Kultur-Event

Bilanz von „Überdacht“ in Neheim: 1000 Gäste an fünf Tagen

Christoph Meinschäfer, Maria Morlock und Martin Meinschäfer (von links) aus dem "Überdacht"-Organisationsteam ziehen eine positive Bilanz nach dem fünftägigen Event vor dem "Kunstwerk"-Gebäude. Das Foto entstand auf der überdachten Veranstaltungsfläche, als Henrik Freischlader mit Band zum Soundcheck für das spätere Konzert auf die Bühne kam.

Christoph Meinschäfer, Maria Morlock und Martin Meinschäfer (von links) aus dem "Überdacht"-Organisationsteam ziehen eine positive Bilanz nach dem fünftägigen Event vor dem "Kunstwerk"-Gebäude. Das Foto entstand auf der überdachten Veranstaltungsfläche, als Henrik Freischlader mit Band zum Soundcheck für das spätere Konzert auf die Bühne kam.

Foto: Martin Schwarz

Neheim.  „Kunst-Lehrwerkstatt“ zieht positive Bilanz für das Event „Überdacht“. Resonanz auf Konzerte und Ausstellungen größer als anfangs erwartet.

Nach fünf Tagen „Überdacht“ vor dem Neheimer „Kunst-Werk“-Gebäude zieht das Organisationsteam eine positive Bilanz des Kultur-Events. „Ich bin total zufrieden. „Mit ,Überdacht’ hat die Kultur ein Ausrufezeichen in der Corona-Zeit in Neheim gesetzt. Denn in den vergangenen Monaten war der Kulturbetrieb, insbesondere im Musikbereich, zum Erliegen gekommen “, sagt im Gespräch mit unserer Zeitung Christoph Meinschäfer, der dem etwa 15-köpfigen Orga-Team des fünftägigen Events angehörte.

„Die Hauptarbeit verrichtete allerdings unsere Projektleiterin Maria Morlock, die wir dank eines Leader-Förderprojekts für zentrale Orga-Aufgaben einsetzen konnten“, betont Christoph Meinschäfer an, der sich später am Dienstagabend mit einem Präsent (Gutschein für ein Entspannungswochenende) bei Maria Morlock - kurz vor Freischladers Auftritt - persönlich bedankte.

„Überdacht“ statt „Übernacht“

Der im Gebäude „Kunst-Werk“ beheimatete Förderverein „Kunst-Lehrwerkstatt“ war Veranstalter des Events „Überdacht’, das in der Corona-Zeit an die Stelle der bekannten „Übernacht“-Aktion trat. Geleitet wird der Förderverein vom Neheimer Fotografen Christoph Meinschäfer und der Designerin Sabine Dohle.

Die „Überdacht“-Veranstalter gerieten mit dem Marketing für das Event allerdings unter erheblichen Zeitdruck, weil die städtische Ordnungsbehörde erst noch den 1. September 2020 abwarten wollte. Denn zu diesem Zeitpunkt hätte es wegen Beratungen von Bund und Ländern eventuell noch neue Hygiene-Bestimmungen für Veranstaltungen in der Corona--Zeit geben können. „Das Abwarten war okay, doch im Endeffekt hatten wir dann nur noch zwei Wochen Zeit, für die Aktionen und speziell für die fünf Konzerte an den fünf Tagen zu werben“, erklärt Christoph Meinschäfer.

Anfangs vorsichtig die Gästezahl kalkuliert

Deshalb sei das Orga-Team in seiner vorsichtigen Zuschauer-Kalkulation von insgesamt 750 Gästen an fünf Tagen für Konzerte, Ausstellungen etc. ausgegangen.„Dass es im Endeffekt 1000 Zuschauer waren, freut uns“, sagt Meinschäfer. Er dankt den ehrenamtlichen Helfern für deren Einsatz und Sponsoren für deren Unterstützung.

Die absolute „Überdacht“-Zugnummer war der Auftritt von Helge Schneider, dessen Gastspiel schnell ausverkauft war. „Überhaupt keine ernsten Probleme bereitete die Einhaltung der Hygiene-Vorschriften“, berichtet Maria Morlock. Mund-/Nasen-Schutz war nun in den Gängen zwischen den Zuschauerreihen und in speziellen Bereichen, zum Beispiel im Wartebreich vor der Kasse, zu tragen. Auf den Zuschauerplätzen selbst konnten die Masken abgelegt werden.

Musiker für Auftritt dankbar

Christoph Meinschäfer berichtet, dass viele Musiker sehr dankbar waren, wieder auftreten zu können. Dabei gab es auch Lob für den kleinen Veranstalter „Kunst-Lehrwerkstatt“, denn große Veranstalter hielten sich mit Auftrittsmöglichkeiten zurück.

Wie geht es nun weiter mit kulturellen Aktionen in Neheim? Christoph Meinschäfer berichtet, dass ein neues Projekt unter Federführung des städtischen Kulturbüros in Zusammenarbeit mit der „Kunst Lehrwerkstatt“ geplant sei. Darüber soll demnächst die Öffentlichkeit näher informiert werden. Dabei geht es um Musik, Tanz, Lyrik und Performance“, sagt Meinschäfer, der zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts Näheres bekannt geben wollte.

Blues - innig gefühlt und toll gespielt: Freischladers Konzert vor dem „Kunstwerk“-Gebäude

Zum Abschluss der fünftägigen Konzertreihe „Überdacht“ trat am Dienstagabend der renommierte Blues-Sänger und Gitarrist Henrik Freischlader mit Band auf. Der Bandleader lockte mehr als 160 Zuschauer auf die überdachte Freifläche vor dem Neheimer Gebäude „Kunst-Werk“.

Henrik Freischlader und die ihn begleitenden Musiker freuten sich über ihr Gastspiel in Neheim, denn in Zeiten der Corona-Pandemie mussten zuvor viele geplante Auftritte abgesagt werden. Die Spielfreude war den Musikern sichtlich anzumerken. Die Zuhörer erlebten Blues-Rhythmen, die von den Musikern innig gefühlt und dann auch stimmlich und mit Instrumenten hervorragend präsentiert wurden. Vor allem Freischladers hervorragendes Gitarrenspiel faszinierte das Publikum. Es gab immer wieder Applaus für Gitarren-Soli.

Stücke aus neuem Album gespielt

Freischlader spielte u.a. einige Stücke von seinem neuen Studio-Album „Missing Pieces“, das demnächst erscheint. So genossen die Gäste einen musikalisch stimmungsvollen Abend in der angenehmen Konzert-Atmosphäre unter einem illuminierten Zeltdach.

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