuen sich schon auf die „Braubrüder“-Eröffnung im Haus „Husemann“: Herbert Sollich (Veltins), Betreiber Georg Voss und der gastronomische Leiter Stefan Steiner (vorne, von links).

Foto: Ted Jones/WP

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Arnsberg. Das Geheimnis ist gelüftet: Im traditionsreichen Haus „Husemann“ auf dem Neumarkt wird mit der Power der Veltins-Brauerei und dank der stattlichen Investition des neuen Hausbesitzers Andreas Ulrich nach eineinhalbjähriger Einwicklungszeit ein völlig neues, bislang einzigartiges gastronomisches Konzept umgesetzt - als gastliches Bekenntnis zum Sauerland. Und ganz nebenbei wird Arnsberg zum Testlabor für in Grevenstein neu entwickelte Biersorten. Damit hat Andreas Ulrich gehalten, was er zu Beginn der Sanierungsarbeiten versprochen hatte - etwas „Einmaliges“. „Aber das wird jetzt sogar noch deutlich besser.“ Eröffnung ist im Juni.

Unter dem Namen bzw. der Marke „Braubrüder“ wird das Haus Husemann zu einem Ort gelebter traditioneller Bierkultur, der nicht nur die Eigenarten, sondern auch die kulinarischen Spezialitäten der Region widerspiegeln soll. Als Ganztagsgastronomie mit rustikalem Erlebnisambiente - vom Frühstück bis zum abendlichen Speisenangebot. Dabei ist jedes Detail auf das von Georg Voss aus Schmallenberg entwickelte Konzept „Braubrüder“ abgestimmt.

Die Konzeptidee, erläuterte am Dienstag Herbert Sollich als Marketing-Direktor der Brauerei Veltins, wurde sehr sorgfältig entwickelt. „Im Fokus der Braubrüder-Gastronomie stehen auf Schritt und Tritt erlebbare Bierkompetenz und Bierkulinarik mit leidenschaftlichen Werten, die für Genuss aus unserer Region stehen.“ Denn im Haus Husemann werde nun das Thema Bier mit dem Sauerland und der sauerländischen Lebensart verbunden. Dies sei für die Brauerei das „spannendste Projekt, das wir seit Jahren begleiten“. Ein Projekt, mit dem alte Tugenden zudem neu interpretiert würden, und das die vorhandene Gastronomie hervorragend ergänze.

Eröffnung im Juni

Läuft das Pilot-Projekt „Braubrüder“-Gastronomie in Arnsberg erfolgreich, dann sei es Ziel, dieses auch andernorts umzusetzen. Als Abziehbild. „Und nicht nur in der Region.“ Dabei folge man einem sich immer deutlicher abzeichnenden Trend - hin zur authentischen Regionalität und hin zu Bierspezialitäten. „Die Nachfrage danach,“ bekräftigte Veltins-Pressechef Ulrich Biene, „wird immer größer.“ Diese sehe man bei der eigenen Marke „Grevensteiner“.

Daher habe man sich auch viele Gedanken um den richtigen Standort gemacht, nach langer Suche und Prüfung sich dann für das Haus Husemann entschieden. Und damit können sich die Arnsberger auf immer neue Biersorten freuen. Denn alle Bierspezialitäten, die man noch im Haus Veltins kreieren will, werden fortan in Arnsberg getestet, ehe sie auf den breiten Markt geworfen werden. „So entsteht hier praktisch ein Testlabor zwecks Marktforschung,“ zeigt sich Herbert Sollich humorig. „Deshalb wollen wir die Sache besonders gut machen.“

Langjähriger Pachtvertrag

Umgesetzt wird das alles in dem in der Sanierung bzw. im Umbau befindlichen Haus Husemann. Die Innenraumgestaltung hat das Planungsbüro „Raumzenit“ (Schmallenberg) entwickelt, ressourcenschonend mit heimischen Materialien. Mit hellem Eichenholz, ursprünglichen Bänken und passenden Accessoires. Wer mag, der darf sogar seinen Namen in den Tisch ritzen. Ein besonderes Schmankerl: Im „Braubrüder“ werden spezielle Produkte aus der Region verkauft. Nicht in einem Shop, sondern geschickt eingebettet in die Innenausstattung.

Zu den 100 Plätzen in Innenraum und Wintergarten kommen 110 Plätze im „Schalander“, dem völlig neu gestalteten Husemann-Keller, und im Sommer weitere 120 im Biergarten hinzu. Ob der Biergarten auch auf den Straßenraum ausgeweitet wird, ist noch offen. „Da stehen wir noch in Verhandlungen mit der Stadt,“ so „Braubrüder-Geschäftsführer Georg Voss, der mit Andreas Ulrich einen langjährigen Pachtvertrag abgeschlossen hat. „Damit wir die Regionalität hier auch richtig leben können.“ Gastronomischer Betriebsleiter ist Stefan Steiner, bekannt aus „Sägewerk“ und „R-Café“. Und der verspricht: „Das wird hier ein richtig großes Erlebnis für den Gast.“

„Eine neue Ära für das Haus Husemann“

„Mit diesem Konzept beginnt für das Haus Husemann eine neue Ära“, sagte Besitzer und Investor Andreas Ulrich. So habe er sich noch Minuten vor Vertragsabschluss mit einem anderen Gastronomiebetreiber angesichts dieser Pläne umorientiert. „Weil ich davon überzeugt bin, dass diese Sache grandios wird.“ Ulrich erhofft sich von seinem hochwertigen Sanierungsschritt weitere Impulse für Privatinvestitionen im Bereich Steinweg/Alter Markt und eine weitere Belebung der vorhandenen Gastronomie. „Das ist mir eine Herzensangelegenheit.“ Er selbst halte sich lieber im Hintergund. „Ich freue mich lieber an guten Ergebnissen,“ so der Arnsberger Bauunternehmer.

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