Unternehmerstammtisch

Bittner sucht regen Austausch mit der Wirtschaft

Lockere Diskussion schloss den Unternehmerstammtisch ab.

Foto: Frank Albrecht

Lockere Diskussion schloss den Unternehmerstammtisch ab.

Neheim/Arnsberg.  60 Teilnehmer besuchen den ersten Arnsberger Unternehmerstammtisch mit der Verwaltungsspitze.

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Der erste vom neuen Arnsberger Bürgermeister Ralf Paul Bittner initiierte Unternehmerstammtisch war ein Erfolg. Rund 60 Teilnehmer nutzten das Angebot zu Gespräch und Netzwerkarbeit und kamen dazu im Neheimer Kaiserhaus zusammen. Am ersten Termin beteiligten sich vor allem kleinere und mittlere Unternehmer, die die Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme mit dem Bürgermeister begrüßten. Die Akteure von Stadt, Wirtschaftsförderung und Stadtwerken zeigten sich zufrieden mit dem Format.

„Ich möchte direkt mit der Wirtschaft ins Gespräch kommen“, erklärte der Arnsberger Bürgermeister Ralf Bittner bei der Begrüßung. Er wolle wissen, wo es Probleme gebe und wo die Wirtschaft in Arnsberg stehe. Als große Hilfe für das erste Treffen dieser Art wertete der Bürgermeister die heterogene Mischung, die eine breite Palette an Erfahrung in den Raum bringe. „Arnsberg ist ein starker Wirtschaftsstandort, für den es aber viele Herausforderungen gibt“, so Bittner weiter. Vor allem stehe Arnsberg mit anderen Städten in Fragen der Standorte von Gewerbegebieten sowie bei den Fach- und Führungskräften im Wettbewerb. Ziel der gemeinsamen Bemühungen müsse es sein, Arbeitsplätze und Gewerbesteuer in Arnsberg zu halten.

An Themen für den ersten und die geplanten weiteren Unternehmerstammtische mangelte es nicht: So lauschten die Anwesenden gespannt dem von Bürgermeister Bittner vorgestellten Themenspektrum, das von Bekanntem wie „Digitalisierung“ über „Smart City“ und „Green City“ bis zur „Inclusive City“ reichte. „Gerade die Stadt für alle ist schnell hingeschrieben, aber eine schwierige Sache“, kommentierte Bittner das spezielle Thema. Er setze dazu weiter auf eine aktive Bürgerschaft, die aber auch Menschen mit einer Hemmschwelle mitnehmen müsse.

Vor seinen Zuhörerinnen und Zuhörern macht Bittner deutlich, dass die strategischen Ziele aus Unternehmersicht vielfältig seien. Von digitalen Leistungen über Wissens- und Wertschöpfung vor Ort bis zu gesamtstädtischem Marketing und nachhaltiger Mobilität gebe es ein weites Spektrum zu bearbeiten. Darüber hinaus müsse die Entwicklung Arnsbergs zum regionalen Zentrum die Stadt als Wirtschaftszentrum sehen und die Attraktivität des Standortes weiter verbessern. Das Einbringen in die Regionale 2025 mit dem Schwerpunkt „Digitalisierung“ sei ein wichtiger Schritt. Auch die Beteiligung am „Zukunftslabor Einzelhandel“ die Kaufkraft in der Stadt halten, so Bittner.

5500 Gewerbetreibende in Stadt

Dass die Bemühungen darum in Arnsberg bereits Früchte getragen haben, konnte der Leiter der Arnsberger Wirtschaftsförderung (wfa), Bernd Lepski, mit Zahlen belegen. So gebe es in der Stadt aktuell 5500 Gewerbetreibende, und nach dem Verlust von 3000 Arbeitsplätzen im Jahr 2005 bis heute eine Steigerung um 25 Prozent. „Arnsberg ist auf gutem Kurs“, sagte Lepski. Damit es so bleibt, wolle sich die wfa den Unternehmern in der Stadt als Dienstleister präsentieren und Komplettangebote von der Existenzgründung bis zum Krisenmanagement machen. Eine Herausforderung für die Stadt Arnsberg, so Lepski, sei die Bereitstellung von Gewerbeflächen im Rahmen des „Zukunftskonzeptes Gewerbeflächen 2025“. Mit dem Projekt „Arbeitswelt Sauerland 4.0“ will die wfa zudem vor allem junge Menschen in Ausbildung und Beschäftigung an die Stadt binden.

Wichtige Rolle der Stadtwerke

Die wichtige Rolle der Stadtwerke Arnsberg (SWA) bei der Unterstützung des Unternehmertums machte Geschäftsführer Karlheinz Weißer deutlich. Die Stadtwerke seien in den letzten Jahren nach den Herausforderungen des Energiemarktes verändert worden. Vor allem das „campus“-Projekt setze seit 2016 stark auf die Vernetzung. „Kontakte zu Land, Bund und Europäischer Union bringen einen starken Rückenwind für den Standort Arnsberg“, so Karlheinz Weißer überzeugt. Der „campus“ der Stadtwerke sei dazu als Veranstaltungs-, Kompetenz- und Kommunikationszentrum ausgerichtet worden.

An den drei eingerichteten Stammtischen mit Bürgermeister Bittner, Bernd Lepski von der wfa, Karlheinz Weißer von den Stadtwerken und einem Infostand des Digitalen Forums Arnsberg wurde im Anschluss an die Vorträge eifrig weiter diskutiert. Vom selbstständigen Maurermeister bis zum Chef eines mittelständischen Unternehmens fand ein Austausch über weitere Herausforderungen für Unternehmen sowie die durch den Markt gesetzten Ansprüche der Kunden statt.

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